Nach acht Spieltagen war Schluss

Annullierte Saison in der Bezirksliga 7: Ein Ballermann und ein Blitzstart

Kaum zu stoppen war in den ersten acht Saisonspielen Nick Weber vom Spitzenreiter SG Oestinghausen (hier gegen Westönnens Stefan Schwarze) und erzielte 17 Tore.
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Kaum zu stoppen war in den ersten acht Saisonspielen Nick Weber vom Spitzenreiter SG Oestinghausen (hier gegen Westönnens Stefan Schwarze) und erzielte 17 Tore.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat die Saison 2020/2021 annulliert. Damit sind auch die 61 einzelnen Ergebnisse in der Bezirksliga 7, in der die Fußballteams aus dem Kreis Soest antraten, für ungültig erklärt.

Kreis Soest – Einen Meister sowie Auf- und Absteiger gibt es zwar nicht, aber rückblickend den einen oder anderen interessanten Aspekt.

Ununterbrochen: Immerhin elf der 16 Teams in der Staffel blieben bis zur Unterbrechung Ende Oktober von Corona-bedingten Spielabsagen verschont. Dazu zählten mit dem TuS SG Oestinghausen, dem SV Westfalia Soest, RW Westönnen, SW Hultrop und dem SC Sönnern gleich fünf heimische Mannschaften. Lediglich die SF Ostinghausen waren betroffen. Deren Partie vom 7. Spieltag bei der Hammer SpVg II fiel aus, weil es im Umfeld der Sportfreunde Mitte Oktober einen Covid-19-Fall gab.

Ungeschlagen: Nur zwei Teams schafften es, ohne Niederlage zu bleiben. Beide kommen aus dem Kreis Soest. Oestinghausen gewann sieben Spiele und spielte einmal unentschieden, der SVW Soest musste sich zweimal mit einer Punkteteilung zufriedengeben.

Torreich: Gleich am zweiten Spieltag der Saison hagelte es Tore in der Staffel 7. 45 Treffer fielen in den acht Partien – also 5,6 im Schnitt. Die torreichste Begegnung war die zwischen Germania Lohauserholz und dem SV Neubeckum (7:3). Auch der SVW Soest (6:2 gegen die SF Ostinghausen) und Westönnen (8:0 in Liesborn) ließen ihre Offensivqualitäten aufblitzen.

Torarm: Relativ wenig passierte am 5. Spieltag, als nur 28 Tore fielen. An der Flaute waren vor allem der SV Neubeckum und der SVW Soest beteiligt, deren Duell torlos endete. Es war die einzige der insgesamt 61 Partien, in der kein Treffer fiel.

Wenn Lars Werthschulte gespielt hätte, hätte er wahrscheinlich auch fünf Tore gemacht.“ 

Dierk Meincke, Trainer SG Oestinghausen ber Nick Webers sechs Treffer beim 7:0 gegen Sünninghausen.

Ballermann: Auch die beiden besten Torjäger der Bezirksliga 7 laufen für Mannschaften aus dem Kreis Soest auf. Nick Weber, der in der Vorsaison noch das Trikot des Konkurrenten SuS Cappel getragen hatte, schlug gleich 17-mal zu – und in jedem Spiel mindestens einmal. Einen Sahnetag erwischte der Goalgetter am 13. September 2020. Im Heimspiel gegen Sünninghausen (7:0) erzielte er sechs Buden. Trainer Dierk Meincke relativierte das Ganze damals gegenüber dem Anzeiger: „Wenn Lars Werthschulte gespielt hätte, hätte er wahrscheinlich auch fünf Tore gemacht.“ Zwei Wochen später freute sich Weber über einen Dreierpack gegen Westönnen (4:1). Beim SVW Westfalia Soest ragte Mario Jurss mit 13 Toren heraus. Er schaffte gleich drei Dreierpacks – zum Auftakt in Freckenhorst, gegen Ostinghausen und in Sünninghausen.

Blitzstart: Beeindruckend war die Leistung, die die Westönner Mitte September in Liesborn in der ersten halben Stunde ablieferten. Nach 28 Minuten stand es bereits 6:0 für die Jungs um Kapitän Christopher Clarysse, am Ende wie bereits erwähnt 8:0.

Aufgedreht: Ein kleines Kunststück gelang SG Oestinghausen gleich am 1. Spieltag. Die Elf von Coach Meincke lag bei der SG Telgte nach 26 Minuten und auch zur Pause mit 0:2 zurück und drehte die Partie in der zweiten Halbzeit mit vier Treffern (4:2).

Erlösung: Lange musste der SC Sönnern auf seinen ersten und am Ende auch einzigen Sieg warten. Im Heimspiel gegen den VfL Wolbeck Ende Oktober – es war der bis heute letzte Auftritt des Sport-Clubs – ließ Frank Vollenberg seine Truppe jubeln. Erst glich er aus, in der Nachspielzeit drehte er das Spiel mit dem zu dem Zeitpunkt immens wichtigen 3:2 endgültig.

SFO-Trainer Rüdiger Hötte wird nach seinem Knockout im Spiel bei SVW Soest gestützt und vom Platz geführt.

Ausgeknockt: Rüdiger Hötte wurde in der Partie seiner Mannschaft in Soest vom eigenen Spieler ausgeknockt. Der Coach hatte einen in Richtung Seitenaus fliegenden Ball abfangen wollen, als Mittelstürmer Mustafa Daoud in ihn hinein rauschte. Der hatte versucht, das Leder mit ausgestrecktem Bein zu erreichen. Hötte stürzte und prallte mit dem Hinterkopf aufs Pflaster. Für den Trainer war das Spiel damit vorzeitig beendet. „Auf einmal war es dunkel, ich kann mich an so gut wie nichts mehr erinnern!“, sagte Hötte anschließend und klagte über Nacken-, Kopf- und Bauchschmerzen.

Durchgestartet: Aufsteiger SF Ostinghausen führte im ersten Saisonspiel 2:0 gegen Cappel, kam aber nicht über ein 2:2 hinaus und ging dann in Soest mit 2:6 unter. In der Folge blieben die Jungs von Rüdiger Hötte aber fünfmal nacheinander ungeschlagen und holten in dieser Zeit starke 13 Punkte. Zur Belohnung ging es in der Tabelle rauf auf Rang vier.

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