Mitten im Spiel

Schiedsrichter sorgt bei BVB – VfL Wolfsburg für Kuriosum – Spiel lange unterbrochen

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Schiedsrichter Tobias Welz bei einer früheren Begegnung im Gespräch mit BVB-Verteidiger Manuel Akanji.

Tobias Welz, Schiedsrichter der Partie Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg, hat für ein Kuriosum gesorgt. Nach einer halben Stunde wechselte er sich aus.

Dortmund – Mitten im Spiel wechselt auf einmal der Schiedsrichter. Das kommt nicht oft vor – passierte allerdings so am Samstag bei der Partie Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg. Der Unparteiische Tobias Welz musste nach 30 Minuten verletzt ausgewechselt werden.

Die Partie BVB gegen Wolfsburg (bei uns im Live-Ticker und live im TV) war dadurch lange Zeit unterbrochen. Denn: So einfach konnte der Assistent Dr. Martin Thomsen nicht in die Rolle des Schiedsrichters Tobias Welz schlüpfen. Es mussten einige Vorkehrungen getroffen werden, die einige Zeit in Anspruch genommen hatten.

Schiedsrichter bei BVB gegen Wolfsburg ausgewechselt: Darum hat es so lange gedauert

Wie die Regel-Blogger Collinas Erben nämlich erklärten, hat der Vierte Offizielle ein anderes Headset als etwa die Linienrichter und der Unparteiische. "Der Vierte Offizielle hat ein 'Push-to-talk'-System, um sich in den Funkverkehr zu schalten. Bei den anderen ist der Kanal immer offen", heißt es. Deshalb mussten die Headsets und die Verkabelung erst getauscht werden.

BVB-Spieler und Gäste aus Wolfsburg nutzten die Unterbrechung wegen des Schiedsrichter-Wechsels

Die Spieler des BVB und des VfL Wolfsburg nutzten die Unterbrechung und machten eine Trinkpause, holten sich Erklärungen von ihren Trainern, tauschten sich mit ihren Mitspielern über den bisherigen torlosen Spielverlauf aus oder kickten ein paar Bälle, um sich warmzuhalten. Kein Wunder, dass es in Hälfte eins fünf Minuten Nachspielzeit gab.

Doch warum musste Welz überhaupt genau ausgewechselt werden? Wie der kicker berichtet, hat der Schiedsrichter muskuläre Probleme in der Wade verspürt. Ein Muskelfaserriss etwa könnte eine plausible Erklärung für die spontane Pfeifenübergabe gewesen sein – eine ähnliche schmerzhafte Erfahrung musste BVB-Trainer Lucien Favre ein paar Tage zuvor machen.

Schiedsrichter Welz ist erfahren, Ersatzmann Thomsen eher weniger – Kuriosität bei Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg

Welz wird jedenfalls einen klaren Grund gehabt haben, um sich auswechseln zu lassen. Der Schiedsrichter ist erfahren, hat bereits 102 Spiele in der Bundesliga gepfiffen und auch schon auf internationaler Ebene Erfahrungen gesammelt. 

Der neue Assistent, Marcel Pelgrim, ist da wesentlich unerfahrener. Der 42-Jährige aus Bocholt ist seit 1991 zwar schon Schiedsrichter, hat aber noch nie ein Bundesliga-Spiel gepfiffen. Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg war seine ungewollte Premiere. Pelgrim kam bislang vor allem in Spielen der Nachwuchsmannschaften zum Einsatz, hat etwas schon 28 Partien der A-Junioren-Bundesliga West geleitet.

Der neue Schiedsrichter, Dr. Martin Thomsen, kam dafür schon auf einige Einsätze in der 2. Bundesliga. Das Spiel war bis zur Halbzeit allerdings auch recht einfach zu pfeifen. Allerdings testeten die Spieler des BVB und des VfL Wolfsburg wohl ihre Grenzen nach der Auswechslung des Schiedsrichters neu aus. Ersatzmann Dr. Martin Thomsen musste dreimal die Gelbe Karte zeigen.

Nicht nur Schiedsrichter Welz verletzt ausgewechselt bei Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg

Schiedsrichter Tobias Welz ist übrigens nahezu zeitgleich mit BVB-Kapitän Marco Reus vom Platz gegangen. Reus lief nach kurzer Zeit in der Partie Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg ziemlich unrund, fasste sich immer wieder an den linken Knöchel. Welche Verletzung Reus plagt und ob er länger ausfallen wird, steht noch noch nicht fest. Für Schiri Welz jedenfalls war noch nicht Feierabend. Er konnte zwar die Partie nicht weiter aktiv leiten, nahm dafür aber seinen Platz an der Seitenlinie ein – und agierte nach seiner Auswechslung als Vierter Offizieller.

Für etwas besonderes war das Spiel für Lukasz Piszczek. Der BVB-Routinier feierte einen ganz besonderen Rekord. maho

Korrektur: In einer früheren Version des Textes hieß es, der Vierte Offizielle Marcel Pelgrim hätte die Spielleitung übernommen. Das war falsch. Der Assistent Dr. Martin Thomsen griff für Welz zu Pfeife, Pelgrim agierte daraufhin als Assistent. Wir haben den Fehler mittlerweile korrigiert.

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Quelle: wa.de

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