Bittere Nachricht im Abstiegskampf

Corona-Hammer bei Hertha BSC: Ein Profi wurde sogar ins Krankenhaus eingeliefert - Bundesliga-Partie gestrichen

Hertha BSC: Nach vier positiven Corona-Fällen muss das erste Bundesliga-Team in Quarantäne. Und das auch noch mitten im engen Abstiegskampf.

Update vom 16. April, 14.35 Uhr: Die drastische Entscheidung angesichts mehrerer Corona-Fälle bei Hertha BSC schlug am Donnerstagabend hohe Wellen, das gesamte Team muss sich in zweiwöchige Quarantäne begeben. Bei den Berlinern, die aktuell mitten im Bundesliga-Abstiegskampf stecken, erwischte es einen infizierten Spieler besonders hart.

Hertha BSC: Ein Berliner Profi musste wegen Coronavirus ins Krankenhaus - er fällt für die restliche Saison aus

Noch bevor es Trainer Pal Dardai, seinen Assistenten Admir Hamzagic und die beiden Spieler Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt traf, fiel schon Keeper Rune Jarstein coronabedingt aus. Der norwegische Keeper hatte sich Anfang April angesteckt und musste sogar ins Krankenhaus, wie Sportdirektor Arne Friedrich bei einer Pressekonferenz am Freitag mitteilte.

„Rune Jarstein hat es am schwersten erwischt. Er musste zwischenzeitlich ins Krankenhaus eingeliefert werden“, meinte der Ex-Nationalspieler, der außerdem berichtet, dass sich sein Torhüter mit der britischen Virus-Variante angesteckt habe. „Er hat klar betont, dass es eine Krankheit ist, die man niemandem wünscht und eine Krankheit ist, die man sehr ernst nehmen sollte“, meint Friedrich weiter.

Der 36-jährige Ersatzkeeper Jarstein, der sich Ende Januar wieder in den Kasten der Hauptstädter gekämpft hatte, wird in der laufenden Saison zudem nicht mehr auf den Platz zurückkehren. Die Infektion des Norwegers war wohl nicht der Grund für die Ansteckungen seiner Teamkameraden und Trainer, Jarstein soll sich während der Isolation einzeln fit gehalten haben.

Die für Sonntag angesetzte Partie der Hertha gegen Mainz 05 wurde aufgrund der Corona-Fälle derweil abgesagt. Das gab die DFL am Freitag bekannt.

Hertha BSC: Corona-Hammer! Berliner komplett in Quarantäne - Termin-Chaos in entscheidender Saisonphase droht

Update vom 16. April, 07.28 Uhr: Die Corona-Fälle bei Hertha BSC sind DAS Gesprächsthema in der Bundesliga. Wie geht es jetzt weiter? Die Berliner müssen drei Spiele auf die Zeit nach dem 28. April verschieben. Das Saisonende ist für den 22. Mai geplant, anschließend sind schon die Relegationsspiele terminiert. Es droht also ein Chaos.

Die Hertha müsste nach jetzigem Stand sechs Spiele in etwas mehr als drei Wochen austragen - falls es vom jetzigen Zeitpunkt an keine weiteren Komplikationen gibt. „Das ist im Abstiegskampf natürlich ein echt hartes Ding“, betont Sky-Experte Hannes Jakobi. Die Alte Dame müsste also alle drei bis vier Tage eine Partie absolvieren, während die direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt ab Anfang Mai im Wochen-Rhythmus ist und somit relativ ausgeruht in die entscheidende Phase der Saison gehen kann.

Hertha BSC muss in Quarantäne: Corona-Chaos in der Bundesliga

Erstmeldung vom 15. April, 22.38 Uhr: Berlin - Das gab es seit Pandemie-Beginn noch nicht in der Bundesliga*. Nach mehreren positiven Corona-Tests muss sich mit Hertha BSC* das erste Profiteam aus dem Oberhaus für zwei Wochen komplett in Quarantäne begeben. Nachdem Chefcoach Pal Dardai, sein Assistent Admir Hamzagic sowie der Offensivmann Dodi Lukebakio nach positiven Tests isoliert wurden, trainierte das Team weiter. Daraufhin gab es einen weiteren positiven Befund bei den Hauptstädtern.

Bundesliga: Corona-Hammer! Hertha muss als erstes Erstliga-Team in Quarantäne - in einer entscheidenden Phase

Vor dem Training am Donnerstag mussten sich die Spieler erneut testen lassen, dabei wurde das Virus beim siebenfachen Nationalspieler Marvin Plattenhardt festgestellt. Am Abend folgte die nächste bittere Nachricht für die Berliner, die sich mitten im Kampf um den Klassenerhalt befinden. Die Hertha liegt auf Platz 15 - punktgleich mit dem Aufsteiger Arminia Bielefeld, der auf dem Relegationsplatz steht.

In einer offiziellen Mitteilung äußerte sich Sportdirektor Arne Friedrich zur Lage. „Wir hatten nach Rücksprache mit unserem Hygienebeauftragen bereits in der letzten Länderspielpause die Hygienemaßnahmen nochmal verschärft und damit auch die Hoffnung, dass der positive Corona-Test von Rune Jarstein ein Einzelfall bleibt. Leider hat sich das nicht bestätigt“, so der ehemalige Nationalspieler. Friedrich bezeichnete die Quarantäne trotz der Umstände als den „aus gesundheitlicher Sicht absolut richtigen Schritt“.

Bundesliga: Corona zwingt Hertha in Quarantäne - mindestens drei Spiele abgesagt

Die Hertha-Profis werden sich für die anstehenden Aufgaben zwei Wochen lang virtuell vorbereiten müssen. „Wir nehmen die Situation trotz der schwierigen Umstände an und werden alles in unserer Macht Stehende für ein erfolgreiches Saisonfinale in die Waagschale werfen“, so Friedrich.

Mindestens drei Bundesliga-Partien können im Zuge der Entscheidung nicht stattfinden, davon betroffen sind die Abstiegs-Duelle zwischen der Hertha und Mainz am 18. April, das Spiel in der englischen Woche gegen den SC Freiburg sowie die Partie gegen das Tabellenschlusslicht Schalke 04* am 24. April. Bis zum Saisonende am 22. Mai gilt es, die Meisterschaftsrunde zu absolvieren, denn dann stehen schon die Relegationsspiele an. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Koch/imago-images

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