Pitcher bei den Dortmund Wanderers

Calvin Wieczorek schafft es von den Werler Wölfen bis in die Baseball-Bundesliga

Calvin Wieczorek aus Werl kommt bei den Dortmund Wanderers hauptsächlich als Pitcher (Werfer) zum Einsatz.
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Calvin Wieczorek aus Werl kommt bei den Dortmund Wanderers hauptsächlich als Pitcher (Werfer) zum Einsatz.

Als Nachwuchsspieler aus dem Werler Wolfspark in die 1. Bundesliga. Diesen Schritt hat der Baseball-Spieler Calvin Wieczorek geschafft.

Werl/Dortmund – Der 25-Jährige hat dabei als 14-Jähriger mit Baseball begonnen. „Mein Cousin war damals Jugendtrainer“, erinnert sich Wieczorek an seine Anfänger unter Dennis Zimolong. „Er konnte mich schnell für den Sport begeistern und er ist auch heute noch jemand, zu dem ich spielerisch aufschaue“, sagt Wieczorek über seinen Förderer.

Bei den Werler Wölfen startete Calvin Wieczorek zunächst als Catcher, spielte in der Jugend, bei den Junioren und schließlich in der Herrenmannschaft.

Mit den Junioren sprang die Vizemeisterschaft heraus, mit den Herren wurde er einmal Dritter in der Bezirksliga. „Das war aber immer in der untersten Liga und ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht“, sagt Wieczorek. Denn „ich habe gemerkt, dass es in Werl immer weniger wurde. Ich habe mir gesagt: Ich brauche ein neues Team.“

Calvin Wieczorek (weißes Trikot) am Schlag.

Daher kam es 2017 zum Wechsel nach Dortmund in die 2. Mannschaft der Wanderers, die damals in der Landesliga spielte. In die Heimspiel-Stätte im Hoesch-Park hatte sich der Technische Illustrator sofort verliebt. Der Spielgrund in einem Kessel sei „unfassbar. Das gefällt mir richtig gut.“

Tragende Säule der 2. Mannschaft

Inzwischen hatte der Werler auf die Pitcher-Position (Werfer) umgeschult. „Der Wechsel hat mich noch einmal neu motiviert, weil ich mich in einem Team durchsetzen musste, das seit Jahren in der Landesliga ganz oben mitspielte“, erinnert sich er sich an seine Anfänge. Und Wieczorek setzte sich im neuen Team durch. Als Pitcher gehört er zu den tragenden Säulen der zweiten Mannschaft und mit ihm gelang 2019 der Aufstieg in die Verbandsliga (3. Liga).

Aber auch sonst machte der immer noch in Werl wohnende Wieczorek sportlich auf sich aufmerksam. Als sogenannter Springer kam er 2018 zu ersten Einsätzen in der 1. Mannschaft der Wanderers in der 2. Bundesliga –und hatte sich das durch seinen Trainingsfleiß erarbeitet.

Hauptsächlich als Feldspieler im Outfield (das sind die, die versuchen, die Bälle zu fangen), aber zunehmend auch als Pitcher. 2018 gab es nur einen ersten Kurzeinsatz auf der Pitcher-Position, 2019 waren es dann schon sieben Spiele, in denen er als Werfer eingesetzt wurde. Und das war immerhin die Saison, in der die Dortmunder souverän die Meisterschaft in der 2. Bundesliga holten...

„Ich kann mich noch ganz genau an das erste Mal erinnern, als ich als Kind nach Dortmund gekommen bin und der ersten Mannschaft zugeschaut habe. Ich dachte mir, das wäre bestimmt cool, da mit zu spielen.

Calvin Wieczorek

Mit dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse ging ein Traum für Wieczorek in Erfüllung. „Ich kann mich noch ganz genau an das erste Mal erinnern, als ich als Kind nach Dortmund gekommen bin und der ersten Mannschaft zugeschaut habe. Ich dachte mir, das wäre bestimmt cool, da mit zu spielen.“

Das durfte er in der vergangenen Saison, die wegen der Corona-Pandemie auf sieben Spieltage verkürzt war. Aber in der 1. Liga Nord mit den Gegnern aus Köln, Bonn, Paderborn, Berlin, Hamburg und Solingen wehte ein härterer Wind und so reichte es nur zu Kurzeinsätzen als Pitcher. Das Team belegte einen hinteren Platz, stieg aber nicht ab.

Noch kein Training in diesem Jahr

Head-Coach Roy Wesche weiß, dass Calvin Wieczorek vor allem sehr viel Spielpraxis als Pitcher sammeln muss. „Er wird in der kommenden Saison eine sehr wichtige und zentrale Rolle in der zweiten Mannschaft übernehmen“, erklärt der Trainer, und ergänzt: „Mit der Spielpraxis und über die Leistung dort, wird er sich bestimmt weitere Einsätze in der 1. Liga erarbeiten.“ Das sieht auch Wieczorek so. Er hofft, dass es irgendwann mit der neuen Saison weiter geht. „Wir sind schon spät dran. Einen vorläufigen Spielplan gibt es. Aber ob es im Mai los geht, steht in den Sternen“, sagt der 25-Jährige.

Trainiert hat er in diesem Jahr auch nicht mit seinen Teamkameraden. „Wir sollen individuell trainieren und laufen. Ich habe in diesem Jahr aber noch keinen Ball geworfen“, erklärt Wieczorek.

Zu den Wölfen hat er immer noch Kontakt. „Wenn ihnen ein Spieler fehlt, können sie mich jederzeit anrufen“, sagt er. Denn sein früherer Verein spielt nur noch in einer Funliga – und da darf dann jeder mitmachen, sogar wenn man in der Bundesliga spielt...

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