Alternative Routen durch den Kreis Soest

22 Teilnehmer beim Silvesterlauf-Marathon

Am Silvesterlauf-Marathon beteiligten sich 22 Teilnehmer.
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Am Silvesterlauf-Marathon beteiligten sich 22 Teilnehmer.

Kreis Soest – 45 Marathonis hatten sich schon angemeldet, nachdem der Welveraner Dauerläufer Frank Pachura die zweite Auflage des Silvesterlauf-Marathons geplant hatte. Als mit Beginn des zweiten Lockdowns klar wurde, dass es nichts werden würde mit dem Lauf über gut 42 Kilometer von Soest über Welver und Werl zurück nach Soest, steckten Pachura und Co. aber nicht den Kopf in den Sand. Vielmehr organisierten sie online eine Alternative.

Daran beteiligten sich 22 Läufer, die beginnend an den letzten Dezember-Tagen bis zum vergangenen Sonntag die Gelegenheit wahrnahmen, die von Pachura und seiner Lebensgefährtin Kerstin Greb ausgetüftelte Strecke auf Schusters Rappen zurückzulegen. Die Route war 500 Meter länger als im Vorjahr, betrug 43,5 Kilometer. „Wir haben die alte Bundesstraße 1 rausgelassen“, wollte Pachura jegliche Risiken auf dieser Hauptverkehrsstraße vermeiden, die normalerweise an Silvester für die vierstellige Teilnehmerzahl stets komplett gesperrt wird zwischen Werl und Soest.

Diesmal führte die Alternativroute ab Werl über Westönnen, Mawicke, Ostönnen, Enkesen und Paradiese nach Soest. „Es waren stets asphaltierte Feldwege“, betonte Pachura, der mit Greb zum Abschluss am Sonntag noch den finalen Besenlauf über die Strecke absolvierte. Aus dem Kreis Soest waren noch am Start Michael Ziemba aus Mawicke, Günter Zipplies aus Soest und Bastian Hörnig von der LG Deiringsen. Schnellster Läufer war Toni Hecker aus Ohne bei Bad Bentheim, der nach 3:29 Stunden die 43,5 Kilometer bewältigt hatte.

Die Teilnehmer starteten nicht alle in Soest, sondern wählten auch Werl oder Welver als Start- und Zielpunkt. „Letztlich kam es darauf an, die Strecke zu laufen“, so Pachura, der für alle Teilnehmer, die zum Teil von weither angereist waren, Urkunden kreierte, die diese auf seiner Internetseite herunterladen konnten.

Der Welveraner zeigte sich hochzufrieden mit der Resonanz in diesen so ungewöhnlichen Zeiten. „Es wurde aber auch deutlich, wie traurig alle waren, dass wir nicht gemeinsam laufen konnten“, erinnerte Pachura an das Gruppenfoto, das vor einem Jahr vorm Forum der Völker in Werl vom Anzeiger gemacht worden war. „Irgendwie ist es nach diesem Jahr auch schwer vorstellbar, wieder einmal mit 5000 Leuten dicht gedrängt auf den Startschuss zu warten“, sagte Pachura: „Wir haben uns so an das Leben auf Distanz gewöhnt.“

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