Neuer Bundestrainer startet bald

Hansi Flick und der neue DFB: Holt er einen Altstar zurück in die Nationalmannschaft?

Hans Dieter Flick (Hansi) auf der Tribuene
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Hansi Flick wird ab 1. August neuer Bundestrainer.

Erstmals seit 15 Jahren wird bei einem Länderspiel der Bundestrainer nicht Jogi Löw heißen. Hansi Flick übernimmt das Amt - und leitet einen radikalen Umbruch ein?

München - Am Ende wurde es dann doch emotional, was nach 15 Jahren aber auch irgendwo normal ist. Fast jeder Journalist, der auf der Pressekonferenz des DFB am Mittwochmittag eine Frage an Joachim Löw stellte, bedankte sich für die tolle und respektvolle Zusammenarbeit. Und der bald ehemalige Bundestrainer musste zeitweise mit den Tränen kämpfen, als er die vergangenen Jahre Revue passieren ließ.

Ab dem 1. August aber dürfte es vorbei sein mit den Sentimentalitäten. Dann weht ein neuer Wind in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt. Denn dann wird Hansi Flick* das Amt des Bundestrainers übernehmen - und vermutlich personell das Eine oder Andere umstellen*.

Dabei ist die Systemfrage noch gar nicht so klar, wie es zunächst den Anschein hat. Fest steht nur: Flick wird wieder auf eine Viererkette setzen. Den FC Bayern* ließ er meist im 4-2-3-1 spielen, weil dort Thomas Müller* am besten zum Zug kam. Ursprünglich aber wollte Flick ein 4-3-3 einführen, wo sich aber die FCB-Stars nicht so wohlfühlten. Zieht er es nun beim DFB durch?

DFB: Radikaler Umbruch unter Hansi Flick? So könnte das neue DFB-Team aussehen

Was das Personal betrifft, wird man die kommenden Wochen abwarten müssen. Spieler wie Toni Kroos, İlkay Gündoğan oder Mats Hummels haben bereits vor der Fußball-Europameisterschaft 2021* über einen Rücktritt nachgedacht. Spieler wie Manuel Neuer oder Müller dürften gerade auch unter Flick noch eine wichtige Rolle spielen und wollen noch bis zur WM 2022 weitermachen.

Spannend wird die Frage bei Jérôme Boateng*, der stets ein super Verhältnis zu Flick beim FC Bayern pflegte und unter ihm wieder zu absolutem Top-Niveau fand. Mit 32 aber ist der Innenverteidiger kein Zukunftsprojekt. Ähnliches gilt für Marco Reus, dessen DFB-Karriere mit 31 Jahren möglicherweise auch beendet sein dürfte. Ein Fixpunkt werden Joshua Kimmich und Leon Goretzka, über den es zuletzt spektakuläre Transfer-Gerüchte gab*, sein.

Die DFB-Startelf unter Hansi Flick ohne großen Umbruch:

Neuer - Ginter, Hummels, Boateng, Gosens - Kimmich, Goretzka, Kroos - Müller, Havertz - Werner

Oliver Bierhoff wünschte sich auf der DFB-PK, dass wieder „mehr U21-Spieler eingebaut werden können“. Doch wer bietet sich da wirklich an? Florian Wirtz von Bayer Leverkusen und Ridle Baku in jedem Fall. Bei Lukas Nmecha muss man die Entwicklung noch abwarten. Sollte er aber zu RB Leipzig gehen, dürfte er auch nochmal einen Sprung machen. Geheimtipp: Linksverteidiger David Raum (22), der ebenfalls im Juni Europameister wurde und im Sommer nun zur TSG Hoffenheim wechselt.

Video: So könnte Flicks neue Nationalelf aussehen

Jamal Musiala vom FC Bayern zeigte schon bei der EM, dass er das Zeug dazu hat, im DFB-Team aufzulaufen. Flick wird ihn zukünftig häufiger einbauen. Mit Youssoufa Moukoko schlummert beim BVB das nächste große DFB-Talent, allerdings ist er mit seinen 16 Jahren noch sehr, sehr jung und dürfte für die Wüsten-WM 2022 noch keine Rolle spielen.

Die DFB-Startelf unter Hansi Flick mit radikalem Umbruch:

Neuer - Baku, Ginter, Süle, Raum - Kimmich, Goretzka - Wirtz, Havertz, Musiala - Werner

Vermutlich wird es keinen ganz krassen Umbruch geben, zumal Flick mit vielen Stars 2014 auch Weltmeister wurde und daher auch weiß, wozu sie imstande sind zu leisten. Aber gerade im Hinblick auf die Heim-EM 2024 und darüber hinaus, dürfte Flick den Fokus auf Nachwuchsentwicklung legen. (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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