Alles begann mit einem Telefonat

Mario Götze: Eindhoven-Neuzugang sollte zu Bundesligist wechseln - Trainer verrät: „Er wollte gerne zu uns“

Mario Götze hat einen neuen Verein gefunden. Der WM-Held wechselt in die Niederlande und spielt in dieser Saison mit der PSV Eindhoven in der Europa League.

  • Mario Götze* hat einen neuen Verein gefunden.
  • Hertha BSC* galt als heißester Kandidat, der FC Bayern* griff nicht ein.
  • Der WM-Held entschied sich anders und wechselt zur PSV Eindhoven.

Update vom 10. Oktober, 20.50 Uhr: An Mario Götze waren im Sommer auch einige Vereine aus der Bundesliga interessiert, darunter war auch Bayer Leverkusen. Der Coach der Werkself Peter Bosz verriet im Gespräch mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf, dass der 28-Jährige großes Interesse an einem Wechsel zeigte. „Er wollte gerne zu uns“, wird der Niederländer zitiert.

Neben Hertha BSC soll Bayer Leverkusen also starkes Interesse gezeigt haben, doch der Deal scheiterte aufgrund eines jungen Spielers im Kader von Bayer 04. Der 17-jährige Florian Wirtz könnte für die Leverkusener so etwas wie der neue Kai Havertz sein, spielt bereits in der U21-Nationalmannschaft und stand bereits in 13 Partien für das Leverkusener Profiteam auf dem Platz. „Wir haben auf der Position von Götze den jungen Wirtz“, hielt Bosz fest. Allerdings musste Bosz auch deutlich machen, dass man bei Bayer auf Wirtz zählt und das Talent weiterentwickeln möchte, was weniger Spielzeit für Mario Götze bedeutet hätte.

Götzes ehemaliger Coach Bosz soll noch immer einen guten Draht zu Götze haben, jedoch kam der Wechsel des Ex-Nationalspielers zur PSV Eindhoven recht überraschend. „Jemanden wie Mario Götze erwartet man bei einem großen Klub in einem großen Fußballland. PSV ist zwar ein großer Klub, aber in einem kleineren Fußballland“, stellte er fest.

Mario Götze: WM-Held sorgt für kuriosen Moment auf Pressekonferenz - „Bin deswegen hierher gewechselt“

Update vom 8. Oktober, 14.50 Uhr: Sind die Ambitionen von Mario Götze mit dem Wechsel zur PSV Eindhoven gesunken? Nein, wie Götze auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz beim holländischen Klub betont. „An meinen Ambitionen hat sich nichts geändert“, sagte der 28-Jährige. Vor einigen Wochen steckte er sich hohe Ziele: Er wolle nochmal die Champions League* gewinnen. Eindhoven spielt immerhin international - allerdings nur in der Europa League*. „Ich habe ja nicht gesagt, dass ich direkt im nächsten Jahr die Champions League gewinnen will“, rückte er seine Aussage zurecht.

Auch mit dem Nationalteam hat der WM-Held von 2014 noch nicht abgeschlossen. „Auf jeden Fall denke ich noch ans Nationalteam. Ich bin 28“, lautet seine Ansage an den Bundestrainer. Ein Reporter stellte erstaunliche Parallelen Götzes zu einem anderen WM-Siegtorschützen her. Helmut Rahn ist wie Götze nach seinem großen Glanzmoment nach Holland gewechselt - er spielte drei Jahre für den SC Enschede. „Super Mario“ war diese Tatsache nicht bewusst und musste lachen. „Dann bin ich eben deswegen hierher gewechselt“, sagte er grinsend.

Götze war gut zwei Monate vereinslos. In dieser Zeit habe es wohl viele Gespräche gegeben. „Ich hatte mit diversen Trainern und Vereinen Kontakt“, verriet er. „Es gab aber auch viele Gerüchte.“ Ausschlaggebend sei die Philosophie von Trainer Roger Schmidt gewesen, mit ihm hatte er „vor Wochen und Monaten“ Kontakt. „Auch mit Philipp Max habe ich gesprochen.“ Der ehemalige Augsburger wechselte Anfang September zur PSV.

Mario Götze: Neuer Trainer des WM-Helden verrät, was er mit ihm vor hat

Update vom 8. Oktober, 11.22 Uhr: Der Wechsel von Mario Götze zur PSV Eindhoven scheint auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, doch der niederländische Top-Klub, der in dieser Saison in der Europa League antritt, könnte die perfekte Station für den WM-Helden von Rio sein. Eindhovens deutscher Trainer Roger Schmidt sprach nun in einem Interview mit der Bild über sein Vorhaben mit dem Ex-Dortmunder.

Mario Götze: „Hinter jedem Spieler steckt ein Mensch“ - PSV-Trainer Schmidt über den Neuzugang

Der Ex-Leverkusen-Coach führte vor rund zwei Monaten ein Telefonat mit Götze, bei dem er das Gefühl bekam, „dass er vielleicht nach einem etwas ruhigeren Umfeld suchen könnte, in dem er einfach den Spaß am Fußball zurückbekommt.“ Schmidt war zwar bewusst, dass PSV „nicht die erste Option“ für den ehemaligen Nationalspieler sei, „am Ende war es vielleicht auch ein bisschen Schicksal“, so Schmidt.

Nachdem Götzes Entscheidung gefallen war, ging es dann ganz schnell, wie Schmidt erzählt. „Der Transfer wurde dann Dienstagabend sogar innerhalb von drei, vier Stunden realisiert. Das war schon außergewöhnlich“, meint der PSV-Trainer. Der 53-Jährige weiß, dass nicht nur sportliche Gründe ausschlaggebend für Götzes Wechsel waren. „Hinter jedem Spieler steckt auch ein Mensch. In bestimmten Situationen gibt dann eben auch mal die emotionale Komponente den Ausschlag.“

Doch wie plant der Ex-Bundesliga-Coach mit einem Mario Götze, der zuletzt für wenige Minuten im Mai Wettkampfpraxis sammelte? „Ich sehe ihn im zentralen Mittelfeld – von dort kann er größtmöglichen Einfluss auf das Spiel nehmen“, meint Schmidt, der seinem 28-jährigen Neuzugang das „beste Fußballer-Alter“ attestiert. Doch Götze hat noch einen Rückstand aufzuarbeiten. „Ein Mario Götze in Bestform ist dann ganz sicher ein Gewinn für PSV Eindhoven. Das wäre er für die meisten Vereine.“

Mario Götze: Neuer Verein nun offiziell - WM-Held wechselt zur PSV Eindhoven

Update vom 7. Oktober, 08.25 Uhr: Das war eine Überraschung! Trotz langem Telefonat mit Hertha-Trainer Bruno Labbadia entschied sich Mario Götze für einen Wechsel nach Holland zur PSV Eindhoven. Besonders der deutsche Trainer Roger Schmidt soll den 63-maligen Nationalspieler überzeugt haben. „Nachdem unser Cheftrainer Roger Schmidt Kontakt mit ihm aufgenommen hatte, war Mario sofort interessiert. Und am Ende erwies er sich als der Glücksfall, auf den wir gehofft hatten. Wir freuen uns, dass er einen Vertrag mit dem PSV unterschrieben hat. Wir sind sehr stolz“, sagte PSV-Direktor John de Jong.

Am Dienstagabend musste es plötzlich ganz schnell gehen. Der vereinslose Götze hätte zwar auch noch zu einem späteren Zeitpunkt zu einem neuen Klub wechseln können, doch die UEFA-Meldefrist für den Europapokal setzte beide Seiten unter Druck. Eindhoven geht in dieser Saison in der Europa League an den Start. Bis Dienstag mussten alle Teilnehmer ihre Spieler-Meldelisten einreichen, auf der der neue Star des Eredivisie-Klubs natürlich nicht fehlen durfte.

Bei PSV Eindhoven spielen mit Götze sechs Deutsche. Darunter FCB-Leihgabe Adrian Fein und Phillipp Max, Sohn von 1860-Legende Martin Max.

Mario Götze wechselt nach Eindhoven: „Treffe meine eigenen Entscheidungen“

Update vom 7. Oktober, 0.20 Uhr: Der Transfer von Mario Götze in die Niederlande ist nun offiziell bestätigt worden. Der 28-Jährige und die PSV Eindhoven einigten sich auf einen Zweijahresvertrag. „Marios Interesse wurde geweckt, nachdem sich unser Trainer Roger Schmidt mit ihm in Verbindung setzte“, so der PSV-Sportdirektor John de Jong.

„Ich hatte viele Angebote diesen Sommer, aber ich bin ein Gefühlsmensch und treffe meine eigenen Entscheidungen“, meinte Götze in der Pressemitteilung des niederländischen Erstligisten. „Ich fühle mich bereit für eine ganz andere Herausforderung und bin zuversichtlich, dass dies ein sehr angenehmer Übergang für mich sein wird.“

Mario Götze: Medizincheck bei der PSV Eindhoven - Transfer wohl bald offiziell

Update vom 6. Oktober, 20.45 Uhr: Es ist der wohl meist beäugte Transfer-Poker im deutschen Fußball: Mario Götze suchte nach seinem Vertragsende einen neuen Verein, mit dem er noch einmal angreifen kann. Nun scheint der 28-Jährige fündig geworden sein und wechselt tatsächlich ins Ausland.

Der ehemalige Spieler des FC Bayern und von Borussia Dortmund soll Informationen der Bild-Zeitung zufolge momentan einen Medizincheck bei der PSV Eindhoven in den Niederlanden absolvieren. Dem ehemaligen deutschen Nationalspieler winkt bei Bestehen des Routine-Tests ein Zweijahres-Vertrag beim Traditions-Verein.

Lange Zeit war nicht klar, wie es mit Götze nach seinem ruhmlosen Vertragsende weitergeht. Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga zu Hertha BSC zerschlug sich, nun bekommt Götze sogar die Chance, sich auf der europäischen Bühne zu beweisen. PSV wird in dieser Saison in der Europa League antreten, was wohl auch ausschlaggebend für den Transfer war. Ein anderer Aspekt könnte der deutsche Trainer Roger Schmidt sein, der bereits Adrian Fein von den Bayern nach Eindhoven lotste.

Mario Götze: Hertha-Deal platzt wohl - wohin wechselt der 28-Jährige?

Update vom 6. Oktober, 12.09 Uhr: Das Transferfenster ist in Deutschland mittlerweile geschlossen. Heißt: Kein Bundesligist kann einen Spieler von einem anderen Verein verpflichten - nur Abgänge in Länder, in denen die Transferperiode noch nicht beendet ist, sind noch möglich. So bahnen sich beim FC Bayern beispielsweise noch zwei Last-Minute-Leihen nach Holland an.

Dass das Transferfenster geschlossen ist, bedeutet aber nicht automatisch, dass sich die deutschen Klubs nicht mehr verstärken können. Vereinslose Spieler können jederzeit unter Vertrag genommen werden. Und auf dieser Liste befinden sich prominente Namen. Ganz oben: Mario Götze.

Der WM-Held wird immer wieder mit Hertha BSC in Verbindung gebracht. Die Berliner waren am Deadline Day fleißig, haben den verliehenen Mittelfeldspieler Eduard Löwen vorzeitig aus Augsburg zurückgeholt und außerdem noch Matteo Guendouzi vom FC Arsenal ausgeliehen. Hinzu kam der Kauf von Defensiv-Mann Omar Alderete (Basel, 6,5 Millionen). Im Gegenzug ging es für Karim Rekik nach Sevilla (4,5 Millionen) und Arne Maier wurde nach Bielefeld verliehen. Viel Bewegung also. Und Götze?

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Offenbar gibt es interne Zweifel bei der Hertha. Laut Kicker sei man sich nicht sicher, wie viel der ehemalige Dortmunder nach schweren sportlichen Jahren noch im Tank habe. Und: Natürlich wäre ein Götze-Wechsel nach Berlin ein Hammer. Verkraftet das eine junge Mannschaft, die gerade im Umbruch steckt, und mit hoher medialer Aufmerksamkeit (Hallo, Herr Klinsmann!) nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht hat? Andernorts, beispielsweise in München, wäre die zweite Frage zumindest kein Problem. Beim FC Bayern scheint man nach dem Transfer-Endspurt aber satt zu sein*.

Mario Götze: Wechsel zu Hertha BSC? Bundesliga-Klub hat gute Karten

Erstmeldung vom 5. Oktober, 8.46 Uhr: München/Berlin - Das Transferfenster endet am Montag, den 5. Oktober - das ist im Fall von Mario Götze egal, denn er ist freier Spieler und kann sich daher zu jeder Zeit einem neuen Verein anschließen. Doch so langsam wird es Zeit. Denn die meisten Vereine haben ihre Planungen abgeschlossen. Wo kommt der WM-Held unter? Der FC Bayern als möglicher Abnehmer ist weiterhin ein Thema. Hertha BSC könnte allerdings bald ernst machen.

Mario Götze: Hertha BSC heißester Kandidat für Transfer

Die Bild berichtet, die Gespräche zwischen Götze und dem Klub aus der Hauptstadt könnten bald in die heiße Phase gehen. Angeblich hat Hertha-Coach Bruno Labbadia bereits ca. anderthalb Stunden mit Götze telefoniert. Geschäftsführer Michael Preetz wollte sich nicht in die Karten schauen lassen. „Am Montag sind die Spekulationen vorbei“, kündigte er an - im Fall Götzes wird sich diese Hoffnung aus genannten Gründen wohl nicht erfüllen.

Mario Götze: Markus Babbel spricht sich für FC Bayern aus - vor allem wegen Flick

Das Hertha-Interesse bestätigt auch der Kicker, dem Bericht zufolge können sich sowohl Preetz als auch Labbadia eine Verpflichtung vorstellen. Aber ist der FC Bayern jetzt schon raus? Nein, wenn es nach Sky-Experte Markus Babbel geht. Der Ex-Bayern-Spieler meint, ein Wechsel zu den Münchnern „hätte Charme. Mario ist ein klasse Spieler. Mit Hansi Flick* hätte er einen Trainer, der ihn kennt und schätzt“, sagte Babbel bei Sky 90. Lothar Matthäus widerspricht, er hält Berlin für die bessere Lösung.

Mario Götze: Lothar Matthäus empfiehlt Berlin - „Würde ich vorziehen“

„Ich würde in seiner Situation Berlin vorziehen“, meinte er. „Dort wäre er eine Verstärkung. Bei Bayern hat er schon mal auf der Bank gesessen. In Berlin hätte Götze „eine neue Heimat, wo ihm die Verantwortlichen vertrauen“. Egal wohin Götze geht - klar ist, dass er beim Gehalt deutliche Abstriche machen muss. Dazu ist er aber auch bereit, wie er selbst sagte. Neben der Hertha gilt auch Bayer Leverkusen* als interessiert.

Mario Götze: FC Bayern schlägt auf dem Transfermarkt zu - kein Platz mehr für WM-Held?

Gegen einen Bayern-Wechsel von Mario Götze spricht auch die späte Transfer-Offensive des Rekordmeisters. Mit Marc Roca* wurde bereits ein Mann für die Zentrale geholt, Eric-Maxim Choupo-Moting*, Douglas Costa* und Bouna Sarr* stehen offenbar kurz vor der Unterschrift. Braucht es da noch einen Götze? Trotz allem bleiben die Bayern - vor allem wegen Flick - eine ernstzunehmende Option. (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

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