Neue Jugend-Spielgemeinschaft im Fußballkreis Soest

BV Sassendorf und SC Neuengeseke starten Kooperation

In der aktuellen Saison spielte die C-Jugend des BV Sassendorf (in schwarz, hier gegen die JSG Büderich) noch autonom, in der kommenden Saison wird es eine Spielgemeinschaft mit dem SC Neuengeseke geben.
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In der aktuellen Saison spielte die C-Jugend des BV Sassendorf (in schwarz, hier gegen die JSG Büderich) noch autonom, in der kommenden Saison wird es eine Spielgemeinschaft mit dem SC Neuengeseke geben.

Bad Sassendorf/Neuengeseke – Die Jugendabteilungen des SC Neuengeseke und des BV Sassendorf bilden ab der kommenden Saison eine Spielgemeinschaft. Die Kooperation im Bereich der D-, C- und B-Jugend ist dabei langfristig angelegt, wie die Jugendleiter – Lars Jonczyk vom SCN und Sebastian Tyrala vom BVS – erklären.

Die Initiative zu diesem Schritt ging dabei von Jonczyk aus, damit rannte er bei Tyrala offene Türen ein. Denn der hatte schon vor Monaten, als der Anzeiger die Jugendabteilung des Vereins aus dem Zentralort vorgestellt hatte, von der unbedingten Notwendigkeit von Jugend-Spielgemeinschaften auch in der Gemeinde Bad Sassendorf gesprochen.

Wir hätten zwar selber die Mannschaften stellen können, das wäre aber keine schöne Saison für die Trainer und die Kinder geworden.

Lars Jonczyk vom SC Neuengeseke

Die Erklärung, warum es zu der JSG gekommen ist, liegt natürlich auf der Hand: „Wir haben recht wenig Kinder. Wir hätten zwar selber die Mannschaften stellen können, das wäre aber keine schöne Saison für die Trainer und die Kinder geworden“, erklärt Jonczyk. Neuner-Teams melden und dann vielleicht noch mal auf eine Siebener-Mannschaft zu reduzieren – das war für ihn keine gute Perspektive bei der D- und C-Jugend: „Wir wollen einen guten Trainings- und Spielbetrieb haben.“ Dabei geht es ihm mehr um den Fußball allgemein als um Leistungssport.

Nun wird zusammen mit dem BVS angepeilt, sogar zwei Teams in jeder dieser beiden Altersklassen zu stellen. Nur bei der B-Jugend sieht es bei beiden Vereinen noch dünn aus, sodass da noch Spieler gesucht werden. Ziel sei es letztlich, allen Kindern im Dorf die Möglichkeit zu geben, ihrem Hobby nachzugehen; kein Youngster soll dem Fußball verloren gehen, so Jonczyk, „die Kinder sollen sich bewegen und spielen.“

Genauso sieht es Tyrala. „Wir sind definitiv sehr froh, dass die JSG klappt. Ich habe schon immer gesagt, dass es alleine schwer wird“, so der Ex-Profi, der von sehr guten Gesprächen mit Jonczyk berichtet. „Wir hatten im vergangenen Jahr schon Kontakt, aber das war sehr kurzfristig.“ Jetzt hat es gepasst.

Schon zuvor habe es Spielgemeinschaften in der Gemeinde gegeben, die aber wieder aufgelöst worden waren, erinnert sich Tyrala. Nun planen die beiden Vereine eine langfristige Zusammenarbeit. „Das soll keine Eintagsfliege werden“, sagt der BVS-Jugendobmann. Das grobe Gerüst stehe, nun gehe es noch um den Feinschliff und eine genaue Planung. „Es gibt noch viel zu tun“, weiß der Sassendorfer, der den SCN lobt: „Wir haben einen tollen Partner und Nachbarn, freuen uns, dass es losgehen kann.“ Zur neuen Saison mit den dann neuen Jahrgängen.

Jonczyk bezeichnet den FC Ense, den Jugendverein aus der Haargemeinde, als Vorzeigeprojekt: „Die haben es richtig gemacht.“ Der SCN-Jugendobmann, seit rund eineinhalb Jahren im Amt, weiß auch, dass noch viel in der Feinplanung der JSG mit dem BVS zu klären ist. Sicher ist seinen Worten zufolge, dass die gemeinsamen Teams zweimal in der Woche trainieren sollen, einmal in Sassendorf, einmal in Neuengeseke. Da habe der neue Kunstrasenplatz im Übrigen für einen großen Zulauf bei den jüngsten Jahrgängen gesorgt: „Die Kinder rennen uns die Bude ein.“ Mit dem neuen Untergrund sei sein Verein gut aufgestellt, gleiches gelte für den Nachbarn, der schon deutlich länger über ein künstliches Geläuf verfügt. „Langfristig wollen wir auch wieder eine A-Jugend“, ergänzt er – und hofft wie Tyrala, dass die corona-bedingten Einschränkungen irgendwann wieder vorbei sind.

„Es wird Zeit, dass es mit dem Sport allgemein wieder aufwärts geht“, hat Jonczyk dabei nicht nur den Fußball im Blick. „Keiner weiß, was nach Corona an Spielern wiederkommt“, sagt Tyrala – und hofft wie sein Pendant auf Neuengeseker Seite, dass sich noch ein paar B-Jugendliche für die SG einfinden.

Kontakt

Lars Jonczyk 0173/5171924, Sebastian Tyrala 0176/31371717.

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