Auswirkungen im Kreis Soest

Bundes-Notbremse: Das Kindertraining ist weitgehend eingestellt

Das Kindertraining beim TuS Jahn Soest ist wieder eingestellt worden.
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Das Kindertraining beim TuS Jahn Soest ist wieder eingestellt worden.

Viele Vereine machen wieder dicht. Nach Einführung der Bundes-Notbremse, nach der nur noch bis zu fünf Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren kontaktfrei unter Anleitung trainieren dürfen (und der Übungsleiter einen negativen Test vorweisen soll), stellt es der Jugendvorstand des BV Bad Sassendorf um den Jugendleiter Sebastian Tyrala seinen Trainern und Übungsleiter frei, ein Training anzubieten.

Kreis Soest – Die D1-, die D2- und eventuell die E-Jugend wollen auch weiter in dieser Sonderform das abgespeckte Training anbieten. „Wir unterstützen das, haben aber auch für jeden Verständnis, der das nicht machen will. Es ist aber auch den Eltern nur noch schwer zu vermitteln. In der Schule dürfen die Kinder mit bis zu 15 Kindern sitzen, aber auf dem Platz nur zu fünft sein. Und wenn die Zahl wieder sinkt, dürfen dann wieder 20 Kinder auf den Platz?“, fragt Tyrala.

Oliver Stein, Trainer der D1-Jugend des BVS, bot am Dienstag auf beiden Spielhälften des Kunstrasenplatzes mit einem weiteren Trainer Übungen in zwei Fünfergruppen an. „Die Spieler werden Passübungen machen, alleine dribbeln und Torschüsse ohne Torwart. Mal sehen, wie das angenommen wird“, erklärt Stein.

Wir stellen alles wieder ein. Tests vor jedem Training; wer bezahlt die denn? Und auch organisatorisch ist das schwierig. Es tut uns leid für die Kinder, aber das ist für uns ein Ding der Unmöglichkeit.“

Gregor Kyeck, Jugendtrainer SpVg Möhnesee

TuS Jahn Soest, JSG Möhnesee und Lippetal hören auf

Beim TuS Jahn Soest heißt es: „Wegen den neuen Coronabestimmungen wird unser Sportplatz an der Werkstraße ab Samstag, 24. April, bis auf Weiteres gesperrt, und es ist kein Training mehr möglich.“
Die JSG Möhnesee, zu der die SpVg Möhnesee und der SuS Günne gehören, haben ihren Trainingsbetrieb ebenfalls wieder beendet.

Gregor Kyeck, Jugendtrainer und Sportlicher Leiter der SpVg, sagt: „Wir stellen alles wieder ein. Tests vor jedem Training; wer bezahlt die denn? Und auch organisatorisch ist das schwierig. Es tut uns leid für die Kinder, aber das ist für uns ein Ding der Unmöglichkeit.“

Wir können als Vereine nicht kontrollieren, ob die Trainer tatsächlich negative Tests haben. Und wenn fünf Kinder ohne Kontakt auf dem Platz zusammenkommen, sieht das nicht mehr nach Fußball aus.“

Martin Stockhofe, Jugendleiter 1. SC Lippetal

Die Jugendspielgemeinschaft zwischen dem 1. SC Lippetal und SG Oestinghausen hat seit Dienstag den Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche ebenfalls eingestellt. „Unter den Bedingungen der Bundes-Notbremse ist für uns kein Trainingsbetrieb mehr möglich“, sagt Martin Stockhofe, Jugendleiter des SCL. „Wir können als Vereine nicht kontrollieren, ob die Trainer tatsächlich negative Tests haben. Und wenn fünf Kinder ohne Kontakt auf dem Platz zusammenkommen, sieht das nicht mehr nach Fußball aus“, erklärt Stockhofe.

Diese Entscheidung ist ihm in Absprache mit den Jugendtrainern beider Vereine nicht leicht gefallen: „Es trifft die Kleinsten. Wir wissen auch, wie hart das für sie ist, wieder auf soziale Kontakte verzichten zu müssen“, sagt Stockhofe.

Die DJK Blau-Weiß Werl-Büderich hat ihr Jugendtraining schon vor zwei Wochen gestoppt. „Vorsorglich, als die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis drei Tage über 100 war“, sagt Julian Meyer, der stellvertretende Jugendleiter. „Es ist schade“, aber die Sicherheit gehe vor. Die Verantwortlichen um Jugendleiter Sascha Fronz stünden in stetigem Austausch. Dass der Verein das Nachwuchstraining nicht mehr anbot, obwohl es mit Kontakt und zu zehnt noch erlaubt war, kam nicht überall gut an. „Wir hatten nicht durchweg positive Resonanz. Zu unserer Überraschung gab es auch Nachrichten von Eltern, warum wir nichts mehr machen würden“, sagt Meyer.

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