Fußball-Trainer aus Werl

Andreas Zimmermann neuer Trainer beim Wuppertaler SV

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Andreas Zimmermann aus Werl – hier mit den zwei Familienhunden Bonita (rechts) und Emma – ist neuer Trainer beim Wuppertaler SV.

Werl – Der Werler Andreas Zimmermann wird neuer Trainer beim Traditionsverein Wuppertaler SV, der in der Regionalliga West spielt. Der Fußballlehrer wurde in dieser Woche vom sportlichen Leiter des Vereins, Karsten Hutwelker, vorgestellt.

Der 49-Jährige wohnt seit rund 15 Jahren im Soester Kreisgebiet, alleine zwölf Jahre davon in Werl. Zuvor war er in Ense beheimatet. Durch seine Zeit als Spieler bei LR Ahlen zog es den gebürtigen Berliner in die Wallfahrtstadt. „Durch gute Lage und wegen ein paar guter Freunde hat es uns hierhin verschlagen“, erzählt der Fußballlehrer.

Zurzeit ist er mit der Planung für seinen neuen Verein beschäftigt. „Ich sitze gerade auf meiner Terrasse und erstelle die Trainingspläne“, beginnt er das Gespräch. Die Zeit dafür ist kurz. Schon am Montag beginnt die Saisonvorbereitung für den Sönneraner und den noch kleinen Kader. Da wird das junge Team noch nicht komplett sein. Nur drei Spieler der abgelaufenen Saison werden dem Verein erhalten bleiben.

„Unsere Mannschaft wird in der kommenden Saison sehr jung sein. Auf die Aufgabe, mit talentierten Spielern zu arbeiten, freue ich mich besonders“, schaut Zimmerman nach vorn.

25 Spieler sollen letztlich dem Kader angehören. Da fehlen dem Werler allerdings noch elf Spieler, die er bis zum Saisonbeginn noch finden muss. Auf Rosen ist der Traditionsverein nicht gebettet. Wegen der finanziellen Probleme kann sich der Verein keinen teuren Spieler leisten. Deswegen soll der Neuaufbau mit jungen Spielern vollzogen werden. „Ich weiß, dass der WSV keine schönen Zeiten hinter sich hat, aber das ist Vergangenheit und ich will mit der Mannschaft den nächsten Schritt machen und schnell ins gesicherte Mittelfeld rutschen“, freut sich der gebürtige Berliner auf bevorstehenden Aufgaben. „Aber es wird sehr schwer und wir müssen alle hart arbeiten und Engagement zeigen.“

In der deutschen Hauptstadt hat er gerade sein letztes Engagement als Trainer beendet. Ein Jahr war er als Coach des VSG Altglienicke an der Linie im Einsatz. „Ich hatte eigentlich noch ein Jahr Vertrag beim Berliner Nord-Ost-Regionalligisten. Allerdings stimmten einige zuvor versprochene Abmachungen nicht mehr und wir haben den Vertrag aufgelöst.“

Schnell kam die Verbindung zu seinem Freund Karsten Hutwelker zustande. „Wir haben ständigen Kontakt und jetzt passte es, dass wir bald gemeinsam zusammenarbeiten“, so Zimmermann. Als Trainer war er vorher in der Regionalliga bei RW Oberhausen und Carl Zeiss Jena tätig. Erste Station als Fußballlehrer war die Jugend des FC Ingolstadt. Dort war er Trainer der U19 und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Bei LR Ahlen begann seine Zeit als Trainer. Hier coachte er die U23 und half als Interimstrainer in der zweiten Liga aus. „Leider hatte ich damals noch nicht die Lizenz zum Fußballlehrer, sonst wäre ich Trainer in Liga Zwei geblieben“, trauerte er die Zeit hinterher. Die Liebe zu LR Ahlen hat er nie verloren. Von 1996 bis 2002 spielte er dort und feierte viele Aufstiege mit dem Club. Sein größter Erfolg war der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Ein weiterer Werler wird seinem Team demnächst angehören. Adriano Ciallella soll als Scout fungieren und Talente für ihn entdecken. Andreas Zimmermann ist überzeugt, dass er trotz der Situation gute Spieler bekommt. „Wir sind ein Traditionsverein und spielen im Schnitt vor 2500 Zuschauern. Wenn wir ein Derby gegen RW Essen oder Topspiele wie gegen Alemania Aachen haben, ist es mit 15 000 Zuschauern ausverkauft. Das muss doch jeden Spieler reizen“, bleibt er gelassen.

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