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Mit Herz-Defibrillator: Gibt Christian Eriksen sein Comeback beim FC Bayern?

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Von: Marius Epp

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Christian Eriksen ist nach seinem EM-Zusammenbruch bereit für die Rückkehr auf die große Fußballbühne. Der FC Bayern ist angeblich am Dänen interessiert.

Odense - Wenige Gedanken wurden an ein mögliches Comeback verschwendet, als Christian Eriksen am 12. Juni beim EM-Spiel Dänemark gegen Finnland zusammenbrach*. Eine Nachricht stand letztlich über allem: Der dänische Spielmacher ist dem Tod entronnen. Doch gut ein halbes Jahr später will Eriksen tatsächlich wieder angreifen. Sein großes Ziel: Die Weltmeisterschaft in Katar*.

Mittlerweile ist er mit einem Defibrillator ausgestattet, seinen Vertrag bei Inter Mailand musste er aber auflösen, weil es in der italienischen Serie A* verboten ist, mit einem solchen zu spielen. Seit einiger Zeit hält er sich bei seinem Jugendklub Odense BK fit und sucht nach einem neuen Verein.

Christian Eriksen strebt WM in Katar an: „Ich will spielen“

„Mein Ziel ist es, bei der WM in Katar dabei zu sein. Ich will spielen“, kündigt der 29-Jährige in einem Interview mit dem Dänischen Rundfunk (DR) an. Wahrlich kein leichtes Unterfangen, denn dafür braucht er Spielpraxis auf Top-Niveau. Das ist auch ihm bewusst. „Es ist ein Traum. Ob ich dann nominiert werde, ist eine andere Sache. Aber es ist mein Traum, zurückzukommen.“

Christian Eriksen hat mit dem Kapitel Fußball noch nicht abgeschlossen.
Christian Eriksen hat mit dem Kapitel Fußball noch nicht abgeschlossen. © Claus Fisker/imago

Sein Herz sei kein Hindernis, ist Eriksen überzeugt. Dabei hatte er seine Karriere noch abgeschrieben, als er von den Sanitätern ins Krankenhaus gebracht wurde, die ihm nach dem Herzstillstand das Leben gerettet hatten. „Im Rettungswagen dachte ich: Behaltet meine Schuhe. Es ist vorbei. Ich werde keinen Fußball mehr spielen“, erinnert er sich.

FC Bayern: Christian Eriksen vor Profi-Comeback in München?

Klar ist nun: Für ein Comeback braucht Eriksen Spielpraxis, und das auf möglichst hohem Niveau. Seine Ex-Klubs Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur* sind mögliche Kandidaten, zudem soll Gerüchten zufolge der AS Monaco schon seine Fühler ausgestreckt haben. Tottenham-Coach Antonio Conte bot ihm ein Training an: „Für ihn ist die Tür immer offen.“

Mads Junker, Fußball-Experte beim dänischen Sender TV2, bringt drei weitere Vereine ins Spiel. Er hat neben Manchester United und Paris St. Germain auch den FC Bayern* als möglicher Abnehmer auf dem Zettel. Er sieht im zentralen Mittelfeld, wo Leon Goretzka und Joshua Kimmich kaum Konkurrenz hätten, noch Platz für Eriksen. Dass die Münchner hier aktiv werden und sich um Eriksen bemühen, ist aber nicht sehr wahrscheinlich.

„Zum ersten Mal in meinem Leben“ ist der Däne momentan noch arbeitslos. Arbeitet er weiter an seiner Fitness, könnte der WM-Traum durchaus noch in Erfüllung gehen. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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