Stimmung kocht hoch bei Fans des Soester TV

Nicht gerade zimperlich ging es zwischen dem Soester TV und Mennighüffen zu. Hier kam Kreisläufer Julian Vukoja ausnahmsweise mal frei zum Wurf.
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Nicht gerade zimperlich ging es zwischen dem Soester TV und Mennighüffen zu. Hier kam Kreisläufer Julian Vukoja ausnahmsweise mal frei zum Wurf.

Soest - Selten kochte die Stimmung derart hoch in der Bördehalle wie beim Heimspiel am Kirmessonntag. Das sonst lautstarke, aber doch durchaus faire Publikum des Soester TV war während der zweiten Hälfte beim 26:26 gegen Viktoria Mennighüffen teilweise außer sich.

Pfiffe und „Schieber“-Rufe gegen den Schiedsrichter. Buh-Rufe, Pfiffe und lautstarke Beschimpfungen für Marco Büschenfeld, Mittelmann und Teil des Innenblocks der Gäste, der aus einer hart zupackenden Gäste-Mannschaft besonders hervorstach.

Bei mehreren brutalen Fouls gegen Kim Voss-Fels, Max Loer und auch Fabian Schnorfeil kam er ungeschoren davon, teilweise sogar ohne Pfiff gegen sich. „Die Mennighüffener durften zum Teil machen, was sie wollten“, meinte Soests Trainer Dirk Lohse, der sich benachteiligt fühlte und damit nicht nur die Fouls meinte. Es gab einige merkwürdige Entscheidungen oder aber gar keine Entscheidungen bei Schrittfehlern der Gäste.

„Diese Entscheidungen und Fouls waren mit spielentscheidend, aber eigentlich dürfen wir uns so nicht aus der Ruhe bringen lassen, müssen das Spiel klar gewinnen“, meinte ein sichtlich geknickter Soester Kapitän Max Loer. „Wir haben uns aus der Ruhe bringen lassen, vorne die Geduld verloren.“

45 Minuten lang sahen Loer und Co. wie die sicheren Sieger aus, verloren aber mit einer 21:16-Führung im Rücken den Faden. Ballverluste durch nicht geahndete Fouls, eine sinkende Effektivität aus dem Rückraum und eine nachlassende Defensive sorgten innerhalb von zehn Minuten dafür, dass die Gäste aus Löhne plötzlich wieder im Spiel waren, danach sogar mit zwei Toren führten. „Wir haben hinten den Zugriff nicht mehr gehabt. Dabei haben wir das vorher richtig gut im Griff gehabt“, gab Axel Loer zu Protokoll, der bis dahin prächtig im Innenblock geackert hatte, später aber einfach auch Pech hatte. Denn er und Vukoja hatten noch immer mal wieder die Finger am Ball. Doch statt einen Block zu schaffen fälschten sie den Ball unhaltbar für Lichtenegger oder Muhr ins Tor ab. Einen anderen Abpraller verwertete Mennighüffens Torjäger Kröger, der in der Schlussphase heiß lief – genauso wie ausgerechnet Büschenfeld, der schon lange auf die Tribüne gehört hätte.

Als Mennighüffen drei Minuten vor dem Ende mit einer Zwei-Tore-Führung die Protest- und Buh-Rufer in Haare-Raufer verwandelt hatte, bewies der Soester TV immerhin noch einmal Comeback-Qualitäten. Mit beherzter Defensivarbeit und sieben Feldspielern erzwangen die Soester letztendlich doch noch den Ausgleich – was ja auch ein gutes Signal ist, wie auch Max Loer fand: „Zu Saisonbeginn hätten wir das Spiel wahrscheinlich noch verloren. Und das Gute ist: Wir sind jetzt schon seit drei Spielen ungeschlagen.“ Schon am Freitag in Dortmund kann die Serie ausgebaut werden.

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