Challenge für die Mädchen und Jungen der Handballabteilung des Soester TV

Sockenkönige und Ballakrobaten

Die weibliche B-Jugend von Trainer Sven Breuer hat bei der ersten STV-Challenge am besten abgeschnitten.
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Die weibliche D-Jugend von Trainer Sven Breuer hat bei der ersten STV-Challenge am besten abgeschnitten.

Soest – „Wir müssen uns ja etwas einfallen lassen, um die Kinder zu motivieren und mit ihnen in Kontakt zu bleiben!“ Jan-Ole Zülsdorf, Spieler der Oberliga-Handballer des Soester TV, zieht alle Register, um während des Corona-Lockdowns den Nachwuchs der Schlüsselträger nicht sich selbst zu überlassen. Schon im November hatte er eine Team-Challenge für die Jugend organisiert, jetzt läuft eine Neuauflage.

„Wir haben einen Vorschlag des Landessportbundes aufgegriffen, als der Lockdown im November kam. Da hatten wir pro Woche drei Aufgaben gestellt. Die Mannschaften konnten dabei Punkte sammeln“, erläutert Zülsdorf. So galt es, beim Joggen Minuten zu sammeln, bei Work-outs via Youtube fleißig zu sein, bei Ballübungen akrobatische Fähigkeiten zu beweisen und auch mit einer Foto-Challenge den Handball in Soest einzufangen.

„Das Thema Kirmes stand da ganz oben“, verweist Zülsdorf, der auch die weibliche B-Jugend trainiert, darauf, dass die Kinder und Jugendlichen dabei ein hohes Maß an Kreativität an den Tag gelegt haben. So wurde beispielsweise auf einem Foto das Riesenrad durch einen Handball ersetzt. Am Ende kamen viele gute Ideen zusammen, an die hundert Mädchen und Jungen mischten mit. Am Ende hatte die weibliche D-Jugend mit Coach Sven Breuer die Nase vorn.

„Eigentlich hatten wir gehofft, dass es nach dem Lockdown im Herbst weitergehen würde“, so Zülsdorf. Daraus wurde aber nichts. Es ist nicht absehbar, wann das Runde wieder mal ins Eckige fliegen kann in der Handball-Halle. Daher läuft jetzt die Neuauflage der Challenge. der Organisator stellt die Teilnehmer dabei vor ungewöhnliche Aufgaben, ließ zum Beispiel den Sockenkönig ermitteln. Dabei gilt es, ein Sockenknäuel aus fünf Metern Entfernung in eine Schüssel oder einen Topf zu befördern.

„In vier Durchgängen musste aus vier verschiedenen Positionen geworfen werden“, gibt Zülsdorf einen Einblick. Jeweils fünfmal musste mit der Wurfhand im Stehen geworfen werden, fünfmal mit der anderen Hand, fünfmal mit der Wurfhand im Sitzen und fünfmal durch die Beine. Zudem wurde gesprintet; binnen 30 Sekunden musste zwischen zwei Markierungen, die sieben Schritte voneinander entfernt zu positionieren waren, hin- und hergesprintet werden. Pro Berührung gab es einen Punkt.

In dieser Woche ist die Fitness gefragt. Die Teilnehmer machen die Übungen mit, die ihnen per Video vorgemacht werden. Zudem steht Ballakrobatik auf dem Programm. Zülsdorf und sein Mannschaftskamerad Max Picht demonstrierten auf einem Video auf der STV-Homepage, wie die Übungen auszusehen haben, ob zum Beispiel den Ball hinter den Rücken werfen und auffangen oder Aufticken des Balles ohne Stopp im Slalom durch die Beine abwechselnd mit beiden Händen.

Nächste Woche gibt’s die nächsten Aufgaben, in der ersten Februar-Woche folgt die vierte Runde. Minuten gesammelt beim Joggen werden natürlich auch, und zwar in allen vier Wochen. Nach dem 7. Februar werden die Sieger ermittelt.

Sponsorenlauf geplant

Neben den Challenges versuchen die Trainer der STV-Handballmannschaften, ihre Schützlinge auch via Zoom-Treffen fit zu halten. „Dabei geht es auch um den sozialen Aspekt“, verdeutlicht Zülsdorf. „Normalerweise sehen wir uns zehn bis zwölf Stunden pro Woche“, verweist er am Beispiel seiner Herrenmannschaft darauf, was momentan an Kontakten fehlt.

Eine weitere Aktion der Handballabteilung in der Corona-Zeit ist noch in der Planung. So soll ein Sponsorenlauf durchgeführt werden, wenn die Wetterlage ein wenig frühlingshafter geworden ist. Dabei geht es auch um die Unterstützung eines sozialen Projekts. Bis dahin sollte auch geklärt sein, ob denn im ersten Halbjahr überhaupt noch ein Wettbewerb im Handball durchgeführt werden kann.

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