Borussia Dortmund

Reus über Rolle als Kapitän: "Das kann man nicht mit 22 oder 23"

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Marco Reus führt den BVB als Kapitän auf den Rasen.

Marco Reus spricht über seine Rolle als Kapitän von Borussia Dortmund. Dazu äußert er sich emotional über den damaligen Abschied von Mario Götze zum FC Bayern.

Dortmund - Nationalspieler Marco Reus fühlt sich nach einem Reifeprozess in seiner Rolle als Kapitän von Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund inzwischen richtig wohl. "Man wächst mit der Zeit mehr und mehr in die Rolle hinein und weiß, in welchen Situationen man etwas sagen muss und in welchen nicht", sagte der 30-Jährige in einem Interview mit DAZN und Spox: "Das kann man nicht mit 22 oder 23 Jahren, sondern in einem Alter ab 26 oder 27. Dann weiß man, wofür man geradestehen muss."

Reus äußerte sich auch emotional über den Moment, als sein Freund Mario Götze ihm 2013 den Wechsel zum FC Bayern München verkündete. "Ich war zuhause, es hat geklingelt und Mario stand vor meiner Tür. Er hat mir persönlich gesagt, dass er den Verein verlassen und einen anderen Weg einschlagen wird. Ich wusste in dem Moment gar nicht, was ich denken oder sagen soll", sagte Reus: "Ich war frisch nach Dortmund gekommen und hatte das Gefühl, dass wir ein gutes Duo sein könnten. Deshalb war seine Entscheidung für mich in dem Moment schwierig nachzuvollziehen."

Dennoch habe er angesichts der heftigen Reaktionen danach mit ihm mitgelitten. "Ich habe Mario vor dem Champions-League-Spiel gegen Real Madrid abgeholt. Er saß hinten im Auto, die Fans haben auf ihn gewartet. Das war keine einfache Situation", erzählte Reus: "Ich weiß, wie er das damals erlebt und empfunden hat und wollte nicht in seiner Haut stecken. Welcher Druck auf seinen Schultern lastete - das können Außenstehende und auch ich als Fußballer gar nicht begreifen.

dpa

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Quelle: wa.de

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