Fußball

DFB: 246 000 Euro für  Präsident Fritz Keller

DFB-Präsident Fritz Keller
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DFB-Präsident Fritz Keller

Der DFB macht Einkünfte der führenden Ehrenamtler erstmals öffentlich. Heribert Bruchhagen hat mit entschieden.

  • DFB macht Einkünfte von Präsident Fritz Keller öffentlich
  • Vergütungsauschuss hat die Zahlen veröffentlicht
  • DFB macht 2019 Gewinn

Frankfurt - Erstmals in der wechselvollen Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind die Einkünfte der „ehrenamtlichen“ Führungskräfte transparent gemacht worden. Ein eigens dafür installierter Vergütungsausschuss mit dem Ex-Boss von Eintracht Frankfurt, Heribert Bruchhagen, hat jetzt im Auftrag des DFB die Zahlen veröffentlicht, die rückwirkend ab 1. Oktober 2019 gezahlt werden.

DFB: Fritz Keller erhält hohe Entschädigung

Präsident Fritz Keller kassiert 246 000 Euro brutto im Jahr, Schatzmeister Stephan Osnabrügge 166 800 Euro, der erste Vizepräsident Rainer Koch) 144 000 Euro, der weitere Vizepräsident Peter Peters, gerade bei Schalke 04 ausgeschieden, 78 000 Euro. DFL-Vertreter Christian Seifert (zusätzlich zu seinem Gehalt als Ligaboss) 63 600 Euro. 

Solange im DFB breitet sich weiter aus Kurzarbeit wegen Corona* herrscht, verzichten diese fünf Herren auf zehn Prozent. Das weitere Dutzend stimmberechtigter Präsidiumsmitglieder erhält 51 600 Euro als jährliche Aufwandsentschädigung und kann zudem Verdienstausfälle geltend machen.

Nicht nur der DFB, auch FIFA und UEFA zahen fürstliche Summen

Interessant: Für Präsidiumsmitglieder des DFB, die zugleich Mitglieder in Gremien der internationalen Verbände Fifa und Uefa sind und dort recht fürstlich mit jeweils mehr als 200 000 Euro jährlich entlohnt werden (was derzeit auch den gerade in die Uefa-Exekutive gewählten Bayern Koch zutrifft), gilt eine Deckelung auf insgesamt 246 000 EUR pro Jahr. „Übersteigt die Gesamtvergütung eines Präsidiumsmitgliedes diesen Betrag, wird die DFB-Aufwandsentschädigung entsprechend gekürzt“, teilte der DFB mit.

Nicht veröffentlicht werden die jährlichen Millionen-Euro-Bezüge der angestellten hauptamtlichen Mitarbeiter wie Elite-Direktor Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw. Sie verzichten derzeit laut Bierhoff wegen der Corona-Krise auf 20 Prozent ihrer DFB-Gehälter.

DFB: Gewinn für das Jahr 2019

Der DFB geht davon aus, so Schatzmeister Osnabrügge, „mit blauen Flecken, aber gesund“ aus der Corona-Krise* zu geraten. Osnabrügge konnte am Freitag bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verbandes einen Gewinn von fast 20 Millionen Euro für das Jahr 2019 berichten, der vor allem den extrem von 41 auf 97 Millionen Euro gestiegenen Sponsoringeinnahmen zu verdanken ist. 

Hintergrund: Der DFB konnte beim neuen Partner Volkswagen einen viel höher dotierten Vertrag unterschreiben als zuvor mit dem jahrzehntelangen Premiumpartner Mercedes. Zudem stiegen die Einnahmen von Ausrüster Adidas überdimensional.

DFB erwartet wegen Corona-Krise Millionen-Verlust

Für das laufende Corona-Jahr erwartet der DFB schlimmstenfalls einen schmerzlichen Verlust von 77 Millionen Euro, wenn gar keine Länderspiele stattfinden könnten. Danach sieht es freilich nicht aus, statt der ursprünglich angesetzten zehn Länderspiele dürften immerhin deren acht im Herbst noch durchgeführt werden. Heraus käme ein Verlust von 16 Millionen Euro, den der Verband leicht aus seinen Rücklagen ausgleichen kann. (Von Jan-Christian-Müller) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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