3. Liga

Abbruch-Befürworter in Not: Mannheim und Magdeburg verlieren

Der 1. FC Magdeburg um Mario Kvesic (M.) verlor gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Ronny Hartmann/dpa
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Der 1. FC Magdeburg um Mario Kvesic (M.) verlor gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Ronny Hartmann/dpa

Nach fast drei Monaten Pause ist die 3. Liga wieder im Spielbetrieb. Die Befürworter eines Saisonabbruchs können beim Neustart alle nicht gewinnen. Unterhaching schiebt sich nach vorn.

Leipzig (dpa) - Sie hatten es befürchtet: Waldhof Mannheim und der 1. FC Magdeburg haben ihre Spiele zum Neustart der 3. Fußball-Liga verloren und sehen das Erreichen der Saisonziele in Gefahr.

Dabei wollten sie gar nicht mehr antreten, plädierten in der 81 Tage langen Corona-Pause vehement für einen Abbruch der Saison. Mannheim rutschte nach der 1:2-Niederlage gegen den KFC Uerdingen vom direkten Aufstiegsplatz ab, Magdeburg nach dem 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern noch weiter in den Abstiegskampf.

Die Kritik am Wiederbeginn ist zwar leiser geworden, beendet ist sie aber nicht. Magdeburgs Trainer Claus-Dieter Wollitz legte in bekannter Manier nach der Niederlage gegen Kaiserslautern noch einmal nach. «Das haben Leute entschieden, die noch nie in so einer Verantwortung im Fußball waren», sagte der Coach bei Magentasport. «Die Spieler, sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite, haben heute alles rausgehauen. Die werden das aber nicht elf Mal wiederholen können. Das ist auch klar», meinte der Ex-Profi.

Man könne «ohne Rhythmus und ohne Vorbereitung nicht so ein Mammutprogramm ohne Verletzung durchstehen». Die Saison soll mit fünf englischen Wochen bis zum 4. Juli sportlich beendet werden.

Viermal hatte Magdeburg vor dem Samstag als Mannschaft trainiert. Viel mehr war es auch bei den anderen Abbruch-Befürwortern nicht und so ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass auch die anderen ohne Sieg blieben: Viktoria Köln, bei denen Trainer Pavel Dotchev seinen 238. Drittliga-Einsatz an der Seitenlinie hatte und damit zum Rekord-Trainer aufstieg, unterlag bei Eintracht Braunschweig mit 2:4. Der FSV Zwickau holte beim 2:2 gegen Hansa Rostock nach 0:2-Rückstand wenigstens einen Punkt.

Als Ausrede wollte das aber niemand stehen lassen, zumal die Chancen für mehr durchaus vorhanden waren. So verschoss Magdeburgs Jürgen Gjasula einen Foulelfmeter. Waldhof-Trainer Bernhard Trares bemängelte eine verschlafene erste Halbzeit. «In der zweiten Halbzeit haben wir einen ordentlichen Ball gespielt, das Spiel haben wir in der ersten halben Stunde verloren», sagte Trares. Auch Zwickau wachte erst im zweiten Abschnitt auf.

Ausgeschlafen präsentierte sich dagegen die SpVgg Unterhaching. Ein 2:0-Sieg bei der stark kämpfenden SG Sonnenhof Großaspach brachte Rang zwei ein. Die Art und Weise, wie das Team den Erfolg herausspielte, zeigt, dass der Club durchaus für größere Aufgaben gerüstet ist. Am Dienstag gegen den FC Ingolstadt kann sich die SpVgg daheim erneut beweisen. Die Ingolstädter mit Trainer-Rückkehrer Tomas Oral unterlagen dem FC Bayern München II mit 1:2 und rutschten vom fünften auf den achten Platz ab.

Überhaupt ist die Tabelle nach dem 28. Spieltag zweigeteilt. Zwischen Spitzenreiter MSV Duisburg und dem Elften Uerdingen liegen gerade einmal fünf Zähler. Und den Tabellenzwölften Kaiserslautern trennen ganze vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz, den der FSV Zwickau belegt. Die letzten zehn Spieltage versprechen Spannung und Dramatik.

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