Abstieg für SW Hultrop rückt nach Derby-Pleite immer näher

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Nico Scholz (rechts) hatte das 1:0 für SG Oestinghausen im Derby gegen SW Hultrop geschossen. Mit dem 4:0-Sieg holte SGO drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Hultrop – Sein Gesicht tief in den Händen vergraben, saß Dirk Sellemerten, Trainer von SW Hultrop, bereits in der ersten Halbzeit auf der Trainerbank. Nach dem Spiel sanken auch Teile seiner Mannschaft erschöpft und leer zu Boden. So langsam dämmerte es ihnen, den Abstieg aus der Bezirksliga können sie in dieser Saison wohl nicht mehr verhindern.

Nach der 0:4-Packung gegen Nachbar SG Oestinghausen beträgt der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze mittlerweile zehn Punkte. „Solange es rechnerisch noch möglich ist, werden wir nicht aufgeben“, sagte Sellemerten nach dem Spiel, fügte aber gleich hinzu: „So wie wir uns heute präsentiert haben, brauchen wir uns überhaupt keine Illusionen machen.“

Einmal mehr trug die Verletzungsmisere ihren Teil zur miserablen Vorstellung bei. Beim ersten Treffer stand die Sellemerten-Elf nur mit zehn Spielern auf dem Feld, weil Kapitän Benedikt Flecke behandelt werden musste – für ihn war das Spiel nach elf Minuten schon wieder vorbei. Mit Marcel Söhnholz hatte sich ein Abwehrspieler bereits am frühen Sonntag mit Rückenschmerzen abmelden müssen. Dennoch ging der SWH-Trainer eigentlich optimistisch in die Partie, denn auf dem Papier konnte sich die erste Elf der Hultroper durchaus sehen lassen. Aber von Beginn an lief es gegen seine Mannschaft, die dem Tempofußball der Gäste in der ersten Halbzeit kaum gewachsen war.

Bei einem Blick auf das Restprogramm ahnen die Verantwortlichen Böses: Am Donnerstag gastiert Tabellenführer Bockum-Hövel an der Heintroper Mühle. Sonntag geht es zur Regionalliga-Reserve aus Wiedenbrück, Tabellenzweiter und mit Ambitionen auf den Aufstieg. Damit könnte am Wochenende die Rückkehr in die Kreisliga A zur Realität werden. Und so richtig an den Klassenerhalt zu glauben scheint in Hultrop niemand mehr.

Auf der Gegenseite war die Erleichterung riesengroß: Oestinghausen freute sich über die drei Punkte und die Ergebnisse der Konkurrenz. Die Schwarz-Gelben waren die einzige Mannschaft im Tabellenkeller, die dreifach gepunktet hat. Sechs Punkte beträgt der Abstand bei noch vier ausstehenden Spielen auf die Warendorfer SU, die den ersten Abstiegsplatz belegt. Zwar ist das Restprogramm der WSU deutlich einfacher, aber die Mannschaft von SGO-Trainer Günter Jochheim hat das Momentum auf ihrer Seite. Sollte sie an die bärenstarke erste Halbzeit aus dem Hultrop-Spiel anknüpfen können, sollte der Meister der letztjährigen A-Liga-Spielzeit den Klassenerhalt eintüten können. „Die Mannschaft hat die Situation gut angenommen“, sagte Jochheim, der noch einmal darauf hinwies, wie wichtig der Sechs-Punkte-Vorsprung bei den anstehenden Aufgaben noch werden kann.

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