Borussia Dortmund

So lautet die Meister-Rechnung von Lucien Favre

+
Schwächen erkannt: Lucien Favre will für mehr Defensiv-Stabilität sorgen.

Das Wort Meisterschaft ist bei Borussia Dortmund im Endspurt um den Titel kein Tabu mehr. Nur Trainer Lucien Favre nimmt es nicht in den Mund. Er rechnet lieber.

Dortmund – Lucien Favre wirkt entspannt. Auch der Schweizer hat die Länderspielpause genutzt, um die Anspannung ein bisschen herunterzufahren. 

Für den Schweizer völlig ungewöhnlich, dass er sich nach dem 3:2-Erfolg im Bundesligaspiel bei Hertha BSC vor zwei Wochen sogar drei fußballfreie Tage gönnte. „Es gab ja keine Spiele“, schmunzelt der Trainer, der sich ansonsten als akribischer Arbeiter fast rund um die Uhr mit seinem Job beschäftigt.

Der Bundesliga-Gipfel rückt näher

Sein Puls dürfte in den nächsten Stunden wieder kontinuierlich steigen, denn mit Blick auf den Bundesliga-Gipfel am 6. April beim FC Bayern München wird er in den nächsten Tagen fast ständig mit der Meisterfrage konfrontiert. 

Den ersten Versuchen weicht Favre geschickt aus, selbst mit dem Hinweis, dass Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ihre Zurückhaltung längst aufgegeben haben und inzwischen sogar öffentlich über den Titelwunsch reden. „Wir leben in einer Demokratie“, erklärt der Trainer. Damit will er klarstellen, dass doch jeder so oft das berühmte M-Wort in den Mund nehmen kann wie er will. Nur Favre selbst möchte das eben nicht. „Natürlich haben wir Ziele, aber manchmal sprechen wir nicht darüber“, beteuert der Trainer und bedient sich lieber einer ganz einfachen Rechnung. „Wir wollen alle Spiele gewinnen.“ 

Favre schaut lieber auf Wolfsburg

Damit ist eigentlich alles gesagt, denn in diesem Falle würde der Deutsche Meister am Ende Borussia Dortmund heißen. Da können die Bayern machen, was sie wollen. Denn diese Aussage beinhaltet auch einen Erfolg im Spitzenspiel in München.

Mehr will Favre zu diesem Thema auch nicht sagen, beschäftigt sich lieber mit den naheliegenden Dingen. Mit der anstehenden Aufgabe am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg. „Die Wolfsburger sind sehr athletisch. Sie haben in den letzten Spielen ihr System gleich zweimal gewechselt. Sie sind eine gefährliche Mannschaft“, erläutert der BVB-Coach seine Eindrücke vom Gegner. Nicht viel, aber immerhin. 

Vielmehr beschäftigt er sich lieber mit seinem eigenen Team. Wer Meister werden will, muss in erster Linie Fehler vermeiden. Dortmund hat in den vergangenen Wochen reichlich gemacht, vor allem im defensiven Bereich. Denn seit einiger Zeit schaffen es die Schwarz-Gelben nicht mehr, ohne Gegentor zu bleiben, was in der Hinrunde häufiger gelang.

Drei eigene Tore sind nicht immer möglich

Stabilität sieht anders aus. In den beiden vergangenen Bundesliga-Spielen kassierten die Borussen sowohl gegen Leverkusen als auch in Berlin zwei Gegentore, gewannen aber am Ende jeweils mit 3:2.

„Wir können aber nicht immer drei Tore schießen. Das ist schwer“, meint Favre und will sich intensiv darum kümmern, dass die Defizite behoben werden. „Wir haben zu viele unnötige Tore kassiert. Wir haben große Fehler gemacht. Wir haben auch taktische Fehler gemacht, die auf diesem Niveau nicht akzeptabel sind“, analysiert Favre. 

Wo er den Hebel in der Defensivarbeit ansetzen wird, erklärt er nicht. Er wird sich seine Gedanken machen. Die Mannschaft sollte die Erkenntnisse schon gegen Wolfsburg umsetzen, damit es in einer Woche ein Gipfeltreffen auf Augenhöhe geben wird.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare