Bärenstarke Abwehr: STV siegt auch deutlich in Gevelsberg

Robin Bekel freute sich kurz vor Schluss schon ausgelassen, Trainer Dirk Lohse rief noch Anweisungen beim klaren Sieg des Soester TV in Gevelsberg. - Foto: Rusche
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Robin Bekel freute sich kurz vor Schluss schon ausgelassen, Trainer Dirk Lohse rief noch Anweisungen beim klaren Sieg des Soester TV in Gevelsberg. - Foto: Rusche

Gevelsberg - Was Tabellenführer SG Menden nicht gelang, die Handballer des Soester TV schafften es: Einen Sieg bei der HSG Gevelsberg-Silschede. Und der fiel nach einer bärenstarken Leistung auch noch überaus deutlich aus.

Mit einem 33:22 (16:8) wurde die Siegesserie auf fünf Spiele in Folge ausgebaut. Der fünfte Platz wurde damit gefestigt.

Hochkonzentriert trat der STV in Gevelsberg auf, stand in der Deckung wieder einmal ganz hervorragend, rackerte und ackerte und ließ so die Offensive des Gastgebers nicht ins Spiel kommen. Mit zwei Siebenmetern drehte Max Loer, der alle seine sechs Siebenmeter verwandelte, das Spiel nach 0:1-Rückstand schnell. 

Tabelle

Gevelsberg nahm früh eine Auszeit, brachte in der Folge im Angriff einen siebten Feldspieler für den Torwart – das nutzten die Gäste zu zwei Treffern ins leere Tor, während die Überzahl im eigenen Angriff Gevelsberg auch nicht half gegen die einfach bärenstarke Soester Deckung. „Das haben sie dann schnell gelassen“, so STV-Trainer Dirk Lohse nach dem Spiel zufrieden.

Auf der anderen Seite lief es in der Soester Offensive rund, verwandelte Max Loer Siebenmeter sicher, setzte sich Axel Loer mehrfach gut in Szene. So setzten sich die Schlüsselträger nach und nach ab. Auch eine Verletzung von Vukoja, der am Kreis hart genommen wurde und mit dem Kopf kräftig auf den Boden aufschlug, bremste die Soester nicht. Vielmehr trumpfte nun Anton Schönle in seiner unnachahmlichen Art und Weise auf, holte wieder Siebenmeter heraus, traf selber. Und in den letzten Minuten vor der Pause tankte sich Max Loer noch zweimal durch, erhöhte auf ein 16:8 nach 30 Minuten.

Handball-Oberliga STV-HSG Gevelsberg-Silschede 33:22

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Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte Gevelsberg zwar auf 10:16. Aber die Schlüsselträger ließen sich davon nicht beirren, zogen ihre Linie durch. Die Abwehr stand weiter ausgezeichnet, wozu auch der A-Jugendliche Jan Ole Zülsdorf in seinem ersten Spiel bei den Senioren beitrug. Veit Lichtenegger im Tor unterstrich seine starke Form, parierte einmal mit dem Fuß, als er bei einem Nachwurf schon in die andere Ecke unterwegs war, lenkte so den Ball an die Latte. Robin Bekel mit einem Tor von Außen und Schönle im Fallen stellten den Acht-Tore-Abstand wieder her – auf der Gevelsberger Bank wurde es laut, so dass der Schiedsrichter einwirken musste, die Heim-Zuschauer aber stellte der STV ruhig.

Die Gäste bauten ihre Führung weiter aus, hatten das Geschehen jederzeit fest im Griff und durften schon lange vor Spielende feiern. Ärgerlich dabei, dass es einige Härten der Gevelsberger gab, eine führte sogar zu einer Disqualifikation für Kliche, der Max Picht beim Tempogegenstoß gefoult hatte.

„So klar hatte ich das nicht erwartet“, freute sich Trainer Dirk Lohse nach dem Spiel, während seine Mannschaft von den rund 50 mitgereisten Fans, die gut Stimmung gemacht hatten, gefeiert wurde. „Unsere Abwehr war wieder superstark heute und die Basis für den Sieg“, hatte er nach dem starken Auftritt im Grunde nichts zu bemängeln. Von dem Substanzverlust, den er befürchtet hatte, war nicht zu sehen – und jetzt gibt es erstmal eine Pause.

HSG: Scholz, Olschinka, Temp, Lindemann, Wohlgemuth (1), Müller (3), Stippel (2), Kliche (1), Schmitz (1), Dudczak (2), Fleischhauer (3), Schrouven (6), Rauhaus (3).

STV: Muhr, Lichtenegger; Gran (1), Schnorfeil (2), Wolff (1), A. Loer (6), Picht (1), Vukoja, Schönle (10), Zülsdorf, R. Bekel (3), M. Loer (9/6), Franke.

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:3 (5.), 3:8 (18.), 4:12 (21.), 8:16 (Halbzeit) – 10:16 (33.), 10:19 (36.), 13:24 (46.), 16:25 (49.), 18:30 (55.), 22:33 (Ende).

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