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Bezirksliga: RWW der Favorit im Derby gegen Hultrop, SFO erwartet Ahlen zum Gipfeltreffen

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Von: Thomas Müller, Frank Zöllner, Frank Düser

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Fußball, Bezirksliga, SW Hultrop, RW Westönnen
In der vergangenen Saison siegte RW Westönnen mit 3:0 in Hultrop. © Hoffmann, Thorsten

Gipfeltreffen in Ostinghausen: Verfolger ASK Ahlen ist zu Gast beim Spitzenreiter der Bezirksliga. Hultrop tritt zum Derby in Westönnen an - und Bremen muss bei Zweiten in Hüsten ran.

Kreis Soest – Derby am Bahndamm zwischen RW Westönnen und SW Hultrop, SF Ostinghausen erwartet ASK zum Spitzenspiel.

Bezirksliga 7: RW Westönnen – SW Hultrop, So. 15 Uhr am Bahndamm.

Im Vorjahr entführten die Schwarz-Weißen bei den Rot-Weißen einen Punkt (0:0). „Ich glaube, wir haben uns zuletzt daheim immer schwergetan gegen Hultrop“, hat auch Westönnen Co-Trainer Marvin Baum keine guten Erinnerungen an die letzten Gastspiele der Lippetaler.

Vier Siege feierte Westönnen in den bisherigen vier Spielen im Oktober. Diese Serie soll halten. Marvin Baum, der den beruflich verhinderten Christoph Linstaedt vertritt, geht positiv an die Aufgabe heran. „Wir hatten in der Woche mit fast 20 Mann eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Die Stimmung ist gut und Urlauber sowie angeschlagene Spieler kehren in den Kader zurück. Die Voraussetzungen sind also gut. Jetzt müssen wir es nur noch auf den Platz bringen“, sagt Baum, der weiß, dass sein Team in dieser Saison häufig Leistungsschwankungen hatte. „Wir wissen, dass Hultrop mit Bonk, Bzeni und Edler drei gefährliche Spieler in den Reihen hat. Da müssen wir hellwach sein, dürfen nicht viel zulassen“, kennt Baum den Gegner. Doch bei allem Respekt wollen die Gastgeber ihr Spiel durchbringen und der Rolle des Favoriten auch gerecht werden. „Wir bekommen keinen Preis fürs Schönspielen, es geht um Punkte“, fordert Baum die Grundtugenden ein und verlangt von seinem Team unbedingten Siegeswillen.

Tobias Krenz zieht sich aus sportlicher Leitung bei SW Hultrop zurück

Sascha Roreger ist ab sofort alleiniger Sportlicher Leiter bei SW Hultrop nach dem Rücktritt von Tobias Krenz. Die Vereinsführung äußerte sich nicht zu der Entscheidung, Krenz erklärte auf Anfrage: „Die Vorstellungen über die Kommunikation und die sportliche Ausrichtung haben sich auseinander gelebt.“ SW Hultrop sei eine Herzensangelegenheit, die Arbeit habe Spaß gemacht. Persönliche Gründe seien letztlich auch Teil der Entscheidung gewesen. Er ist fest davon überzeugt, dass der Klassenerhalt machbar ist: „Trainer Tobi Edler hat eine klare Vorstellung, welchen Fußball er spielen will und kann mit seiner Erfahrung weiterhelfen und er ist immer noch eine Tormaschine.“ Roreger bleibt zunächst in Personal-Union auch Co-Trainer, hier soll bis zum Winter eine Lösung gefunden werden.

„Die Westönner sind gut drauf, das wird eine Mammut-Aufgabe“, sagt SWH-Trainer Tobias Edler, der sich der Herausforderung gerne stellt. „Ich kenne ein paar Westönner Spieler ganz gut, freue mich auf die Aufgabe“, so der Spielertrainer, der ein „gutes Gefühl“ vor dem Spiel hat. „Wir wollen das Positive aus der Vorwoche mitnehmen, wollen dazu beitragen, dass es ein gutes Fußballspiel wird. Wir wollen uns nicht verstecken, unsere Chancen suchen“, geht der Spielertrainer mit Elan ins Derby.

Bezirksliga 7: SF Ostinghausen – ASK Ahlen, So. 15 Uhr am Waldweg.

„Ende Oktober wissen wir, wo wir stehen“, hatte SFO-Trainer Julian Bober im September gesagt. Danach standen die Spiele in Heessen (5:2), gegen den Tabellenzweiten Kamen (4:1), in Telgte (5:0), in Beelen (4:2) und eben gegen den starken Aufsteiger ASK Ahlen auf dem Programm. Bislang meisterten die Sportfreunde den Monat, bzw die Spiele, mit Bravour. Dies soll sich auch im Spitzenspiel am Sonntag nicht ändern.

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Wie schon im Spitzenspiel gegen den VfL Kamen will der Tabellenführer SF Ostinghausen (hier mit Bömer Schulte) mit ASK Ahlen einen weiteren Verfolger distanzieren. © Uta Müller

Denn während die Ostinghauser sich im Laufe der Saison immer mehr festigten und zuletzt eine beeindruckende Konstanz an den Tag legten, schwächelten die Gäste nach glänzendem Start etwas.

SFO-Trainer Julian Bober erwartet einen spielerisch starken Gast, der gut umschaltet und defensiv gut steht. „Ich glaube, das wird ein enges Spiel. Die werden alles rausholen, um zu punkten. Aber wir sind in guter Form und müssen uns nicht verstecken“, geht Bober das Spiel voller Selbstvertrauen an. „Wir werden sicher versuchen, das Tempo hochzuhalten, wollen viel in die Breite spielen, die Außen einsetzen und Druck machen“, verriet Bober, der darauf setzt, dass sein Team über 90 Minuten den längeren Atem hat.

Bezirksliga 4: SV Hüsten – TuS Bremen, So, 15 Uhr, Stadion Große Wiese.

Landesliga-Absteiger empfängt Bezirksliga-Aufsteiger. Der Tabellenzweite spielt gegen den Drittletzten. Es ist zwar eine Liga, in der Hüsten und Bremen antreten, aber beide Teams trennen 16 Punkte. Klar ist da die Favoritenrolle eindeutig verteilt. Aber Gäste-Trainer Eren Temiz geht dennoch optimistisch in das Nachbarschaftsduell: „Wir freuen uns total darauf und auch auf Klaus Borschel als alten Bekannten aus dem Kreis Soest.“

„Spiele wie gegen Bremen sind immer schwierig“, sagte Borschel jüngst Interview.

In der Vorbereitung trafen beide Teams auf dem Bremer Kunstrasen bei großer Hitze aufeinander – und da siegte der Gast am Ende mit 5:1. „Da müssen wir zur Halbzeit 3:1 führen, da war Hüsten noch in der Findungsphase“, sagt Temiz. Mittlerweile hat sich Hüsten unter Klaus Borschel (früher unter anderem bei RW Westönnen und SVW Soest) und dessen Co. Andreas Kauke aus Büderich stabilisiert und liegt als Tabellenzweiter nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Sundern, gegen den Bremen eine Woche später auf dem Husarenplatz spielt.

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Lennart Kaulmann (links), hier beim 1:5 im Test gegen Hüsten im Sommer), ist wieder fit. © Heinke, Sebastian

Und Temiz will so spielen lassen, wie es Klaus Borschel erwartet: „Wir werden ein bisschen auf Konter setzen. Wir werden sie spielen lassen und uns durch eine starke Defensive versuchen, Sicherheit zu holen. Wir wollen Nadelstiche setzen und wissen, dass sie anfällig sind“, sagt Temiz auch als Reaktion auf das 1:5 gegen den FC Assinghausen am vergangenen Sonntag, als drei Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung zum 0:3-Rückstand führten.

Bezirksliga 7: SV Hilbeck – TuS Freckenhorst, So, 15 Uhr, Willi-Hafer-Stadion.

Es ist ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten, wobei beide Teams zuletzt unterlegen waren. So verlor Freckenhorst mit 2:5 gegen SG Oestinghausen, der SVH mit 1:2 beim VfL Wolbeck. „Verdient“, wie Beck zugeben musste. „Wir haben unter der Woche die Dinge besprochen, die wir besser hinbekommen müssen. Wir müssen die Balance finden und defensive Stabilität, ohne dass gleichzeitig die Offensive darunter leidet“, sagt Beck.

Das habe zuletzt nicht immer gut geklappt – sei aber bei so einem kompletten Umbruch völlig normal und quasi das letzte Puzzleteil. So klappte es beim 5:5 gegen Drensteinfurt und 5:4 gegen Hultrop in der Offensive gut, aber die Zahl der Gegentore zeigen, dass dies zugunsten der eigenen Anfälligkeit ging. Hingegen gab es auch Partien, in denen die Hilbecker hinten sicher standen, dafür aber weniger Durchschlagskraft entwickelten. „Das ist die Thematik, die uns begleitet“, und damit meint Beck auch die Umsetzung der Trainingsinhalte auf das Spielfeld.

Dazu holten die Schwarz-Gelben bislang zehn ihrer 14 Punkte daheim. „Wir waren bislang in keinem Heimspiel unterlegen“, sagt Beck.

Freckenhorst hält er für eine Mannschaft, die über eine gute Offensive und ein gutes Umschaltspiel verfügt. „Wir wissen aber auch, in welche Räume wir die Bälle spielen müssen“, so der Trainer.

Allerdings hat der Gastgeber in der Abwehr personelle Probleme. So fallen Fynn Baetzel und Eemzi Ulas (5. Gelbe) gesperrt aus, dazu fehlt Daniel Freitag mit Kniebeschwerden. Mats Benecke ist zudem fraglich.

Bezirksliga 7: SG Oestinghausen – BW Beelen, So, 15 Uhr, Rasenplatz an der Gemeinschaftshalle.

Wenn Carsten Scholle an Beelen denkt, dann hat er nur gute Erinnerungen: „Wir sind da vor 20 Jahren in die Landesliga aufgestiegen, da habe ich auch noch mitgespielt.“ Mittlerweile ist Scholle Co-Trainer und sein Sohn spielt für SG Oestinghausen – nach einigem Auf und Ab allerdings in der Bezirksliga. Von einem Aufstieg in die Landesliga träumen sie bei den Schwarz-Gelben derzeit aber nicht, sie sind viel mehr glücklich und zufrieden, mit zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen, erst einmal aus dem Tabellenkeller geklettert zu sein. Das Auftaktprogramm hatte es aber auch in sich.

„Wir hatten zuletzt aufsteigende Form. Und die Punkte aus dem Spiel gegen Wolbeck haben wir uns in Freckenhorst wieder geholt, mit einer der besten ersten Hälften seit langer Zeit“, gibt Scholle zu Protokoll. Zweikampfverhalten, Pressing, läuferischer Aufwand, Einsatzbereitschaft – alles habe gestimmt bei Oestinghausen und zu diesem Auswärtssieg geführt.

Während es bei SGO langsam wieder aufwärtsgeht, ist der Trend nicht gerade der Freund des Aufsteigers aus dem Münsterland. Nach tollen Saisonstart ging es zuletzt immer weiter runter in der Tabelle.

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