Prime-Kunden dürfen sich freuen

TV-Hammer in der Bundesliga! Amazon überträgt weiter und schnappt sich gleich elf Partien

Die Bundesliga spielt wieder. Amazon hat sich die Rechte für insgesamt elf weitere Partien gesichert - darunter vier womöglich besonders emotionale Spiele.

  • Die Bundesliga* ist aus ihrer Corona-Pause* zurück. 
  • Nach den ersten absolvierten Geisterspielen am Samstag und Sonntag übertrug erstmals Amazon Prime das Montagabendspiel.
  • Der Streaming-Dienst hatte mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen. 
  • Viele weitere spannende Geschichten aus der Welt des Fußballs gibt es in unserer App.

Update vom 27. Mai: Auch wenn das Debüt von Amazon bei der Bundesliga-Übertragung alles andere als gelungen war, hat sich der Online-Riese noch die Rechte an insgesamt sieben weiteren Partien in Deutschlands höchster Spielklasse gesichert. Außerdem wird Amazon die vier Relegationsspiele übertragen.

Allerdings nicht exklusiv, denn auch DAZN wird die Partien für seine Kunden streamen. Fußball-Fans mit einem Amazon-Prime-Account können die Spiele nun aber auch verfolgen.

„Wir freuen uns, nach dem außerordentlich positiven Feedback weitere Bundesligaspiele live auf Prime Video zu übertragen“, sagt Alex Green, Geschäftsführer Sport bei Prime Video.

Bereits am Mittwoch (27. Mai) wird die Partie zwischen RB Leipzig und Hertha BSC (18.30 Uhr)* auf Amazon zu sehen sein. 

Folgende Bundesligaspiele laufen zudem auf Amazon Prime:

  • 29. Mai, 20.30 Uhr: Freiburg - Leverkusen
  • 1. Juni, 20.30 Uhr: Köln - Leipzig
  • 5. Juni, 20.30 Uhr: Freiburg - Gladbach
  • 7. Juni, 13.30 Uhr: Bremen - Wolfsburg
  • 12. Juni, 20.30 Uhr: Hoffenheim - Leipzig
  • 17. Juni, 18.30 Uhr: Frankfurt - Schalke

Der Deal wurde möglich, weil der Sublizenz-Vertrag von Eurosport und DAZN mit der DFL gekündigt worden war. Daher hatten sich DAZN und Amazon die Rechte an diesem TV-Paket, welches keine Spiele beinhaltet, die auf Sky laufen, gesichert. 

Bundesliga: Amazon Prime mit Mega-Problemen bei Bremen - Leverkusen - „Schimmeliger Joghurt“

Erstmeldung vom 19. Mai: Bremen - Es hörte sich an wie eine gelungene Überraschung zum Neustart der Bundesliga*: Das Montagabendspiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen soll live von Amazon Prime übertragen werden. Das teilte der Streaming-Dienst wenige Stunden vor Anpfiff der Begegnung mit. Ein kurzfristiger Deal, erstmals zeigte damit das US-Portal eine Partie aus der Bundesliga*. 

Und das auch noch ohne zusätzliche Kosten für die vielen Amazon-Prime-Kunden. Und: Der von zahlreichen Tennis-Turnieren bekannte und beliebte Kommentator Matthias Stach sollte durch das Spiel führen. Doch so richtig glücklich waren die Fans mit der Streaming-Premiere nicht. 

„Kann es sein, dass der Ton dem Bild leicht hinterherhängt?“, fragte beispielsweise ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer schrieb: „Dass Amazon Prime einem das Spiel #SVWB04 schenkt und es ständig nur abbricht, ist wie ein schimmeliger abgelaufener Joghurt als Geschenk.“ 

Bundesliga: Live-Stream von Amazon Prime mit großen Problemen - das sagen die User

Doch nicht nur während der Partie kam es zu Problemen mit dem Stream: In der Halbzeit sollte der ehemalige deutsche Nationalspieler Jens Nowotny via Skype-Schalte als Experte ins Studio geschaltet werden. Das Bild ruckelte, Nowotny war zeitweise kaum zu verstehen. „Das Internet bei Jens Nowotny ist ähnlich schnell wie er früher als Verteidiger“ oder „Nach den vielen Bänderverletzungen in seiner Laufbahn ist es nur logisch, dass ein Jens Nowotny nicht unbedingt die größte Bandbreite vorweisen kann“ waren da noch die harmloseren Kommentare. 

Viele Twitter-Nutzer machten sich auch über das Interview-Setting lustig. „Nowotny sieht aus, als würde er gerade eine Wohnung renovieren und wäre dabei von Amazon per Skype gestört worden“, schrieb einer. Ein anderer postete einen Screenshot der Live-Schalte und schrieb dazu: „Jens Nowotny wurde auch von seiner Frau in den Keller zum Fußballgucken geschickt.“ 

Der Sportjournalist Tobias Escher fasste den aus Sicht von Amazon misslungenen Abend in der Bundesliga* so zusammen: „Die Amazon-Übertragung hat tatsächlich den Charme, als hätten sie heute Morgen erst erfahren, dass sie das Spiel heute übertragen dürfen. Technische Probleme bei der Skype-Schalte zum Experten, Kommentator fünf Sekunden hinter dem Bild.“ 

Auf die Kritik angesprochen sagte ein Sprecher des Konzerns der dpa: „Einige Kunden erlebten leider eine Tonverzögerung beim Live-Kommentar, die bis Ende des Spiels nicht restlos behoben werden konnte.“ Auf Twitter antwortete Amazon noch während des Spiels auf einige hämische Kommentare: „Wir arbeiten bereits dran.“

Bundesliga: Amazon Prime bisher mit keinen weiteren Übertragungsrechten

In naher Zukunft wird es wohl erstmal keine weitere Übertragung eines Bundesliga*-Spiels geben. Auf die Frage, ob und wann es denn weitere Spiele bei Amazon Prime zu sehen gebe, antwortete der Konzern: „Prime Video hat derzeit nur die Rechte an der Ausstrahlung des Spiels Bremen gegen Leverkusen. Sollte wieder etwas in der Pipeline sein, kündigen wir das rechtzeitig an.“

Die Übertragung des Montagabendspiels stand lange Zeit auf der Kippe. Die DFL hatte sich mit dem Konzern Eurosport/Discovery gestritten, der die Rechte ursprünglich erworben hatte, aber keine Spiele mehr zeigte. 

Nicht alle Ligen Europas planen die Fortführung der Saison. In Frankreich beispielsweise hat die Regierung die Spielzeit wegen des Coronavirus für beendet erklärt. Viele Länder betrachten die deutsche Liga und ihr Hygiene-Konzept* jetzt als Vorbild, die jeweiligen Starttermine stehen aber meist noch nicht fest.

Auch bei den Transfers ist gerade vieles unklar: Wie geht es weiter? Wie lange ist das Transferfenster geöffnet? Und ist ein Wechsel gerade jetzt überhaupt klug? Prominentes Beispiel ist Philippe Coutinho. Der Brasilianer ist vom FC Barcelona an den FC Bayern ausgeliehen, die Kaufoption liegt bei rund 120 Millionen Euro. Wohl zu hoch für die Münchner. Es gibt aber Gerüchte, wonach die beiden Vereine über eine niedrigere Ablösesumme verhandeln. Währenddessen hat man bei den Bayern offenbar Gladbachs Nico Elvedi im Visier.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Martin Meissner

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