"Ausbildungsverein" SG Oestinghausen startet mit 28 Spielern in die Vorbereitung

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Die Neuzugänge bei der TuS SG Oestinghausen (oben von links): Der sportliche Leiter Felix Klein, Nick Weber, Luke Eickelberg, Willem Schulze, Trainer Dierk Meincke, (unten von links) Marius Vogel, Sebastian Schlief und Janis Risse.

Oestinghausen – Als erster der sechs heimischen Bezirksligisten ist der TuS SG Oestinghausen in die Vorbereitung für die Saison 20/21 gestartet – wobei aktuell noch niemand genau weiß, wann diese beginnen wird.

28 von 28 Akteuren aus dem Kader erschienen auf dem top-gepflegten Rasenplatz an der Wiltroper Straße. So war es ein imposantes Bild, als Trainer Dierk Meincke seine Spieler auf die neue Saison einschwor. Der Achtplatzierte der durch die Corona-Pandemie bedingten Abbruchsaison in der Bezirksliga 7 nennt kein explizites Saisonziel.

 „Wir wollen uns taktisch und individuell weiterentwickeln und auch mehr Konstanz reinbekommen“, sagt der 44-jährige Trainer, der in seine zweite Saison an der Gemeinschaftshalle geht. Habe sein Team bislang eher Wert auf Konter und defensive Stabilität gelegt, „wollen wir nun unser Spiel im letzten Drittel verbessern und dort den Ball besser zirkulieren lassen“, nennt er eine der Hauptaufgaben für die neue Saison. 

Helfen soll dabei auch der mit 24 Jahren älteste Neuzugang. Denn Nick Weber kommt mit der Empfehlung von neun Saisontoren vom Ligarivalen SuS Cappel. Als Beispiel für eine größere Stabilität führt Meincke die „extremen Schwankungen“ in der vergangenen Saison an. Auf eine Phase mit 22 Gegentoren bei vier Niederlagen in Serie folgten sieben Partien ohne Pleite mit nur drei Gegentoren. „Das kann man doch nicht erklären. Das müssen wir wegbekommen“, sagt Meincke.

 Dass sich die Spieler bei SGO individuell verbessern können, zeigten die beiden vor der vergangenen Saison aus der B-Liga gekommenen Alexander Gottwald und Patryk Jakim, die sich zu Stammspielern entwickelten. 

Großes Funktionsteam 

Und so ist Meinckes Ansatz, ein junges Team mit einem großen Zusammenhalt durch ein umfassendes Trainerstab so zu schulen, dass es besser wird und sich weiterentwickelt und damit automatisch eine gute Saisonplatzierung herauskommen müsse. So sieht er die SGO als Ausbildungsverein.

 In der vermutlich neunwöchigen Vorbereitung gebe es keine festgelegten Blöcke. „In der modernen Trainingslehre sind die einzelnen Elemente miteinander verwoben“, sagt Meincke. Damit die erarbeiteten Trainingsinhalte auch umgesetzt werden können, gibt es Vielzahl an Testspielen. „Damit halten wir auch die Motivation bei den Spielern hoch“, ist Meincke überzeugt, dass diese ungewöhnlich lange Vorbereitung keine negativen Auswirkungen auf seine Spieler haben wird mit der Ungewissheit des ungewissen Saisonstartes.

Trainingslager am Platz 

Zudem haben die Schwarz-Gelben keine Abgänge zu verzeichnen. Bei den Oestinghausern gebe es einen großen Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn. „Da verabreden sich die Spieler schon einmal eine halbe Stunde vor dem Training, um die Hecke am Platz zu schneiden“, nennt Meincke ein Beispiel: „Das ist der Punkt, warum keiner gewechselt ist. Und das macht mich stolz.“ 

Als Nächstes soll in Eigenleistung ein Biergarten am Rasenplatz entstehen, um die Aufenthaltsqualität für Zuschauer während der Spiele zu erhöhen. Dazu gibt es Funktionsteam mit Co-, Torwart und Athletiktrainerin. „Das ist auch ein Grund dafür, dass wir nur eine Muskelverletzung in der vergangenen Saison hatten“, meint Meincke. Er hat zudem den Kader gezielt verstärkt. So kommen neben Nick Weber noch Mittelfeldspieler Sebastian Schlief von Germania Hovestadt, Offensivspieler Jannis Risse von SW Hultrop, Verteidiger Luke Eickelberg von Westfalia Rhynerns U19 und Mittelfeldspieler Marius Vogel vom Ligarivalen SV Westfalia Soest. 

Dazu erhält Willem Schulze aus der eigenen Jugend eine Chance. In seinen Vorbereitungsplan hat Meincke ein dreitätiges Trainingslager (24. bis 26. Juli) auf der eigenen Platzanlage eingebettet – mit zwei Testspielen, mehreren Trainingseinheiten und der Bestimmung der Mannschaftskapitäne. 

Zudem stehen die Kreispokalspiele aus der vergangenen Saison aus – erst das Halbfinale bei A-Kreisligisten BW Büderich. „Wenn wir vor der Saison noch einen Titel gewinnen würden, wäre das mega-geil“, blickt Meincke voraus.

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