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14-jähriger Junge wird nach WM-Feier in Frankreich getötet: Autofahrer auf der Flucht

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Von: Christoph Klaucke

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Ein 14-jähriger Junge wurde nach dem WM-Halbfinale bei einer Jubelfeier in Montpellier von einem Auto angefahren und kam ums Leben. Vom Fahrer fehlt jede Spur.

Montpellier – Bei der WM 2022 kam es zu einem tragischen Todesfall. Nach dem Sieg von Frankreich gegen Marokko im Halbfinale am Mittwochabend wurde ein 14-jähriger Junge in Montpellier von einem Auto erfasst. Der Fahrer konnte flüchten.

WM 2022: Junge in Frankreich getötet – Autofahrer auf der Flucht

Nach dem Einzug Frankreichs ins Finale der WM ist am Rande einer Jubelfeier in Montpellier ein Jugendlicher von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. Der Fahrer habe nach dem Unfall am Mittwochabend die Flucht ergriffen, teilte die Präfektur mit. Sein Auto sei aber bereits in der Nähe des Unfallortes sichergestellt worden und werde jetzt untersucht.

Der Jugendliche wurde nach dem Unfall ins Krankenhaus gebracht. Er starb kurz nach der Aufnahme in der Klinik.

Marrokanische Fans feiern nach dem WM-Halbfinale.
Bei einer WM-Feier in Frankreich kam ein 14-Jähriger Junge bei einem Autounfall ums Leben. © Imago

14-jähriger Junge stirbt nach WM-Feier: Trauer in Frankreich

Wie der Sender RTL berichtete, deuteten Videos in den sozialen Netzwerken darauf hin, dass Jugendliche zunächst eine Fahne des Autofahrers abgerissen hätten. Daraufhin habe dieser beschleunigt und einen der jungen Leute erfasst.

Die französische Parlamentsabgeordnete Nathalie Oziol betonte, sie empfinde „ungeheure Traurigkeit, dass ein Sportereignis in einem absoluten Drama endet“, twitterte sie: „Ich spreche der Familie mein Beileid aus.“

Ausschreitungen nach WM-Halbfinale in Frankreich: Polizei in Paris nimmt über 100 Menschen fest

Nach dem Sieg Frankreichs über Marokko im WM-Halbfinale gab es im ganzen Land Jubelpartys. Tausende Menschen feierten in verschiedenen französischen Städten. Die Jubelpartys blieben meist friedlich, die Behörden berichteten in der Nacht nur von vereinzelten Zusammenstößen.

Weil im Vorfeld massive Ausschreitungen nach Ende des WM-Spiels befürchtet worden waren, hatte die französische Polizei ihr Sicherheitsaufgebot massiv verstärkt. Allein im Großraum Paris waren 5000 Beamte im Einsatz. Dort nahm die Polizei am Rande der Feiern 115 Menschen fest, es wurden von Fans Böller und Bengalos gezündet. Unter ihnen war nach Angaben aus Polizeikreisen eine Gruppe von rund 40 Menschen, die den Ultrarechten im Land nahestehen. (ck/afp)

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