Nach knapper Niederlage

Fiese Tricks? Deutscher Handball-Keeper geht auf Spanier los: „Sowas habe ich selten gesehen“

Handball-Keeper Johannes Bitter macht Gegner Spanien schwere Vorwürfe.
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Handball-Keeper Johannes Bitter macht Gegner Spanien schwere Vorwürfe.

Die deutschen Handballer mussten bei Olympia eine bittere Niederlage hinnehmen. Torwart Johannes Bitter unterstellt den Spaniern Unsportlichkeit.

Tokio - Denkbar knapp mit 27:28 verlor das deutsche Handball*-Team ihr Auftaktspiel bei Olympia* gegen Spanien. Die DHB-Spieler waren nach der Schlusssirene mächtig angefressen. Neben den fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen kritisierte Torhüter Johannes Bitter auch das Verhalten des Gegners Spanien.

„In den letzten zwei Minuten sind Sachen passiert, die man im Handball nicht sehen möchte“, schnaubte er am ZDF-Mikrofon. Er unterstellt den Spaniern fiese Tricks und Unsportlichkeit. „Wir haben einen Gegenspieler gesehen, der mit Absicht den Ball nass macht, damit wir einen Nachteil haben und eventuell technische Fehler machen. Vielleicht spielt man so auf diesem Niveau“, meinte Bitter sarkastisch.

Olympia: Deutsche Handballer verlieren gegen Spanien - Strittige Schiedsrichter-Entscheidungen

Zweieinhalb Minuten vor Schluss lag die deutsche Mannschaft noch in Führung, dann drehten die Spanier das Spiel auf den letzten Drücker. Ausschlaggebend für die Niederlage waren laut Bitter zwei späte Fehlentscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns. „Ich muss es mir nochmal anschauen, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass das so entschieden werden muss.“

Auch Spielmacher Philipp Weber konnte es nicht fassen. „Ich bemühe mich gerade, Worte zu finden, weil ich echt sauer bin“, sagte er. Nach dem Ausgleich der Spanier wurde ein Tor von Linksaußen Marcel Schiller wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls nicht anerkannt. Beim spanischen Siegtreffer übersahen die Schiedsrichter wohl einen Schrittfehler. Kurz vor Abpfiff wurde erneut auf Stürmerfoul entschieden - dieses Mal gegen Steffen Weinhold.

Olympia: Experte Pascal Hens nach Pleite der Handballer „stinksauer“ auf Unparteiische

Auch ZDF-Experte Pascal Hens nahmen die Szenen sichtlich mit. „Ich bin immer noch auf 180, wenn ich die Schlussszenen sehe. Diese Entscheidungen kann ich nicht akzeptieren und machen mich stinksauer“, wütete er. Er sprach gar von einem „skandalösen Urteil“.

Trotz allem stehen die deutschen Handballer am Ende - genauso wie die Fußballer - mit null Punkten da. Im nächsten Spiel gegen Argentinien steht die Mannschaft von Alfred Gislason bereits unter Druck. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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