Özils Traum: Über Schalke zum Titel

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Mesut Özil spielte von 2005 bis 2008 bei FC Schalke 04, hier mit Benzema (l.) und C. Ronaldo (m.).

Madrid/Frankfurt - Mesut Özil träumt vom Champions League Titel. Im Viertelfinale könnte er mit Real Madrid auf seinen Ex-Verein treffen. Die spanischen Medien überwerfen sich wieder mit Lob.

Über Schalke 04 zum Titel - als Mesut Özil mit Real Madrid den Champions-League-Fluch vertrieben hatte, träumte er schon von einem emotionalen Duell mit seinem Ex-Klub. „Ich würde mich freuen, wenn wir auf Schalke mit dem legendären Raul treffen“, sagte der in Gelsenkirchen geborene Nationalspieler vor der Viertelfinal-Auslosung am Freitag. Seine Zurückhaltung legte Özil ab: „Wir denken auch an den Titel.“

Ein Aufeinandertreffen mit Schalke wäre für den Regisseur der Nationalelf etwas ganz Besonderes. „Wenn ich Zeit habe, besuche ich Gelsenkirchen und meine Familie. Ich freue mich immer darauf“, sagte der 22-Jährige. Er habe manchmal sogar Heimweh. „Aber ich fühle mich natürlich großartig bei Real“, fügte Özil schnell noch hinzu.

Beim 3:0 im Achtelfinal-Rückspiel gegen den Angstgegner Olympique Lyon bewies Özil unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw erneut, wie wichtig er für die Königlichen ist - und wurde von Startrainer Jose Mourinho geadelt. „Özil wird in einigen Jahren einer der weltbesten Spieler sein“, sagte Mourinho: „Ich bin sehr glücklich mit Özil - und auch mit Sami Khedira.“

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Auch die spanischen Medien stimmten Lobeshymnen auf Özil an. „Riesenspiel von Özil“, schrieb die Sporttageszeitung Marca. AS befand: „Özil hat wieder einmal sein großes Pass-Repertoire gezeigt. Er hat Reals Offensive Struktur verliehen.“ Özil war sowohl an der Vorbereitung des ersten Tores durch den Brasilianer Marcelo (37.) als auch am 3:0 durch Angel Di Maria (76.) beteiligt. Das 2:0 erzielte der ehemalige Lyon-Profi Karim Benzema (66.).

„Real vertreibt die bösen Geister“, titelte Marca: „Jetzt heißt es träumen.“ Madrid hatte die vorherigen sieben Vergleiche mit Lyon nicht gewonnen. Doch Mourinho wollte aus dem ersten Viertelfinaleinzug seit 2004 keine große Sache machen. „Das ist eine Selbstverständlichkeit für einen Klub wie Real. Die Titel werden kommen. Wenn nicht in diesem, dann im nächsten Jahr“, sagte der Portugiese, der im Vorjahr mit Inter Mailand und 2004 mit dem FC Porto die Champions League gewonnen hat.

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Wer denn nun die nächste Hürde werden solle, darüber herrschte auf dem Weg zum erhofften zehnten Titel in Europas Königsklasse Uneinigkeit. Während sich Özil für Schalke aussprach, hofft Superstar Cristiano Ronaldo „auf Raul oder meinen Ex-Klub Manchester United“. Real-Sportdirektor Jorge Valdano würde einem Duell mit dem früheren Madrilenen Raul lieber aus dem Weg gehen. „Mir würde es nicht gefallen, wenn Raul uns besuchen würde. Es wären zu viele Emotionen im Spiel“, sagte Valdano.

Solidarität bekundeten Madrid und Lyon nach der Begegnung gemeinsam für Eric Abidal, bei dem ein Leber-Tumor diagnostiziert worden ist. Beide Mannschaften streiften sich T-Shirts mit der Aufschrift „Animo Abidal“ (Auf geht's Abidal) über. „Ich hoffe, er spielt bald wieder“, sagte Cristiano Ronaldo über den Franzosen vom Erzrivalen FC Barcelona.

sid

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