Platz 1 ist Champions-League- und Weltpokalsieger

Treter der Bundesliga - Die Spieler mit den meisten gelben und roten Karten

Schiedsrichter Hans Jürgen Weber zeigt Markus Schupp (1. FC Kaiserslautern) die gelbe Karte
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Schiedsrichter Hans Jürgen Weber zeigt Markus Schupp (1. FC Kaiserslautern) die gelbe Karte.

Galerie der Raubeine: Wir stellen Ihnen die Akteure vor, die in der Bundesliga bisher die meisten gelben und roten Karten gesammelt haben.

München - In Brasilien steht der Begriff„O jogo bonito“ für die Schönheit des Spiels. Fußball in Perfektion, Kombinationen und Einzelkönner, die Fans zum Staunen bringen. Dass der Fußball nicht immer so schön ist und es zeitweise auch ruppig zur Sache gehen kann, zeigt der Blick auf die Spieler mit den meisten gelben und roten Karten in der Fußball-Bundesliga, sortiert vom Kicker nach folgendem Muster: ein Punkt pro gelbe Karte, drei pro gelb-rote, 5 pro rote Karte.

Platz 47: Olaf Thon

Olaf Thon feierte mit dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 national und international große Erfolge. Drei deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokal-Siege sowie der Gewinn des UEFA-Cups 1997 stehen für den Mittelfeldspieler zu Buche. Im Jahr 1990 gewann er darüber hinaus den WM-Titel mit der Nationalmannschaft. Doch nicht nur für seine Erfolge bleibt Olaf Thon in Erinnerung, auch seine robuste Spielweise machten den Gelsenkirchener zu einer Marke. 71 gelbe Karten und einen Platzverweis sammelte Thon in seiner Karriere. Für den Kicker bedeutet das: Platz 47 in der ewigen „Rüpel“-Rangliste.

Platz 47: Silvio Meißner

Silivio Meißner hat bei seinen Stationen in Stuttgart, Kaiserslautern, Bielefeld und Chemnitz den Ruf des „Ausputzers“ inne. Ein Spieler, der vor allem die Spielanlage des gegnerischen Teams zu stören versucht. Das schaffte er nicht immer mit fairen Mitteln: 71 Verwarnungen und einen Platzverweis musste auch er während seiner aktiven Zeit hinnehmen.

Platz 47: Wolfgang Rolff

Wolfgang Rolff hat vor allem in Nordrhein-Westfalen seine Spuren hinterlassen. So spielte er unter anderem für Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen, Fortuna Köln und den 1. FC Köln. In insgesamt 356 Bundesliga-Spielen sah er 57 Gelbe, drei Gelb-Rote und zwei Rote Karten. Damit kommt er nach zwölf Saisons genau wie Thon und Meißner auf 76 Rüpel-Punkte.

Platz 47: Knut Reinhardt

Knut Reinhardt hat für seine Karten-Einträge in den Spielbericht weit weniger Spiele gebraucht. Der ehemalige Profi von Leverkusen, Nürnberg und Dortmund hat in 297 Spielen einen gelben Karton mehr als Rolff gesehen. Dazu sammelte er einmal Doppel-Gelb und drei glattrote Platzverweise.

Platz 45: Levan Kobiashvili

Levan Kobiashvili galt nicht nur als einer der klassischen Bundesliga-Treter der 00er-Jahre, sondern war auch Teil der legendären „Vili“-Connection des SC Freiburg. Für die Breisgauer, den FC Schalke und Hertha BSC absolvierte er 351 Bundesliga-Partien. Mit 66 Gelben, zwei Ampelkarten und einem direkten Platzverweis räumte er im defensiven Mittelfeld auf.

Platz 45: Stephan Paßlack

Stephan Paßlack galt in der Bundesliga ebenfalls als Wandervogel. Von 1998 bis 2004 kam er auf 270 Einsätze im deutschen Oberhaus. 64 Gelbe Karten und drei Platzverweise - darunter zwei glattrote Karten - stehen bei ihm zu Buche. Während seiner Karriere lief er für Nürnberg, Gladbach, Uerdingen, den 1. FC Köln, die Münchner Löwen und Eintracht Frankfurt auf.

Platz 41: Markus Schupp

Der zweifache deutsche Meister und Pokalsieger mit dem 1. FC Kaiserslautern Markus Schupp spielte ganze 13 Bundesliga-Saisons für Wattenscheid, Bayern München, Eintracht Frankfurt, den HSV und die roten Teufel. Seine 351 Einsätze führten zu 69 Gelben und drei Ampelkarten.

Platz 41: Jörg Neun

Linksverteidiger Jörg Neun bekam es auf den Außenbahnen der Bundesliga in 358 Spielen stets mit den schnellen Spielern der Liga zu tun. Das führte zu 70 Verwarnungen und zwei Platzverweisen. Er lief für Duisburg, Nürnberg, Mannheim und Gladbach auf.

Platz 41: Sebastian Kehl

Drei deutsche Meisterschaften, ein Pokalsieg und 32 Länderspiele. Die Karriere von Sebastian Kehl kann sich durchaus sehen lassen. Der heutige Lizenzbereich-Leiter von Borussia Dortmund spielte 314 Mal in der Bundesliga und sah 62 gelbe Karten. Dazu wurde er vier Mal im Dienste von Freiburg und dem BVB vorzeitig zum Duschen geschickt.

Platz 41: Hendrik Herzog

Hendrik Herzog ist einer derjenigen Spieler, die nicht lange brauchen um eine beachtliche Karten-Sammlung aufzubauen. In nur 208 Spielen - also über 100 weniger als Sebastian Kehl und gut 150 weniger als Jörg Neun Markus Schupp - kommt er auf die gleiche Ausbeute und 78 Rüpel-Punkte. Er war für den VfB Stuttgart, Hertha BSC, den FC Schalke und Unterhaching aktiv.

Platz 39: Fabian Ernst

Auch Fabian Ernst musste im zentralen Mittelfeld hin und wieder aufräumen. Für Schalke, Bremen und den HSV lief der ehemalige Nationalspieler 306 Mal auf. 62 seiner Tacklings wurden dabei mit einer gelben Karte bestraft, vier Mal sah er die Ampelkarte und nur ein Mal die glattrote Karte.

Platz 39: Torsten Wohlert

Torsten Wohlert machte sich in der Liga eher als Rüpel einen Namen. In nur 199 Spielen sammelte er gleich fünf glattrote Karten. Dazu kommen 51 gelbe und eine Ampelkarte. Er lief unter anderem für Borussia Dortmund und den MSV Duisburg auf.

Platz 37: Martin Wagner

Zumindest was Tätlichkeiten, Notbremsen und Fouls mit besonderer Härte angeht war Martin Wagner ein braver Spieler. In 271 Partien für Wolfsburg, Nürnberg und Kaiserslautern sah er keine einzige Rote Karte, würde aber dafür sechs Mal mit Doppel-Gelb vom Platz gestellt. Insgesamt sah er 62 Verwarnungen.

Platz 37: Jens Jeremies

Etwas überraschend landet die Sechser-Legende Jens Jeremies nur auf dem geteilten 37. Platz. DAS Raubein der 00er-Jahre lief 251 Mal für Dynamo Dresden, den TSV 1860 und den FC Bayern auf und sah nur eine glattrote Karte. 66 Verwarnungen und drei Ampelkarten machen am Ende 80 Punkte. An dem Image des Vize-Weltmeisters von 2002 wird das wohl trotzdem nichts ändern.

Platz 35: Marco Kurz

Marco Kurz, der sich als Trainer unter anderem bei den Münchner Löwen, dem 1. FC Kaiserslautern, der TSG Hoffenheim, dem FC Ingolstadt und Fortuna Düsseldorf versuchte, war als Spieler alles andere als ein Unschuldslamm. In 300 Spielen sammelte er 70 gelbe Karten und drei Platzverweise. Kurz spielte für Nürnberg, 1860, Schalke, Stuttgart und den BVB.

Platz 35: Martin Stranzl

Im Herbst seiner Karriere blühte Martin Stranzl bei Borussia Mönchengladbach nochmal so richtig auf und wurde bei den Fohlen, die sich damals unter Lucien Favre im Aufwind befanden, zum wichtigen Führungsspieler in der Innenverteidigung. Zuvor stand er in der Bundesliga schon beim TSV 1860 München und dem VfB Stuttgart unter Vertrag. Insgesamt sammelte er 81 Rüpel-Punkte in 258 Spielen: 54 gelbe Karten, vier Mal gelb-rot und drei direkte Platzverweise.

Platz 33: Michael Frontzeck

Als Trainer im deutschen Profi-Fußball eilt Michael Frontzeck nicht gerade der beste Ruf voraus. Bei keiner seiner Stationen konnte er langfristigen Erfolg vorweisen. Als Spieler hatte der ehemaligen Linksverteidiger den Ruf, nicht vor harten Tacklings zurückzuschrecken. 436 Partien für Bochum, Freiburg, Stuttgart und Gladbach führten zu 72 gelben und zwei glattroten Karten.

Platz 33: Thomas Kempe

14 Saisons lang hat Thomas Kempe in der Bundesliga für Duisburg, Bochum und Stuttgart gespielt. In diesen sammelte er immerhin 64 gelbe Karten und vier Platzverweise in 391 Spielen.

Platz 32: Oliver Kreuzer

Oliver Kreuzer ist heute Geschäftsführer vom Karlsruher SC und versucht vermutlich, sein Team mit Spielern zu besetzen, die weniger Fouls und Karten verursachen als er. So benötigte er „nur“ 282 Spiele, um 70 gelbe Karten sammeln und drei Mal vom Platz zu fliegen. Als Spieler war er neben dem KSC auch für den FC Bayern München aktiv und gewann beim Rekordmeister zwei deutsche Meisterschaften.

Platz 29: Lothar Woelk

Lothar Woelk hat für seine Karten-Kollektion wesentlich länger gebraucht. Ganze 420 Bundesliga-Partien bedeuteten für ihn 76 gelbe Karten, eine gelb-rote und eine rRote Karte für den MSV Duisburg und den VfL Bochum.

Platz 29: Rafinha

Rafinha füllte beim FC Bayern München jahrelang die Rolle als giftiger Rechtsverteidiger aus, der stets einsatzbereit war und nie murrte, wenn er mal auf die Bank musste. Dies bezahlte er in seinen 332 Bundesliga-Spielen mit 71 Verwarnungen, zwei direkten Platzverweisen und einer Ampelkarte. Vor seiner Zeit beim FCB war er bereits für den FC Schalke aktiv.

Platz 29: Jerome Boateng

Rafinhas langjähriger Team-Kollege Jerome Boateng steht Stand März 2021 bei der gleichen Rüpel-Punktzahl. Dabei kommt der gebürtige Berliner zwar lediglich auf 53 gelbe Karten, dafür aber auch auf fünf direkte Platzverweise. Zwei weitere Ampelkarten ergeben 84 Punkte. Der Weltmeister von 2014 hat aber auch noch Raum für „Verbesserung“.

Platz 27: Hanno Balitsch

Auch der heutige TV-Experte Hanno Balitsch ist zu seiner aktiven Zeit nicht gerade zimperlich in die Zweikämpfe gegangen - als Sechser war er aber immerhin vorsichtig genug, es fast ausschließlich bei Verwarnungen zu belassen. Nur ein einziges Mal in 343 Spielen flog er nach der zweiten seiner insgesamt 82 Gelben vom Platz, ansonsten wurde er nie vorzeitig vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt.

Platz 27: Lothar Matthäus

Rekord-Nationalspieler, Legende, Frauenheld, TV-Experte. Lothar Matthäus ist aus der deutschen Fußballwelt nicht wegzudenken. In 464 Bundesliga-Spielen für Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München musste „Loddar“ natürlich auch mal dazwischengehen und Statements setzen. Das wurde 77 Mal mit einer gelben Karte bestraft, dazu flog er zwei Mal vom Platz, einmal davon glatt.

Platz 24: Michael Zorc

Für Michael Zorc gehört das Fußball-Business ebenfalls weiterhin zum Alltag. Der sportliche Leiter des BVB gehört zu Borussia Dortmund wie das Westfalenstadion. Als Spieler lief er 17 Saisons lang nur für einen Klub auf, auch nach der Karriere änderte er nie die Farben. In den 463 Spielen - eins weniger als Lothar Matthäus - wurde er drei Mal vom Platz geschickt. Zwei glattrote Karten und 73 Verwarnungen ergeben 86 Punkte.

Platz 24: Stefan Schnoor

Während Zorc seine gesamte Karriere in Dortmund verbracht hat, verblieb Stefan Schnoor als Bundesliga-Profi stets in Norddeutschland. In 344 Spielen sah er 65 gelbe Karten, zwei Ampelkarten und drei direkte Platzverweise.

Platz 24: Vedad Ibisevic

Der Vedator. Torjäger und Hitzkopf in einem. Ob er nach dem Schalke-Fiasko nochmal die Chance kriegt, seine Rüpel-Punkte aufzustocken, bleibt abzuwarten. Stand März 2021 steht der Bosnier bei 58 Verwarnungen, einer Ampelkarte und gleich fünf direkten Platzverweisen nach 344 Spielen. Er lief für Aachen, Hoffenheim, Stuttgart, Hertha und S04 auf.

Platz 23: Luiz Gustavo

Bei Abräumer Luiz Gustavo sieht das alles eher umgekehrt aus. Anders als Ibisevic kommen die 87 Punkte eher durch Verwarnungen und gelb-rote Platzverweise zu Stande. In nur 245 Einsätzen sammelte er stolze 61 gelbe Karten und flog sieben Mal nach Doppelgelb vom Platz. Nur einmal sah er die glattrote Karte.

Platz 22: Gonzalo Castro

Gonzalo Castro hat über 150 Bundesliga-Spiele mehr als Gustavo auf dem Buckel und galt stets als fairer Spieler. Nach 403 Partien sammeln sich die Karten als Außenverteidiger und Sechser allerdings zwangsläufig. 77 gelbe Karten und drei Platzverweise stehen bei dem ehemaligen Nationalspieler zu Buche.

Platz 20: Frank Greiner

Frank Greiner kommt auf 89 Rüpel-Punkte. Der Ex-Profi des 1. FC Köln, VfL Wolfsburg, 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Nürnberg hat es aber geschafft, in 330 Spielen kein einziges Mal vom Platz geschickt zu werden. Stattdessen sammelte er 89 gelbe Kartons.

Platz 20: Jiri Nemec

Jiri Nemec war in seiner Bundesliga-Karriere neun Jahre lang für den FC Schalke aktiv. Als die Zeiten in Gelsenkirchen noch um einiges sonniger waren, absolvierte der Tscheche 256 Spiele für die „Knappen“. Mit 87 gelben Karten und drei Platzverweisen eröffnet er punktgleich mit Greiner die Top 20 dieses unrühmlichen Rankings.

Platz 19: Michael Tarnat

Michael Tarnat war deutlich länger in der Bundesliga. Für den MSV Duisburg, Hannover 96, den FC Bayern München und den Karlsruher SC lief er in 16 Saisons 363 Mal auf und sah dabei 74 gelbe Karten. Je zwei Mal bekam er außerdem die Ampelkarte und Glattrot.

Platz 15: Thorsten Fink

Als aktiver Spieler hat Thorsten Fink nahezu alles erreicht. Deutscher Meister, Pokalsieger, Champions-League-Sieger. Mit dem FC Bayern München, dem KSC und der SG Wattenscheid absolvierte Fink 367 Partien und bekam 77 gelbe Karten. Er flog außerdem vier Mal vom Platz, drei Mal durch die Ampelkarte.

Platz 15: Thomas Berthold

Um Thomas Berthold, den Weltmeister von 1990, ranken sich heute einige Corona-Kontroversen. Als Spieler sorgte er dafür nur mit Fouls. Fünf Ampelkarten und eine glattrote Karte in 332 Spielen für Bayern, Frankfurt und den VfB Stuttgart ergeben gemeinsam mit 71 Verwarnungen 91 Punkte im Ranking.

Platz 15: Thomasz Hajto

Wie Jiri Nemec war auch Tomasz Hajto Teil der legendären Schalker Mannschaft um die Jahrtausendwende. Der Innenverteidiger räumte hinter Jörg Böhme und Co. auf und sammelte in nur 201 Spielen ganze 75 gelbe Karten und vier Platzverweise.

Platz 15: Josip Simunic

Den gemeinsamen 15. Platz komplettiert Josip Simunic, der nochmal zwei Platzverweise mehr aufweisen kann, dafür aber sechs gelbe Karten weniger als Hajto sah. Für seine 91 Punkte benötigte Simunic 271 Spiele für Hertha, den HSV und Hoffenheim.

Platz 13: Jürgen Kohler

Jürgen Kohler beendete seine BVB-Karriere auf tragischste Art und Weise. Im UFEA-Cup-Finale gegen Feyenoord Rotterdam flog er wegen einer Notbremse vom Platz, Dortmund verlor 3:2. Auch in der Bundesliga sammelte der Weltmeister von 1990 fleißig Fouls. 84 gelbe Karten und zwei Platzverweise in 398 Einsätzen für Dortmund, Bayern, Köln und Mannheim stehen zu Buche und ergeben Platz 13 im Ranking.

Platz 13: Maik Franz

Den Platz muss er sich mit Maik Franz teilen, der über seine komplette Karriere hinweg stets mit harten Bandagen kämpfte. Drei Ampelkarten und drei direkte Platzverweise sprechen für sich. In seinen 192 Spielen wurde er außerdem 68 Mal verwarnt. Franz steht also mit nur halb so wenig Spielen auf einer Stufe mit Kohler.

Platz 12: Stefan Reuter

Nur zehn Spieler haben mehr Bundesliga-Einsätze absolviert als Stefan Reuter. Der langjährige Geschäftsführer vom FC Augsburg stand 502 Mal auf dem Platz und hat als Abwehrspieler dementsprechend einige Karten gesehen. 79 gelbe Kartons und vier Platzverweise reichen auch in diesem Ranking nicht ganz für die Top 10. Insgesamt kommt er auf 93 Punkte.

Platz 9: Michael Ballack

Nationalspieler-Legende Michael Ballack hat sich zwei Punkte Vorsprung vor Reuter gesichert - und das obwohl er jahrelang für den FC Chelsea in der Premier League auflief. 267 Bundesliga-Einsätze für den FCK, Leverkusen und die Bayern führten zu 80 gelben und fünf Ampelkarten - kein einziges Mal sah er nur den roten Karton. Die vielleicht bitterste Karte seiner Karriere kassierte er im WM-Halbfinale 2002, als er für das Finale gegen Brasilien gesperrt wurde, das seine Mannschaft prompt verlor.

Platz 9: Ulf Kirsten

Team-Kollege Ulf Kirsten hat als Mittelstürmer alles kurz und klein geschossen, sich aber nebenbei auch in jeden Zweikampf geschmissen. Die Leverkusen-Ikone kommt nach 350 Einsätzen für die Werkself auf 81 gelbe Karten, drei Doppel-Gelbe und eine rote Karte. Auch er kommt auf 95 Punkte.

Platz 9: Günther Schäfer

Günther Schäfer komplettiert den neunten Rang mit ebenfalls 95 Punkten. In seinen 373 Spielen für Stuttgart und Bielefeld wurde er zwei Mal mit Glattrot dem Spiel verwiesen. Sein Punkte-Konto stocke er allerdings mit den 85 Verwarnungen auf.

Platz 8: Carsten Ramelow

Der nächste Leverkusener, der es in das vordere Ranking geschafft hat. Carsten Ramelow hat die Defensive von Bayer jahrelang zusammengehalten und vor keinem Halt gemacht. Die runden 333 Einsätze brachten 83 gelbe Karten und vier Platzverweise mit sich. Drei Ampelkarten ergeben 97 Rüpel-Punkte und den achten Platz.

Platz 7: Jens Nowotny

Ramelows Abwehr-Kollege und Kapitän Jens Nowotny ist zwei Punkte vor ihm gelandet. Mit einem Bundesliga-Spiel mehr setzt sich Nowotny im teaminternen Duell vor allem dank seiner glattroten Karten durch. Fünf rote und drei gelb-rote Karten bei „nur“ 65 gelben machen am Ende den Unterschied und sichern den siebten Platz.

Platz 6: Torsten Frings

Sommermärchen-Teilnehmer Torsten Frings ist der erste im Ranking, der die 100 Rüpel-Punkte knackt. Und das komfortabel: Der ehemalige Profi von Bremen, Dortmund und Bayern brauchte 402 Bundesliga-Einsätze für seine 106 Punkte, die er sich mit 92 Gelben und vier Platzverweisen erkämpfte - drei davon waren Ampelkarten.

Platz 5: Bernd Hollerbach

Bernd Hollerbach fällt wohl in die Kategorie „Maik Franz“. Mit nur 222 Spielen grätsche sich der heutige Profi-Trainer Bernd Hollerbach in die Top fünf. 93 gelbe Karten, drei Ampelkarten und ein direkter Platzverweis stehen für den ehemaligen Würzburg-Trainer zu Buche, der für die Hamburger Klubs HSV und St. Pauli sowie Kaiserslautern auflief.

Platz 4: David Jarolim

Die Zeiten, in denen der HSV noch um die europäischen Plätze statt um den Bundesliga-Aufstieg spielte, sind noch gar nicht so lange her. Damals kickte David Jarolim noch auf der Sechs und räumte vor der Abwehr ab. 96 gelbe Karten in 318 Spielen und die gleiche Platzverweis-Ausbeute wie Bernd Hollerbach bringen den Tschechen auf den vierten Rang.

Platz 3: Christian Wörns

Christian Wörns hat für den BVB und Bayer Leverkusen „eigentlich überragende“ 469 Spiele bestritten und sich dabei mit 114 Punkten auf das Rüpel-Podium der Bundesliga gekämpft. Er kommt insgesamt auf 88 gelbe Karten, vier direkte Platzverweise und zwei Ampelkarten.

Platz 2: Sergej Barbarez

Sergej Barbarez ist mit einem Punkt mehr und 139 Spielen weniger auf dem zweiten Platz. Der ehemalige Profi von Rostock, Dortmund, Hamburg und Leverkusen ist insgesamt sieben Mal des Feldes verwiesen worden. Vier glattrote und drei gelb-rote Karten machen bei 86 gelben Karten den Unterschied gegenüber Wörns aus. Vom Spitzenreiter ist er damit jedoch noch weit entfernt:

Platz 1: Stefan Effenberg

Das ist nämlich niemand Geringeres als Stefan Effenberg. Der „Tiger“ ist zwar - wie Barbarez - ebenfalls sieben Mal vom Platz geflogen, leistete sich dafür aber ganze 110 gelbe Karten in 370 Bundesliga-Einsätzen für den FC Bayern*, den VfL Wolfsburg* und Borussia Mönchengladbach*. Mit 137 Punkten steht „Effe“ also zurecht an der Spitze und wird so schnell vermutlich auch nicht eingeholt werden... *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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