Alex Brauckmann hört auf bei Soester Handballern

Eine Menge Widerstand hatten die Handballer des Soester TV, hier Julian Vukoja, am Freitagabend beim Sieg in Bielefeld zu überwinden.
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Eine Menge Widerstand hatten die Handballer des Soester TV, hier Julian Vukoja, am Freitagabend beim Sieg in Bielefeld zu überwinden.

Bielefeld - „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, jubelten die Oberliga-Handballer des Soester TV am Freitagabend nach dem Auftritt bei der TSG Altenhagen-Heepen in Bielefeld. Mit einer starken Vorstellung hatte der STV den Tabellenvierten mit 31:25 bezwungen und einen optimalen Start in die Rückrunde hingelegt. In den Jubel mischte sich aber auch ein wenig Abschiedsschmerz.

Denn bald ändert sich der „Gesang“ im Jubel-Kreis der Soester in ein „Alex, Alex, Alex!“ Gemeint war Alex Brauckmann. Der 33-jährige Rechtsaußen wird nämlich ab sofort nicht mehr für die Soester auflaufen. Der Dortmunder arbeitet in Bochum, schaffte es in der abgelaufenen Saison teilweise gar nicht mehr und nur noch mit Mühe, regelmäßig zum Training. Hinzu kamen in den letzten Wochen auch noch Schulterprobleme. So kam er nicht mehr auf besonders viel Einsatzzeiten. „Ich habe gute Gespräche mit Marsel Tonneau und Dirk Lohse geführt. Dass ich jetzt in Soest aufhöre, war für alle Beteiligten die beste Lösung“, erklärt Brauckmann. Böses Blut gebe es beim besten Willen nicht.

Brauckmann will sich jetzt erst einmal so fit halten, obwohl er eigentlich direkt für einen neuen Verein spielberechtigt wäre. „Ich suche mir für die neue Saison etwas in Dortmund“, verrät er. Das würde den Stresspegel für ihn deutlich senken, die Fahrten über die A44 nach Osten in Richtung Soest spart er sich dann schon einmal.

Gutes Gefühl für die Rückrunde des STV

Ganz weg aus Soest wird er damit aber nicht sein. „Vielleicht sieht man sich ja noch mal dort“, sagt er – denn den alten Weggefährten drückt er weiter die Daumen. Und er hat ein richtig gutes Gefühl für die Rückrunde in Soest. „Es hat sich ja schon vor Weihnachten angedeutet, dass die Form nach oben zeigt. Der Sieg gegen Sundwig-Westig war schon verdient. Auch in Spenge hat sich das bestätigt, von dem zehnminütigen Aussetzer einmal abgesehen“, sagt Brauckmann. Gegen Altenhagen war es da fast schon logisch, dass die Soester gewinnen würden, wenn sie so weitermachten. „Der STV wird eine wesentlich bessere Rückrunde spielen. Mit dieser Mannschaft darfst du eigentlich auch nicht Zehnter sein.“

Jetzt werde die Mannschaft für die harte Arbeit und die gute Entwicklung belohnt: „Es haben sich Dinge gefestigt, Leistungsträger haben in die Spur gefunden.“ Das bekamen die auf dem Papier favorisierten Bielefelder zu spüren. Abgesehen von einer etwas wackeligen Abwehr in der Anfangsviertelstunde präsentierte sich Soest richtig stark und vor allem in kritischen Phasen – wie doppelten Unterzahl-Situationen oder nach dem Ausscheiden von Bekel oder Vukoja – gefestigt. „Was wir konzentriert gespielt haben, haben wir auch gut umgesetzt“, lobte Trainer Dirk Lohse. Dazu kann man fast alle Angriffs-Formationen zählen: Ob zu fünft in Unterzahl, zu sechst oder zu siebt – Tempospiel, Kreisläuferspiel oder gebundenes Spiel. Das sah alles richtig gut aus.

Sonntag Heimspiel gegen VfL Gladbeck

Doch die Saison ist noch lang und die gefährdeten Plätze sind nicht so weit weg. Am kommenden Sonntag kommt das nächste Spiel gegen ein Topteam der Liga, wenn der VfL Gladbeck in der Bördehalle zu Gast ist (17.30 Uhr). Dann kann der STV die gute Leistung auch vor eigenem Publikum bestätigen, muss dafür aber die Topleistung konservieren. Vielleicht dann auch wieder mit Alex Brauckmann, dann allerdings nur noch als Fan auf der Tribüne.

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