BVB-Talent spielt groß auf

Tuchels Vertrauen in US-Boy Pulisic zahlt sich aus

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Christian Pulisic erzielte gegen Benfica das wichtige 2:0.

Dortmund - Neben Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang steht beim BVB nach dem Viertelfinaleinzug in der Champions League vor allem US-Boy Christian Pulisic im Fokus. Nach einer ausbaufähigen ersten Hälfte spielte er gegen Benfica eine fantastische zweite.

Vor dem Rückspiel gegen Lissabon war die am meisten gestellte Frage beim BVB, wer den verletzten Marco Reus (Faserriss) ersetzen sollte. Trainer Thomas Tuchel entschied sich nicht für Routinier André Schürrle, sondern für den erst 18-jährigen Christian Pulisic. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellte. Denn der US-Amerikaner hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Dortmunder Borussia das Viertelfinale erreicht (der Ticker zum Nachlesen). Beim 4:0 gegen Benfica bereitete er in seinem achten Spiel in der Champions League den ersten Treffer durch Pierre-Emerick Aubameyang vor, erzielte das vorentscheidende 2:0 nach der Pause mit einem sehenswerten Lupfer über Gäste-Schlussmann Ederson selbst.

Erstes Champions-League-Tor als Türöffner

Für das BVB-Talent, das im Februar 2015 ablösefrei von den Pennsylvania Classics nach Dortmund kam, war es ein Abend, den er so schnell nicht vergessen wird. „Es war mein erstes Champions-League-Tor und vermutlich das wichtigste, das ich bisher geschossen habe. Es war ein unglaublich schönes Gefühl“, sagte Pulisic, dessen strahlendes Lächeln für jede Zahnpasta-Werbung gut gewesen wäre. Dabei lief es auch für ihn gegen die Portugiesen trotz des frühen Führungstreffers zunächst nicht nach Wunsch.

Dreierpacker Aubameyang und Pulisic lassen den BVB jubeln

Die Borussia verlor nach starkem Beginn Mitte des ersten Durchgangs die Spielkontrolle, woran auch der US-Boy mit einigen Patzern seinen Anteil hatte. Was Tuchel aber nicht sonderlich beunruhigte. „Er ist ein Spieler, der nie aufgibt. Das Besondere ist, dass er kritikfähig ist und immer seine Intensität beibehält“, lobte der Dortmunder Fußball-Lehrer die Einstellung des Nachwuchsmannes. An eine Auswechselung habe er keineswegs gedacht: „Wir haben großes Vertrauen in ihn. Wir wissen, dass er nach so einer ersten Halbzeit eine solche zweite Halbzeit spielen kann."

"Besonders, dass er das schon in dem Alter abliefern kann"

Was sich auszahlte. Pulisic steigerte sich nach dem Seitenwechsel. Laut Tuchel ist er ein Spieler, der abgezockt agiert, über ein großes Selbstvertrauen und über die besondere Eigenschaft verfügt, auch unter Druck sein Potenzial abzurufen. „Er hat eine außergewöhnliche zweite Halbzeit gespielt. Es macht ihn besonders, dass er das schon in dem Alter abliefern kann“, betonte der Coach. Nicht umsonst interessieren sich inzwischen viele Top-Klubs in Europa für das BVB-Talent.

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Quelle: wa.de

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