Hygiene-Konzept der DFL

Politik gibt grünes Licht für Bundesliga-Neustart - Experte kritisiert Vorstoß

Die Ministerpräsidenten von NRW und Bayern nennen einen möglichen Termin für den Wiederbeginn der Bundesliga. Allerdings müssten noch weitere Prüfungen abgewartet werden.

  • Die DFL lässt die Bundesliga, Schalke, BVB und Co. weiter aussetzen.
  • Im Idealfall soll die Bundesliga im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden.
  • Die Ministerpräsidenten von NRW und Bayern nennen einen konkreten Termin für einen möglichen Wiederbeginn.   

Update vom 21. April, 9.52 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich erneut gegen den baldigen Neustart der Fußball-Bundesliga ausgesprochen.

"Die Bundesliga würde mehrere zehntausend Tests verbrauchen, die in Pflege-Einrichtungen und Schulen fehlen", schrieb der Politiker auf Twitter. "Dazu würden Fantreffen Infektionsketten anstoßen. Auch ist unklar, weshalb dann andere Sportarten warten müssen. Niemand braucht "Brot und Spiele"."

In einer weiteren Antwort auf einen Tweet von FDP-Chef Christian Lindner sagte Lauterbach, dass der Wiederbeginn in der Bundesliga "falsche Signale" setzen würde: "Junge Leute sehen gesunde Sportler, denen wir es offiziell erlauben, den Abstand nicht einzuhalten und sich zu gefährden. Jugendliche wollen dann selbst spielen, denken, alles halb so wild..." 

Schon vor dem Treffen der Sportminister am Montag hatte der SPD-Mann geschrieben: "Der Druck für eine Lex Bundesliga schadet jetzt."

Update vom 20. April, 17.14 Uhr: Die Bundesliga könnte am 9. Mai aus der Corona-Zwangspause zurückkehren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CSU) sprachen sich bei Bild live jedenfalls dafür aus.

"Nach dem Hygiene-Konzept, das uns die Bundesliga vorgelegt hat, halte ich Geisterspiele für denkbar", erklärte Söder. Er meinte zudem: "Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht frühestens ab dem 9. Mai eine solche Geisterrunde spielen können."

Laschet ergänzte, dass ein durchdachtes Konzept die Voraussetzung sei: "Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können."

NRW-Landeschef Armin Laschet (links) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder halten einen Bundesliga-Wiederbeginn am 9. Mai für möglich.

Weiterhin gelte aber, dass aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden müssten.  Die DFL hatte die Bundesliga nach dem 25. Spieltag wegen er Coronavirus-Pandemie in die Zwangspause geschickt.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert reagierte erleichtert. "Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive", sagte er und mahnte zugleich in Richtung der Klubs, das Vertrauen der Politik nicht zu enttäuschen. "Es ist unsere Aufgabe, dieses Vertrauen zurückzuzahlen. Das ist Aufgabe der Klubs, aber auch der Spieler. Da muss der Fußball Vorbild sein", sagte Seifert.

Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zu Spielen mit Zuschauern erteilte Seifert ebenso eine Absage wie die Politik. "In dieser Saison wird es keine Spiele mehr mit Zuschauern geben können", stellte Laschet klar. Seifert sagte, er sehne "den Tag herbei, an dem ein ausverkauftes Stadion signalisiert, dass wir das Virus kontrollieren und nicht das Virus uns. Aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen."

"Geisterspiele" kein Thema: Saison-Neustart in der Bundesliga weiter fraglich

Update vom 15. April. 19.44 Uhr: Hinter dem Saison-Neustart in der Bundesliga steht weiter ein großes Fragezeichen, das positive Zeichen der Politik blieb vorerst aus.

Entgegen der Hoffnungen bei den Klubs verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch noch nicht darauf, den Weg für Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit trotz der Corona-Pandemie ab Mai frei zu machen.

Damit müssen die 36 Profi-Klubs weiter um ihre Existenz bangen. Eine Entscheidung soll erst bei der nächsten Konferenz der Kanzlerin mit den Länderchefs am 30. April fallen.

"Die Bundesliga war kein Thema. Sie wird im nächsten Schritt Thema sein. Ob Geisterspiele möglich sind, werden wir dann diskutieren", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zuletzt wurde die Zahl von 239 Personen genannt, die für den Ablauf einer Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit zugelassen werden soll.

DFL vertagt Entscheidung über Bundesliga-Wiederbeginn - wegen der Politik

Update vom 14. April, 15.25 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verschiebt ihre Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison in die nächste Woche. Die für Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen in der Coronavirus-Krise werde auf den 23. April verlegt, teilte die DFL am Dienstag mit. Damit verschafft sich die Dach-Organisation der 36 Profi-Klubs etwas Luft in der Debatte um Spiele ohne Zuschauer.

"Ziel der Verschiebung ist es, Klubs und DFL zusätzliche Zeit zur weiteren intensiven Vorbereitung bevorstehender Entscheidungen zu geben", heiß es in der Erklärung. Über das weitere Vorgehen in dieser Frage werden die 36 Vereine "auf Basis der dann aktuellen politischen Beschlusslage in Bund und Ländern in der kommenden Woche entscheiden". Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen berate

Bundesliga-Wiederbeginn im Mai? Experte hat erhebliche Bedenken

Update vom 12. April, 14.33 Uhr: Geht die Bundesliga in der Tat im Mai mit Geisterspielen weiter? SPD-Politiker Karl Lauterbach (57) hält jedenfalls wenig von einer schnellen Fortführung, wie der Gesundheitsexperte im Sport1-Doppelpass am Sonntag sagte. "Ich denke, im Herbst könnte wieder gespielt werden, wenn wir dann genügend Tests haben und keiner das Gefühl hat, hier wird einem etwas weggenommen", erklärte Lauterbach.

Er sehe bei einer Fortsetzung der Liga-Saison ab Mai keinen ausreichenden Schutz für die Gesundheit der Profis: "Durch den Kontaktsport ist die Übertragung von Viren kaum vermeidbar, wenn jemand infiziert ist", sagte Lauterbach.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält nichts von der Idee, den Spielbetrieb in der Bundesliga ab Mai wieder aufzunehmen.

Weiter meinte er: "Stellen Sie sich folgende katastrophale Situation vor: Wir lassen die Bundesliga wieder anrollen, und es kommt wieder zu mehr Fällen." Aus der Sicht des SPD-Politikers wäre dies nicht vertretbar, "insbesondere nicht gegenüber den Unternehmen, die auch auf Lockerungen warten, die wir aber nicht in Aussicht stellen können."

DFB hat Termin für Bundesliga-Start im Blick - Wann das Revierderby stattfinden soll

Update vom 10. April, 11.53 Uhr: Das Oster-Wochenende steht bevor und dennoch ist irgendwie alles so wie immer. Die Straßen sind wie leer gefegt, Zusammenkünfte mit der Familie sind meist nur online via Video-Chat möglich. Wenig Unterhaltung, viel Langeweile prägen das Leben in Zeiten der Corona-Krise.

Der eine oder andere wird sich fragen: Wann geht endlich die Fußball-Bundesliga wieder los? Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat darauf wohl eine Antwort gefunden. Denn wie die Bild berichtet, soll die Fußball-Bundesliga ab dem 9. Mai fortgesetzt werden. Das sollen DFB-Vertreter in einer Videositzung am Donnerstag erwägt haben. Eine endgültige Entscheidung stehe allerdings noch aus.

Bundesliga: DFL hat Termin im Blick - Wann das Revierderby stattfinden soll

Allerdings: Der DFB ist lediglich für die Terminierung der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga zuständig, um die es hauptsächlich in der Videositzung ging. Der Start der beiden Ligen sei für den 16. Mai geplant. Die Bestätigung der DFL stehe noch aus.

Erfolgt diese, würde das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 voraussichtlich am Samstag, dem 9. Mai, um 15.30 Uhr im Signal-Iduna-Park stattfinden. Allerdings handelt es sich dabei um ein Geisterspiel. Als Ziel wird anvisiert, die Saison bis zum 30. Juni abzuschließen - eine Fortsetzung wäre auf unbestimmte Zeit nur mit Geisterspielen ohne Zuschauer im Stadion möglich.

Personenanzahl im Stadion wird drastisch verringert - DFL plant die Geisterspiele in der Bundesliga

Update vom 7. April, 16.31 Uhr: Der Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga soll im Mai wieder aufgenommen werden. Dann geht es mit dem Revierderby zwischenBorussia Dortmund und Schalke 04 weiter - mehr denn je mit leeren Zuschauerrängen. Während noch beim einzigen Geisterspiel der Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln rund 600 Personen im Borussia Park anwesend waren, so werden zukünftig nur noch 239 Personen ins Stadion gelassen.

Wie die Bild berichtet, handelt es sich dabei um die beiden Mannschaften in voller Personenstärke, acht Trainer, Ärzte, Betreuer, TV-Personal sowie vier Balljungen und 30 Ordner. Auf den Tribünen seien zusätzlich 113 Personen erlaubt, darunter sollen 30 Journalisten sein. Allerdings handelt es sich dem Bericht zufolge nicht um finale Zahlen. Die DFL diskutiere über mehrere mögliche Modelle.

Coronavirus: Nur noch 239 Personen im Stadion - DFL plant die Bundesliga

Update vom 6. April, 13.48 Uhr: Auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund wird weiterhin auf Sparflamme trainiert. Schließlich weiß niemand, wann genau das Revierderby gegen den FC Schalke 04 nachgeholt und damit auch der Bundesliga-Spielbetrieb aufgenommen wird. Geplant ist das für den kommenden Mai, ob es dabei bleibt, gilt abzuwarten. 

Nichtsdestotrotz erwartet Sebastian Kehl, Lizenzspielleiter des BVB, eine spannende Restsaison. "Die Ergebnisse werden unvorhersehbarer, es wird Bewegung in die Tabelle kommen, und wir werden noch die eine oder andere Überraschung erleben. Es könnte eine verrückte Saison-End-Rally geben", prophezeit der ehemalige BVB-Profi in einem Interview mit dem Kicker

Coronavirus: BVB-Lizenzspielleiter Kehl widerspricht Aussagen von Hoeneß

Und danach? Bayern-Patriarch Uli Hoeneß geht von einer "neuen Fußballwelt" nach überstandener Corona-Krise aus. Nicht so Kehl, der deutlich widerspricht. "In diesem Sommer wird die Krise deutliche Auswirkungen auf den Markt zeigen", so Kehl. Anschließend jedoch geht er davon aus, dass sich nach und nach die Normalität wieder einpendeln wird. "Ob das jedoch lange Bestand haben wird, da habe ich meine Zweifel."

Zu sehr seien die Top-Vereine Europas auf die wirtschaftlichen Aspekte angewiesen - und damit auch auf den sportlichen Erfolg. Zwar betont Kehl, dass in jedem Verein aufgrund der aktuellen Lage ein umdenken stattfinden wird und wirtschaftlich nachhaltiger gearbeitet werden könnte, jedoch möchte am Ende "jeder vor allem Erfolg haben und wird dafür auch schneller wieder an Grenzen gehen", fügte Kehl an.

Coronavirus: Bundesliga-Klubs halten an Ziel für Saisonende fest

Update vom 6. April, 10 Uhr: Die Bundesliga-Klubs halten an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen. Dies bestätigte DFL-Chef Christian Seifert nach der Video-Mitgliederversammlung der 36 Profi-Klubs am Dienstag.

"Wir haben gemeinsam den Beschluss gefasst, das ist auch heute noch der Stand", sagte Seifert bei einer Video-Pressekonferenz. Unter bestimmten Bedingungen sei eine Verlängerung in den Juli möglich. Am Dienstag folgte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag, die Saison vorerst bis mindestens zum 30. April weiter auszusetzen.

Bei der von den Erst- und Zweitligisten eingeforderten Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Situation habe sich die Annahme bestätigt, dass "einige Klubs im Mai oder auch im Juni in eine existenzbedrohende Situation kommen könnten", sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) ohne Namen zu nennen. Im Falle von Insolvenzen soll es in diesem Jahr keinen Abzug von neun Punkten geben. In der kommenden Saison werden nur drei statt neun Zähler abgezogen.

Darüber hinaus stellt sich die DFL auch über die derzeit ausgesetzte Saison hinaus auf mögliche Geisterspiele ein. "Mindestens bis zum Ende der Saison ist es unrealistisch, davon auszugehen, dass wir nochmal vor vollen Stadien spielen", sagte Seifert. "Was nicht heißt, dass es realistisch ist, dass wir im August vor vollen Stadien wieder anfangen."

Die Revier-Klubs Borussia Dortmund und Schalke 04 halten sich weiterhin im Training fit, wenn auch äußerst eingeschränkt. Während sich die BVB-Profis auf dem Trainingsgelände in Brackel zuwinken, trainiert der S04 bereits wieder in größeren Gruppen.

Coronavirus: Watzke rudert nach umstrittenem TV-Auftritt zurück - zumindest teilweise

Update vom 29. März, 9,43 Uhr: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Teile seiner Ausdrucksweise bei dem umstrittenen Auftritt in der Sportschau bedauert. "Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!" sagte Watzke in einem Interview der Bild am Sonntag. Seine Mitarbeiter wüssten, "dass ich auch mal impulsiv werden kann", so Watzke.

Vor zwei Wochen hatte der 60-Jährige bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in der Sportschau zu den Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Fußball für Irritation gesorgt und finanzielle Hilfe für kleinere Klubs abgelehnt. "Und ehrlicherweise sind wir auch Konkurrenten. Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", hatte Watzke gesagt: "Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

Entscheidend sei für ihn "letztlich nicht, wie freundlich man etwas sagt, sondern ob es inhaltlich richtig ist. Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine auch Wettbewerber sind und bleiben. Und trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist. Das schließt sich nicht aus", sagte Watzke nun.

Coronavirus: DFL-Schreiben an die Klubs - es geht um Wettbewerbsverzerrung

Update vom 27. März, 8,17 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) drängt offenbar auf eine einheitliche Lösung der Bundesliga-Klubs beim Neustart des Trainingsbetriebs in der Corona-Krise. Wie die Bild berichtet, soll ein Schreiben an die 36 Profi-Vereine mit der Bitte gegangen sein, mit Gruppentraining nicht vor dem 5. April wieder zu beginnen. So soll eine Wettbewerbsverzerrung vermieden werden. Während in manchen Bundesländern Teamtraining nicht möglich ist, könnten andere Vereine damit schon wieder beginnen.

Am Donnerstag hatte der 1. FC Union Berlin mitgeteilt, dass man mit dem Gruppentraining auf Bitten der DFL erst am 6. April wieder beginnen werde. Am kommenden Dienstag wird die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des DFL-Präsidiums wegen der Pandemie eine Auszeit des Liga-Spielbetriebs bis zum 30. April verabschieden.

Coronavirus: DFL-Präsidium will Bundesliga-Pause verlängern

Update vom 24. März, 16.58 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat erneut auf die Corona-Krise reagiert und will die Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga mindestens bis zum 30. April verlängern. Eine entsprechende Empfehlung des Präsidiums werden die 36 Profi-Vereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März mit höchster Wahrscheinlichkeit beschließen. Zuvor waren wegen der Coronavirus-Pandemie schon die Spieltage 26 und 27 abgesagt worden.

Angesichts der derzeitigen Situation hat das DFL-Präsidium zudem entschieden, die geplante Ausschreibung der Medienrechte zu verschieben. Anstelle des ursprünglich geplanten Termins im Mai ist eine Vergabe ab Juni dieses Jahres vorgesehen.

Das Bundeskartellamt hatte der DFL am vergangenen Freitag grünes Licht für das eingereichte Vermarktungskonzept gegeben. Ziel der DFL sei es, den Fokus zunächst auf die Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen  zu richten, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Das neunköpfige DFL-Präsidium mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze diskutierte am Dienstag in einer mehrstündigen Videokonferenz über einen Notfallplan, wie die enormen finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise für den Profi-Fußball abgefedert werden könnten. Bei einem kompletten Saison-Abbruch drohen der gesamten Branche Einnahmeverluste in Höhe von rund 750 Millionen Euro.

Die DFL arbeitet daher momentan unter Hochdruck an Konzepten, Spiele zu gegebenem Zeitpunkt auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchzuführen. Ziel bleibe es, die Saison zu einem Abschluss zu bringen. Mögliche Szenarien und denkbare Handlungsoptionen sollen im Laufe der Woche weiter strukturiert und dann der Mitgliederversammlung zur Diskussion gestellt werden.

Coronavirus: Bundesliga wartet auf Signal der DFL - Wie sieht der Notfallplan aus?

Update vom 23. März, 14.26 Uhr: Während die Profis fast alle im Home Training sind, bastelt die Deutsche Fußball Liga (DFL) unter Hochdruck an einem neuen Notfallplan für die 1. und 2. Bundesliga. Das Präsidium mit Christian Seifert an der Spitze tagt am Dienstag via Schaltkonferenz, um das weitere Vorgehen vorzubereiten.

Die bundesweite Kontaktsperre im Kampf gegen das Corona-Virus hat die Lage auch im Fußball verschärft. Beschlüsse sind von der DFL nach dpa-Informationen erstmal nicht zu erwarten. Diese sollen - soweit es die Gesamtlage zulässt - bei der außerplanmäßigen Vollversammlung voraussichtlich am 31. März fallen.

In der Präsidiumssitzung der DFL soll es um Spielplan-Szenarien, aber auch um die Finanzsituation der Vereine und vorbereitende Maßnahmen gehen. Das Gremium umfasst neun Personen, Sprecher ist Geschäftsführer Christian Seifert. Fest steht, dass der ohnehin von der DFL schon als unrealistisch eingestufte Termin am ersten April-Wochenende für eine Saisonfortsetzung nicht mehr haltbar ist.

Gerechnet wird mit einer Absage aller Spieltage mindestens bis Ende April. Dann könnte in einer erneuten Bewertung die Pause sogar nochmals bis Ende Mai verlängert werden. Angesichts der Ausmaße der Pandemie geht es in den Denkmodellen ohnehin nur noch um sogenannte Geisterspiele ohne Fans in den Stadien.

Update vom 20. März, 11.54 Uhr: Die aktuelle Bundesliga-Saison 2019/20 soll trotz des Coronavirus zu Ende gebracht werden. Die finanziellen Einschnitte bei einem sofortigen Abbruch der laufenden Spielzeit seien zu groß, die Existenz zahlreicher Bundesliga-Klubs ob der überlebensnotwendigen TV- und Sponsoring-Einnahmen zu sehr bedroht. Deshalb diskutiert die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wohl über drei Szenarien, wie der Sportbuzzer berichtet. Eines davon sei demnach ein Turniersystem in Anlehnung an die EM und WM.

Neun Bundesliga-Spieltage stehen noch aus. Zahlreiche Verträge enden am 1. Juli. Die DFL steht unter Zeitdruck - und diskutiert dem Bericht zufolge deshalb über ein Turniersystem. Demnach soll in mehreren Regionen Deutschlands ein Austragungsort gewählt werden, an dem mehrere Partien täglich ausgetragen werden können. Dies hat nicht nur einen geringen Aufwand zu Folge. Die Teams könnten zudem in exklusiven Hotels untergebracht werden.

Coronavirus: Bundesliga im Turniermodus? DFL diskutiert drei Szenarien 

Wann wieder gespielt werden kann, ist aktuell völlig offen. Zwar ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs für den 3. April angedacht. Das jedoch gleicht mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen wohl eher einem Wunschgedanken. "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen", hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ausdrücklich betont. Die UEFA hatte zuletzt angekündigt, jegliche internationalen Wettbewerbe bis auf Weiteres zu unterbrechen. Genügend Spielraum für die Ligen also, die verbleibenden Partien im Eilverfahren durchzuführen.

Ein Saison-Ende in nur 16 Tagen sei möglich, wie der Sportbuzzer berichtet. Allerdings seien die Bundesliga-Teams in diesem Szenario alle zwei Tage im Einsatz. Unwahrscheinlich mit Blick auf die verschwindend geringe Regenerationszeit. Werden die verbleibenden Spieltage auf vier Wochen gestreckt, macht es das Ganze dann doch ein wenig realistischer. Borussia Dortmund,  Schalke 04 und Co. wären zweimal wöchentlich im Einsatz.

Coronavirus/Bundesliga: BVB-Boss Watzke über bedrohte Jobs im Profi-Fußball

Update vom 19. März, 9.46 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen wegen des Coronavirus werden die Bundesliga-Klubs bis ins Mark erschüttern, so viel ist sicher. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat sich deshalb erneut für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison ausgesprochen. "Ansonsten wird es finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fußball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag", so Watzke in einem Interview mit 11Freunde. "Und wenn uns die Behörden grünes Licht geben, dass diese Spiele im ganz kleinen Kreis erlaubt werden, dann werden wir die Möglichkeit nutzen, unsere Arbeit zu machen."

Dabei gehe es nicht um das Gewinnen eines möglichen Titels, so Watzke: "Die Meisterschaft hat dieses Jahr emotional sicherlich am Ende einen anderen Wert als sämtliche Titel vorher. Die Schale wird weder der Menge am Borsigplatz gezeigt noch auf dem Marienplatz oder sonstwo." Sondern vielmehr um das Sichern von Arbeitsplätzen in der Fußballbranche

Sorgen um seinen Job muss sich beim BVB aktuell niemand machen. Borussia Dortmund habe vorgesorgt, wie Watzke betonte. "Wir denken aktuell nicht im Ansatz an so etwas wie betriebsbedingte Kündigungen. Einige Monate würden wir auskommen, wenn in den nächsten Monaten nicht ein Cent dem BVB-Konto gutgeschrieben werden würde."

Coronavirus/Bundesliga: Heidel über eine mögliche Lösung für die Klubs

Update vom 18. März, 11.47 Uhr: Schalkes ehemaliger Sportvorstand Christian Heidel hat sich am Mittwoch zu den Auswirkungen des Coronavirus auf den Fußball geäußert. Der 57-Jährige, der aktuell in Spanien weilt, hob in einem Interview bei Sky Sports News HD hervor, er könne "niemandem einen Vorwurf ob der Entscheidungsfindung machen. Keiner weiß, was morgen ist. Es ist eine dramatische Situation. Es wurde noch nie jemand mit einer solchen Situation konfrontiert", so Heidel

Zudem gehe er davon aus, dass in den kommenden Wochen nicht an Fußball zu denken sei. Der Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ist vorerst bis zum 2. April ausgesetzt worden. Eine Verlängerung der Pause scheint derzeit unausweichlich. "Die Situation der Klubs ist ganz sicher dramatisch. Jeden Tag muss neu reagiert werden. Vom Gefühl her kann ich mich nur sehr schwer vorstellen, dass in den nächsten Wochen wieder Fußball gespielt wird." 

Ohnehin stehen die Bundesligisten und die DFL vor einer schier unlösbaren Aufgabe, wie der ehemalige Schalker findet. Eine gerechte Lösung für alle gebe es nicht, betonte Heidel in dem Interview. "Irgendeinen wird es immer treffen. Alle Klubs werden sich strecken müssen und sich solidarisch zeigen." 

Update vom 17. März, 15.34 Uhr: Wie die UEFA am Mittwoch via Twitter bekannt gab, werde weiter mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Demnach soll die EM 2020 auf das kommenden Jahr zwischen dem 11. Juni und 11. Juli verschoben werden. Die bereits erworbenen Tickets behalten allerdings ihre Gültigkeit. Sollten Ticket-Inhaber im Sommer 2021 nicht in der Lage sein, das Turnier besuchen zu können, sollen die Kosten vollständig erstattet werden, heißt es.

Bis auf weiteres sollen europäische Wettbewerbe ruhen. Desweiteren werden internationale Freundschaftsspiele auf den kommenden Juni verlegt, heißt es. Deutschland hatte Duelle mit Italien und Spanien für Ende März geplant. Die Bundesliga-Saison hingegen soll vollständig abgeschlossen werden. "Unter Beteiligung von Ligen und Vereinsvertretern wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Termin-Lösungen zu prüfen, die den Abschluss der laufenden Saison ermöglichen würden."

In dem Statement der UEFA heißt es, die "Fußball-Gemeinschaft" müsse in diesen Zeiten "Verantwortung, Einheit und Solidarität" zeigen. "Die Gesundheit der Fans, Verantwortlichen und Spieler muss oberste Priorität genießen."

Update vom 17. März, 13.54 Uhr: Nach übereinstimmenden Medienberichten wird die EM 2020 um ein Jahr verschoben. Wie das ZDF berichtet, haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA dem Vorschlag der Europäischen Fußball-Union zugestimmt.

Der Start in das Turnier war ursprünglich für den 12. Juni geplant. 51 Spiele unter 24 Teilnehmern sollten unter anderem in München ausgetragen werden. Dem Bericht zufolge soll die Europameisterschaft für den Sommer 2021 neu terminiert werden. Nun müssen die nationalen Mitgliedsverbände der UEFA dem Vorschlag zustimmen. Anschließend will das UEFA-Exekutivkomitee die Verlegung noch am Nachmittag formal beschließen.

Welche Auswirkungen das auf den Liga-Betrieb haben wird, ist aktuell noch nicht klar. Die Bundesliga pausiert bis einschließlich dem 2. April. Anschließend sollen die restlichen Saison-Partien als Geisterspiele stattfinden.

Coronavirus: Heftige Kritik an BVB-Boss Watzke aus der Bundesliga 

Update vom 17. März, 10.08 Uhr: Auch aus der 2. Fußball-Bundesliga hagelt Kritik auf BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ein, diesmal vom Präsidenten des aktuellen Tabellen-Achten Erzgebirge Aue. "Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", so Aues Präsident Helge Leonhardt gegenüber der Leipziger Volksstimme. "Es darf keine einschneidenden Verlierer geben, es darf keiner abgehängt werden. Weder in der Gesellschaft noch beim Sport."

Zudem betonte Leonhardt, dass ein Stattfinden der für den 12. Juni bis 12. Juli geplanten EM 2020 ausgeschlossen werden kann. "Die EM kann nicht gespielt werden, so viel steht fest. Das würde den Ligen die Chance geben, die Saison zu beenden - im Oktober oder wann auch immer."

Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Die Bundesligisten bereiten sich in unterschiedlicher Art und Weise darauf vor. Und auch die BVB-Ultras wollen nicht tatenlos herum sitzen.

Coronavirus: BVB-Boss Watzke erntet heftige Kritik aus der Bundesliga

Update vom 17. März, 9.28 Uhr: Mit seinen Aussagen über die Absage des Bundesliga-Spieltags hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke für Aufsehen gesorgt. Besonders bei Fortuna Düsseldorfs Chef Thomas Röttgermann, der nun deutliche Kritik übte und weitere Vorgehensweisen ankündigte. 

"Ich weiß nicht, was ihn dazu getrieben hat, das zu sagen. Ich halte das für absolut unsolidarisch. Es war weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Inhalt", so Röttgermann gegenüber der Rheinischen Post. Der Fortuna-Boss wolle nun das persönliche Gespräch suchen. "Wir NRW-Klubs werden uns ja ohnehin zusammenschalten, um mit der Politik zu sprechen, dann habe ich die Gelegenheit, ihn darauf anzusprechen."

Nachdem Hans-Joachim Watzke die kurzfristige Absage des 26. Bundesliga-Spieltags und damit des Revierderbys gegen Schalke 04 kritisiert und "andere Ansätze" in den Raum gestellt hatte (siehe Update vom 13. März, 17.36 Uhr), legte der BVB-Boss am Sonntag in der Sportschau nach - und schob die Solidarität unter den Bundesliga-Klubs beiseite. "Aber wir haben auch ein Wirtschaftsunternehmen. Und ehrlicherweise sind wir auch Konkurrenten. Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", so Watzke deutlich.

Und weiter: "Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

Coronavirus: Bundesliga pausiert - Schalkes Jobst: "Es geht um die Existenz des Klubs"

Update vom 16. März, 18.55 Uhr: Nach DFL-Chef Christian Seifert hat auch Schalkes Vorstandsmitglied Alexander Jobst eindringlich vor den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie gewarnt.

"Wir alle sind uns in diesen Tagen der gesundheitlichen Bedrohung für das ganze Land bewusst. Absolute Priorität hat die Gesundheit der Bevölkerung! Die Auswirkungen der aktuellen Situation zeigen aber auch, dass es um die Existenz des FC Schalke 04 und der Klubs der 1. und 2. Bundesliga geht", teilte der für Marketing und Kommunikation zuständige Vorstand des Bundesligisten via Vereinshomepage mit.

Update vom 16. März, 15.21 Uhr: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert betont, dass es wichtig für die Klubs sei, dass möglichst bald wieder Spiele stattfinden. "Die größten Einnahmen-Positionen eines Klubs sind Medien- und Sponsoring-Einnahmen, die in erster Linie davon Leben, dass die Sponsoren im TV-Bild und in den elektronischen Medien zu sehen sind", so der 50-Jähirge. Hinzu kämen natürlich die Zuschauer-Einnahmen. Wenn all diese Quellen fehlen, würden die Vereine früher oder später erhebliche wirtschaftliche Probleme bekommen.

"Geisterspiele, bei denen nun mal keine Zuschauer sind, werden in nächster Zeit die einzige Überlebenschance sein", so Seifert deutlich: "Um es klar zu sagen: Wenn jetzt der eine oder andere sagt, wir sollten uns gar nicht erst mit Geisterspielen beschäftigen, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir demnächst mit 18 oder 20 Profi-Klubs, denn dann wird es keine 20 Profi-Klubs mehr geben."

Alle 36 Klubs hätten das Bestreben geäußert, diese Saison auf jeden Fall zu Ende spielen zu wollen.

Coronavirus: DFL lässt Bundesliga vorerst weiter ruhen - Seifert: "Geisterspiele einzige Überlebenschance"

Update vom 16. März, 15.03 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat beschlossen, den Spielbetrieb weiter auszusetzen - also auch den 27. Spieltag bis zum 2. April. Das gab DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach er Krisensitzung der DFL mit allen 36 Profi-Klubs in einer Pressekonferenz bekannt. "Das heißt nicht, dass wir aktuell davon ausgehen, dass wir am 3. April wieder spielen", so Seifert.

Eine Entscheidung darüber werde in der Woche ab dem 30. März gefallen, so der DFL-Boss. Dann soll die Situation neu bewertet werden. Die Klubs sollen sich weiter mit den Behörden vor Ort austauschen. Aktuell könne niemand sagen, ob beziehungsweise wann wieder Fußballspiele stattfinden würden.

 "Die Eindämmung des Coronavirus hat Vorrang vor allem anderen", erklärte Seifert in seiner Ausführung. "Alle Klubs erstellen Extremszenarien hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Niemand kann behaupten, wann wieder Spiele stattfinden sollen."

Update vom 16. März, 14.52 Uhr: Mit DFB-Präsident Fritz Keller als Gast hat heute die Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Bundesligen begonnen. Die Ergebnisse wird die DFL in Kürze in einer Pressekonferenz bekanntgeben und dabei die Frage beantworten: Wie geht es mit der Bundesliga weiter?

Update vom 16. März, 12.01 Uhr: Die Bundesligisten wie Borussia Dortmund oder Schalke hatten zuletzt angekündigt, bereits gekaufte Tickets zu erstattet. Aber wie sieht es bei den Dauerkarten aus? Auch Dauerkarten-Inhaber hätten in Anspruch auf Erstattung, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

Update vom 16. März, 10.42 Uhr: Wie es Schalke 04 angekündigt hat, steht für die Profis an diesem Tag ein Laktat-Test auf dem Programm. Um die Sicherheit aufgrund des Coronavirus zu gewährleisten, findet das Ganze in Kleingruppen von maximal zwei Personen statt.

Die Werte sollen Aufschluss darüber geben, welche "Hausaufgaben" die Spieler mitbekommen - in puncto Fitness und Training.

Coronavirus: Watzke erneuert Kritik an Bundesliga-Absage und sah "vertretbares Szenario"

Update vom 15. März, 17.41 Uhr: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) hat seine Aussagen unterstrichen, dass es eine Alternative zur Absage des Bundesliga-Spieltags an diesem Wochenende gegeben hätte. "Ich sehe das immer noch so. Ich habe die Eigenschaft, dass ich meine Meinung von Freitag bis Sonntag nicht ändere", erklärte der BVB-Boss am Sonntag in der Sportschau in der ARD.

Watzke erläuterte: "Der Fußball hat alles dafür getan, um eine absolute Risikominimierung vorzunehmen. Wir haben uns auf die Geisterspiele eingelassen. Jeder weiß, dass es an den Lebensnerv des Fußballs geht, wenn du ohne Zuschauer spielen musst. Aber wir haben eingesehen, dass es nicht geht." 

Dazu zählte er auf: "Wenn wir das Derby gespielt hätten und die Journalisten auch noch draußen gelassen hätten, wären noch 80 Leute im Stadion gewesen. Das wäre ein vertretbares Szenario gewesen. Es hätte die Liga um 75 Millionen Euro entastet, die wir möglicherweise sonst zurückzahlen müssen. In einer Interessensabwägung stand das dagegen."

Der BVB-Boss berief sich auf die Entscheidung des DFL-Präsidiums am Freitagvormittag, diesen Spieltag noch durchzuziehen. "Aber es waren nicht alle der gleichen Meinung, dann muss man eben Absagen", so Watzke. Am Freitag hatte Watzke diese Entscheidung bereits kritisiert und gemeint, "dass es sicher auch andere Ansätze gegeben hätte".

Dazu glaubt er nicht, dass in dieser Spielzeit noch Partien mit Zuschauern ausgetragen werden: "Wir werden uns über alle Szenarien Gedanken machen. Ich habe Verantwortung für 850 Mitarbeiter. Wenn wir diese Saison noch spielen, dann werden es Geisterspiele sein, das ist klar."

Zur Einordnung: Sollte der sportliche wie ökonomische Worst Case eintreten und die Saison tatsächlich nach 25 Spieltagen beendet werden müssen, würde allein durch den Wegfall der Fernsehgelder für die letzten neun Runden bei etwa 1,4 Milliarden Euro TV-Gesamtgeldern für alle 34 Spieltage ein Einnahmeausfall von rund 370 Millionen Euro anfallen.

Watzke meinte zu einem möglichen Abbruch der Bundesliga-Saison: "Wenn wir über 750 Millionen Euro reden, dann zahlen Borussia Dortmund und der FC Bayern München natürlich mehr zurück als andere Vereine. Am Ende des Tages können nicht die Klubs, die Polster angesetzt haben, die anderen belohnen. Aber wir werden sicher Ansätze finden, solidarisch zu arbeiten. Es ist von uns nicht gewollt, dass Spielergehälter vom Steuerzahler übernommen werden. Wenn es zu einem Abbruch der Saison kommt, dann wird es für einige Vereine sehr, sehr schwierig."

Revierderby wegen Coronavirus abgesagt: Fanclub feiert vor dem BVB-Stadion

Update vom 14. März, 17.01 Uhr: Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wurde abgesagt - na und? Trotzdem haben sich am Samstagnachmittag rund 30 BVB-Fans vor dem Stadion eingefunden und gefeiert. Der Dortmunder Fan-Club "Bigge-Borussen" war eigens mit 30 Personen in einem schwarz-gelben Schulbus aus dem Sauerland angereist, da ein Mitglied am Samstag seinen Junggesellenabschied während der Partie in einer VIP-Lounge feiern wollte.

"Die Absage ist natürlich doof, aber dann wollten wir uns mit dem künftigen Bräutigam wenigstens vor dem Stadion fotografieren", sagte ein Fan-Club-Mitglied. Beim privaten Fototermin zündeten sie extra Rauchbomben - passend in schwarz-gelb.

Update vom 14. März, 16.33 Uhr: Das Revierderby findet statt - zumindest auf Twitter. Schalke 04 berichtete dort am Samstag pünktlich ab 15.30 Uhr vom (abgesagten) Derby beim BVB. Allerdings wiederholten die Königsblauen eins zu eins den Twitter-Verlauf von November 2017, als die Königsblauen beim BVB zur Pause 0:4 hinten lagen und am Ende tatsächlich noch ein 4:4 schafften.

Dazu schrieb der Klub: "Wir sind uns einig: Gesundheit ist das Wichtigste! Auf #Revierderby-Flair wollen wir heute aber nicht ganz verzichten. Das #Jahrhundertderby aus dem November im Twitter-Relive. Viel Vergnügen #S04#BVBS04 | #JahrhundertderbyRelive."

Update vom 14. März, 15.24 Uhr: Nach dem ausgefallenen Spieltag hat Schalke 04 seine Spieler über das Wochenende tatsächlich nach Hause geschickt und ihnen das Reisen untersagt. "Sie haben die Auflage, sich zu Hause aufzuhalten und möglichst keine langen Reisen zu unternehmen", sagte ein Klub-Sprecher der dpa. Am Montag kommen die Spieler wieder zusammen, aber nicht zum Training.

"Dann wird es einen Laktattest geben, damit wir die aktuellsten Fitnesswerte haben und gegebenenfalls für die Spieler individuelle Trainingspläne für zu Hause erstellen können, wenn die Liga länger pausiert", sagte der Klub-Sprecher. Am Montag wird die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) über eine Ausweitung der Aussetzung des Ligabetriebes entscheiden. Davon abhängig sei der weitere Trainingsbetrieb der Schalker.

Als Vorsichtsmaßnahme werde der Laktattest "in ganz kleinen Gruppen von jeweils ein bis zwei Spielern stattfinden", sagte der Vereinssprecher. Zudem unterrichte die medizinische Abteilung die Profis regelmäßig über Vorsichtsmaßnahmen in vier Sprachen.

Revierderby wegen Coronavirus abgesagt: BVB-Star Hummels bittet um Hilfe

Update vom 14. März, 11.17 Uhr:  Wie geht es nach der Absage des Bundesliga-Spieltags nun weiter? Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre will nach Angaben der Bild normal weiter trainieren. Das Nachwuchsleistungszentrum des BVB in Brackel sei zunächst bis zum 30. März geschlossen und alle Jugendspieler nach Hause geschickt worden - um alle Kontakte dort zu minimieren.

Und auf Schalke? Chefcoach David Wagner setzte für Samstag und Sonntag individuelle Einheiten an, am Montag soll es einen Laktat-Test in Zweier-Gruppen geben.

Update vom 14. März, 9.34 Uhr: Auch die Fußballer haben nun mehr Zeit als erwartet. Was stellen sie damit an? BVB-Verteidiger Mats Hummels tut wohl das, was viele andere auch machen: Er vertreibt sich die Zeit mit Netflix, das nun "eine große Rolle spielen" werde, wie der 31-Jährige in seiner Instagram-Story schrieb.

Dabei fragte er seine Follower nach Empfehlungen, welche Serie beziehungsweise welchen Film sie ihm ans Herz legen können.

BVB-Verteidiger Mats Hummels vertreibt sich die Zeit nun vermehrt mit Netflix.

Die Ergebnisse gab Hummels im Detail nicht bekannt, dafür aber, wofür er sich kurz danach entschieden hatte: Er schaute sich den Krimi "Der unsichtbare Gast" ab, der für ihn "der erste Gewinner" gewesen sei. Fortsetzung folgt bestimmt.

Update vom 13. März, 17.36 Uhr: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich zu der Entscheidung der DFL geäußert, den 26. Bundesliga-Spieltag und damit auch das Revierderby gegen Schalke zu verlegen. "Das Präsidium der DFL hat eine Entscheidung getroffen, die es zu respektieren gilt – unabhängig davon, dass es sicher auch andere Ansätze gegeben hätte", sagt der BVB-Boss: "Wir müssen das jetzt alle gemeinsam solidarisch tragen und am Montag die entsprechenden Ableitungen diskutieren."

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Weiter meinte er: "Gleichwohl gilt – auch abhängig von dem, was am Montag beschlossen wird –, dass sich der deutsche Profi-Fußball in der größten Krise seiner Geschichte befindet. Es steht zu hoffen, dass die Bundesliga-Klubs in den vergangenen Jahren so viel Substanz gebildet haben, dass alle diese Krise überstehen. Eine existenzielle Gefährdung von Borussia Dortmund ist nach allem, was wir heute einschätzen können, auszuschließen.“

Coronavirus: DFL sagt Bundesliga-Spieltag ab

Update vom 13. März, 16.12 Uhr: Jetzt also doch! Die DFL hat beschlossen, "den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen", heißt es in einer Mitteilung: "Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Profiklubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen."

Die DFL begründet diese Maßnahme in der aktuellen Mitteilung mit der "Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga". Damit fällt auch das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 aus.

Die Entscheidung hat eine historische Dimension: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg (1944/45) ist der Liga-Betrieb unterbrochen. Betroffen sind allerdings in der Bundesliga zunächst nur der 26. und 27. Spieltag (20. bis 22. März).

Am Vormittag hatte das DFL-Präsidium nach einer Sondersitzung noch vorgeschlagen, wegen der Corona-Pandemie erst ab dem kommenden Dienstag bis einschließlich 2. April auszusetzen. Dieses Vorhaben sollte von den 36 Profiklubs bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag in Frankfurt/Main abgenickt werden. Der Plan hatte für harsche Kritik gesorgt - auch bei Bundesliga-Profis.

Update vom 13. März, 12.44 Uhr: Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange betonte noch einmal, die Sicherheit im öffentlichen Raum rund um das Geisterderby am Samstag gewährleisten zu wollen. Auch er appellierte "an jeden einzelnen Fan". "Wir haben ein gemeinsames Projekt: wie wir es schaffen, mit unseren Verhaltensweisen mit kühlem Kopf dazu beizutragen, die Virus-Verbreitung zu verlangsamen", sagt er. "Dazu kann jeder einen Beitrag leisten, auch die Fußball-Fans."

Update vom 13. März, 12.41 Uhr: Auch eine große Zahl an Ordnungskräften werde es geben - ebenfalls ums Stadion herum. "Weil wir nicht wissen, wie viele sich eventuell auf den Weg an die Strobelallee machen", so Hockenjos. "Wir haben die Fan-Aktionen in Gladbach und Paris gesehen und hoffen, dass wir dergleichen am Samstag nicht haben."

Coronavirus: noch speziellere Vorbereitung auf das Revierderby

Update vom 13. März, 12.39 Uhr: Borussia Dortmunds Direktor Organisation, Dr. Christian Hockenjos, spricht von einer diesmal noch spezielleren Vorbereitung auf das Revierderby. "Fakt ist: Wir werden morgen keine Besucher im Stadion haben", erklärte er. Nur die Personen, die für den Spielbetrieb nötig sind, werden im Westfalenstadion sein.

Auch Journalisten werden vor Ort sein, wenn auch in abgespeckter Version. Die übliche Mixed Zone nach der Partie fällt aus.

Update vom 13. März, 12.23 Uhr: "Borussia Dortmund folgt dem Aufruf der Bundesregierung, wegen des Coronavirus bis auf Weiteres soziale Kontakte einzuschränken", teilte der BVB soeben mit und sagt damit die für 16.45 Uhr angesetzte Pressekonferenz vor dem Revierderby gegen Schalke ab.

Update vom 13. März, 12.16 Uhr: Der Vorschlag der DFL, die Bundesliga erst ab Dienstag pausieren zu lassen, sorgt für rege Diskussionen im Netz. Dazu meint unser Redakteur in seinem Kommentar: eine lächerliche und fahrlässige Entscheidung

Update vom 13. März, 12.02 Uhr: Das Revierderby findet ohne Zuschauer statt. Dennoch ist die Dortmunder Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. "Wir sind mit ausreichend Personal aufgestellt", sagte Polizeisprecherin Dana Seketa auf Anfrage des SID vor dem Duell BVB vs. Schalke: "Wir müssen damit rechnen, dass in der Stadt viel los sein wird."

Weil die Fans sich nicht auf den gewohnten Wegen ins Stadion begeben, gebe es "größere Fragezeichen", sagte Seketa: "Wir müssen schauen, was an anderen Standorten passiert."

Die beiden Klubs forderten ihre Anhänger auf, am Samstag nicht zur Dortmunder Arena zu reisen. Auch die Polizei schloss sich an: "Wir erwarten, dass alle gesittet irgendwo das Spiel schauen", sagte Seketa, "aber es kann sein, dass größere Gruppen auftreten."

Update vom 13. März, 11.36 Uhr: Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau klärt auf, dass es derzeit 14 Coronavirus-Fälle in Dortmund gibt. Mit Blick auf den Fußball und dem Revierderby sagt er: "Der kommende Spieltag soll noch durchgeführt werden."

Update vom 13. März, 11.25: Angesichts des Coronavirus informieren die Stadt Dortmund, die Polizei und der BVB ab 11.30 Uhr in einer weiteren Pressekonferenz über die Maßnahmen zum Revierderby am Samstag gegen Schalke 04. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Coronavirus: Revierderby vor Absage? DFL gibt Stellungnahme heraus

Update vom 13. März, 10.24 Uhr: Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) schlägt vor, "den Spielbetrieb beider Ligen ab dem kommenden Dienstag bis einschließlich 2. April, also dem Ende der Länderspiel-Pause, auszusetzen", heißt es in einer Mitteilung. Eine Entscheidung über den Vorschlag soll bei der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung getroffen werden. Dabei handelt es sich ohnehin lediglich um den 27. Spieltag, der vom 20. bis 22. März angesetzt ist.

Ziel sei es weiterhin, "die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte".

Das würde bedeuten, dass der anstehende Spieltag - inklusive Revierderby BVB vs. Schalke - stattfinden würde. Die DFL und die Klubs seien "mit Blick auf das kommende Wochenende weiter im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium beziehungsweise den lokalen Gesundheitsbehörden an den jeweiligen Stadion-Standorten der Bundesliga und 2. Bundesliga. Dabei hat die Gesundheit der gesamten Bevölkerung und damit auch aller Fußballfans sowie aller Akteure der Bundesliga und 2. Bundesliga oberste Priorität", heißt es weiter.

Coronavirus: Revierderby BVB - Schalke vor Absage? DFB berät über Abbruch

Update vom 13. März, 10.14 Uhr: Wird die Bundesliga tatsächlich ab sofort unterbrochen? Laut Bild sehen zwei Szenarien möglich, die die Vereine diskutieren.

Das erste sehe in der Tat eine sofortige Unterbrechung vor, wie sie unter anderem zuletzt BVB-Sportdirektor Michael Zorc gefordert hat. "Diese Situation kann so extrem und außergewöhnlich werden, dass wir perspektivisch möglicherweise mehr Flexibilität benötigen", sagte er: "Es könnte auf Sicht um Verschiebungen von Partien gehen. In eine Zeit, in der es gesundheitlich weniger problematisch ist." 

Allerdings würde dazu dem Bericht zufolge keine Notwenigkeit bestehen, da es in der Bundesliga - anders als in anderen internationalen Ligen - noch keinen positiv getesteten Spieler gebe.

Szenario 2: Der Spieltag findet wie geplant als Geisterspieltag statt. Allerdings müssten die Klubs dafür Sorge tragen, dass keine Fans zum Stadion reisen. Ein schweiriges unterfangen. Am Montag über würde dann auf der DFL-Versammlung über das weitere Vorgehen entschieden.

Update vom 13. März, 9.49 Uhr: Sind das die ersten Vorzeichen dafür, dass der Spieltag nicht stattfindet? Schalke 04 hat soeben die für 12.15 Uhr angesetzte Pressekonferenz mit Trainer David Wagner vor dem Revierderby am Samstag beim BVB abgesagt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnehme "im Zusammengang mit Covid 19".

Update vom 13. März, 9.30 Uhr: Das Revierderby zwischen dem BVB  und dem FC Schalke steht kurz vor der Absage - so wie der komplette Spieltag der Fußball-Bundesliga. Das berichtet die Rheinische Post am Freitagmorgen und beruft sich auf Informationen aus Vereinskreisen.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) berät demnach am Freitagmorgen über eine sofortige Einstellung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga wegen der grassierenden Corona-Pandemie. Man rechne mit einer kurzfristigen Entscheidung, weil am Freitagabend bereits Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn den Spieltag eröffnen.

Im Mittelpunkt des Spieltages steht das Revierderby zwischen dem BVB und FC Schalke 04. Vor dem für Samstag geplanten Geisterspiel hatte der BVB an die Fans appelliert, sich nicht in unmittelbarer Nähe des Stadions aufzuhalten. "So sehr wir es bedauern, dass wir im Stadion auf Euren schwarzgelben Support verzichten müssen, steht die Gesundheit klar im Vordergrund. Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch im Fall eines Derbysieges", hatten die Schwarz-Gelben mitgeteilt.

Auch die Königsblauen riefen dazu auf, nicht nach Dortmund zu reisen.

Update vom 12. März, 18.24 Uhr: Sowohl die Polizei als auch Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 haben eindringlich dazu aufgerufen, am Samstag trotz des Revierderbys nicht nach Dortmund zu reisen. Die Antwort der Fans folgte sogleich in einem emotionalen Statement des Bündnis Südtribüne Dortmund.

"Auch wenn bei uns natürlich der Wunsch besteht, der Mannschaft beispielsweise durch einen Busempfang die größtmögliche Motivation für ein Derby vor leeren Rängen mit auf den Weg zu geben, werden wir uns NICHT vor dem Westfalenstadion versammeln. Dasselbe gilt für die Zeit während und nach dem Spiel, ungeachtet des Ergebnisses", heißt es dort. Desweiteren rief das Bündnis dazu auf, den kommenden Bundesliga-Spieltag ruhen zu lassen. "Dass der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht ausgesetzt ist, zeugt nicht von Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein, insbesondere gegenüber gefährdeten Teilen der Gesellschaft und Mitarbeitern in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen."

Coronavirus/Revierderby: Wieso anschließend die Bundesliga pausieren könnte

Update vom 12. März, 17.18 Uhr: In vielen Sportarten ruht der Spielbetrieb bis auf Weiteres. Neben der spanischen und italienischen Liga kündigte nun auch die Major League Soccer eine 30-tägige Unterbrechung an. Ein Szenario, das nach dem Wochenende auch in der Bundesliga als unausweichlich erscheint. 

Am späten Donnerstagnachmittag richtete sich der FC Schalke 04 mit einem Appell an die Fans. In ihm ruft der Verein dazu auf, am Wochenende nicht nach Dortmund zu reisen, um die Königsblauen beim Revierderby zu unterstützen. "Uns fällt es schwer, auf euren königsblauen Support verzichten zu müssen. Wir wissen, Ihr steht zu 1904 Prozent hinter uns! Das Wichtigste in der aktuellen Situation ist, die Verbreitung des Coronavirus (COVID 19) in Deutschland entscheidend zu verlangsamen. Damit Risikogruppen – ältere Menschen sowie Mitbürger mit Vorerkrankungen – möglichst nicht angesteckt werden. Diese Verantwortung haben wir alle", heißt es von Vereinsseite.

Update vom 12. März, 14.59 Uhr: Wie die UEFA am Donnerstag mitteilte, werde am kommenden Dienstag, den 17. März, eine Krisensitzung abgehalten. Zu der Video-Konferenz wurden Vertreter der 55 Mitgliedsverbände zusammen mit den Vorständen des Europäischen Clubverbandes und der Europäischen Ligen, sowie ein Vertreter von FIFPro eingeladen. In der Krisensitzung werde umfassend über den Spielbetrieb aller nationalen und europäischen Wettbewerbe, einschließlich der UEFA EURO 2020, diskutiert, heißt es.

Laut Informationen von Radio Marca werden vorerst alle europäischen Wettbewerbe ausgesetzt. Möglicherweise seien davon gar die Partien der Europa League am heutigen Donnerstagabend betroffen.

Coronavirus/Revierderby: DFB debattiert über Saisonabbruch in der Bundesliga

Update vom 12. März, 14.06 Uhr: Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 soll am Samstag wie geplant als Geisterspiel stattfinden. Doch was passiert danach? Wie DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius gegenüber dem Kicker verriet, werde aktuell gar über einen Abbruch der Bundesliga-Saison aufgrund des Coronavirus debattiert.

"Aktuell kann noch niemand die Folgen des Coronavirus für den Fußball in ihrem gesamten Ausmaß absehen", wird Curtius zitiert. "Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste."

Möglich wäre zudem ein Aussetzen des Spielbetriebs, wie es die spanische erste und zweite Liga in den kommenden Wochen vormacht. Vertreter des Nationalverbandes RFEF hatten am Donnerstag in einem Dringlichkeitstreffen eine Pause von zwei Spielrunden aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 verordnet.

Revierderby: BVB und Polizei wegen Coronavirus mit dringender Bitte

Update vom 12. März, 12.20 Uhr: Der Bitte von Borussia Dortmund verlieh die Dortmunder Polizei Nachdruck: "Wir appellieren an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Zuschauer, nicht zum Spiel nach Dortmund zu reisen. Mit beiden Vereinen stehen die Stadt und die Polizei in intensivem Kontakt", erklärte Polizeisprecherin Cornelia Weigandt.

Demnach findet das Revierderby am Samstag nicht nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch Menschenansammlungen sollen aufgrund des kursierenden Coronavirus vermieden werden (Informationen zum Coronavirus in NRW in unserem Live-Ticker).

"Sollten sich dennoch einige Fans in das Stadionumfeld begeben, wird die Dortmunder Polizei vorbereitet sein. Kommt es zu Auseinandersetzungen oder Störaktionen, werden wir konsequent einschreiten", kündigte der leitende Polizeidirektor Udo Tönjann an.

Revierderby: Szenen wie in Paris? BVB mit dringender Bitte an die Fans

Update vom 12. März, 11.51 Uhr: Im Vorfeld des am Samstag stattfindenden Revierderbys zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 hat sich der BVB mit einer dringenden Bitte zu Wort gemeldet. Grund dafür waren die Szenen vom Mittwochabend in Paries, als sich mehrere tausend PSG-Fans vor dem Pariser Prinzenpark-Stadion versammelt hatten.

Demnach rät der BVB dringend davon ab, das Derby am Samstag in unmittelbar Nähe des Dortmunder Westfalenstadions zu verfolgen. "So sehr wir es bedauern, dass wir im Stadion auf Euren schwarzgelben Support verzichten müssen, steht die Gesundheit klar im Vordergrund. Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Auch im Fall eines Derbysieges. Dazu kommt die Bitte, keine "Public Viewings" zu veranstalten", heißt es in der Mitteilung.

Für eine Alternative ist bereits vorgesorgt. Der Pay-TV-Sender Sky überträgt die Bundesliga an den kommenden zwei Spieltagen kostenlos.

Update vom 12. März, 9.25 Uhr: Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Dennoch hielt das mehrere tausend PSG-Fans nicht davon ab, gemeinsam zum Pariser Prinzenpark-Stadion zu marschieren, vor den Toren für lautstarke Unterstützung zu sorgen und anschließend den Einzug ins Viertelfinale gemeinsam mit der Mannschaft zu feiern.

Ein Szenario, das durchaus nicht ausgeschlossen werden kann mit Blick auf das anstehende Revierderby am Samstag (15.30 Uhr/im Live-Ticker und live im TV). "Wir versuchen, für alle vorstellbaren Szenarien Lösungen zu finden", so eine Polizei-Sprecherin in einem Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. "Derzeit wissen wir noch nicht, in welcher Form die Anhänger beider Vereine auf diese Entscheidung reagieren werden", hieß es weiter.

Eines steht jedoch bereits jetzt fest: Das 156. Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 wird ein ganz spezielles. Die Partie am Mittwochabend hatte schon angedeutet, worauf sich die Fußball-Fans in Deutschland in den kommenden Wochen einstellen dürfen - besonders mit Blick auf die buchstäblich gespenstische Stimmung im Stadion.

"Nicht die beste Lösung …": Burgstaller über "Geister"-Derby - Infos für Ticket-Inhaber 

Update 10. März, 15.46 Uhr: Schalkes Stürmer Guido Burgstaller hat sich nicht gerade als Fan von Geisterspielen in der Bundesliga geäußert. "Was da jetzt alles passiert, ist nicht die beste Lösung für den Fußball", sagte der 30-Jährige: "Aber wir akzeptieren das, und ich hoffe, dass es hilft."

Er werde natürlich eine andere Atmosphäre im Stadion herrschen, "aber es wird trotzdem noch Fußball gespielt", meinte Burgstaller vor dem anstehenden Revierderby am Samstag beim BVB: "Dass es nichts Schönes ist, vor leeren Rängen aufzulaufen, ist auch klar. Aber wenn die Situation dadurch besser wird, geht die Gesundheit natürlich vor.

Innerhalb des Teams sei das Coronavirus kein allzu großes Thema, meinte Burgstaller: "Es hilft jetzt nichts, wenn du in der Mannschaft Panik erzeugst. Wir geben uns nicht die Hand, wir waschen uns öfters die Hände als vorher. Das ist das einzige, was anders ist."

Revierderby wird Geisterspiel: BVB - Schalke ohne Zuschauer - Infos für Ticket-Inhaber

Update 10. März, 15.13 Uhr: Auch Schalke 04 hat noch einmal bestätigt, dass der Klub allen Kartenkäufern den normalen Ticketpreis erstatten wird. "Die S04-Fans müssen dafür nichts veranlassen, sie erhalten den Ticketpreis automatisch auf dem gleichen Weg zurück, der zur Zahlung genutzt wurde. Dies wird in den nächsten Tagen passieren", teilten die Königsblauen mit.

Update vom 10. März, 13.52 Uhr: Es ist zwar noch etwas hin, aber: Auch das Spitzenspiel von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München am 4. April wird nach Einschätzung der Stadt Dortmund vor leeren Rängen stattfinden. Die Stadtspitze in Dortmund geht nach bisheriger Einschätzung davon aus, dass der erwartete NRW-Erlass zu Großveranstaltungen bis mindestens Mitte April Geltung habe, wie Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) am Dienstag sagte. "Bis dahin wird die Lage aber erneut bewertet", ließ die Stadt wissen.

Update vom 10. März, 13.40 Uhr: Das Heimspiel des BVB gegen Schalke 04 findet also ohne Zuschauer statt. Demnach müssten alleEintrittskarten storniert werden, wie Borussia Dortmund mitteilte. Weiter hieß es, dass der Kartenpreis "in allen Fällen" rückerstattet werde.

"Konkret bedeutet dies: Tickets, die im BVB-Callcenter, Onlineshop oder Direktverkauf gekauft wurden, werden auf das Kundenkonto erstattet. Wer über BVB-Vorverkaufsstellen Tickets erworben hat, bekommt dort den Kartenpreis zurück. Tickets, die beim Gast erworben wurden, werden über den FC Schalke 04 erstattet. Das BVB-Ticketing wird kurzfristig per Email auf alle Kartenkäufer zugehen", ließ der Verein wissen. "Dauerkartenanteile werden rückerstattet, sobald uns gesicherte Informationen über die weiteren Spieltage vorliegen."

Update vom 10. März, 12.55 Uhr: Der FC Schalke 04 hat darüber hinaus als Konsequenz der Coronavirus-Krise bis auf Weiteres alle öffentlichen Trainingseinheiten gestrichen. Das gelte auch für das traditionell gut besuchte Abschlusstraining vor dem Revierderby beim BVB.

Coronavirus in Dortmund: Revierderby BVB - Schalke wird Geisterspiel

Update vom 10. März, 12.33 Uhr: Die Stadt Dortmund in Person von Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat - nach langer Vorrede - soeben in einer Pressekonferenz bestätigt: Das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke findet aufgrund der Coronavirus-Krise am Samstag ohne Zuschauer statt!

"Das Spiel wird stattfinden, aber ohne Zuschauer. Wir haben da keinen Ermessungsspielraum", erklärte Sierau. Er sprach von einer Erlassung von Landesgesundheitsminister Karl-Josef  Laumann, die am Nachmittag erwartet werde. Die Gesundheitsämter könnten keine Abwägung mehr vornehmen.

Security und Medienvertreter seien erlaubt. Der Verein solle eine Liste machen mit den notwendigen Personen, die für dieses Spiel unabkömmlich seien.  

Update vom 10. März, 11.43 Uhr: Mittlerweile berichten auch die Ruhr Nachrichten, dass das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 vor leeren Rängen stattfinden wird. Demnach hätten die Gesundheitsbehörden das angeordnet. Auch Journalisten und weitgehend Sicherheitskräfte dürften nicht in Deutschlands größtes Stadion. Für den BVB wäre dies nach dem Champions-League-Duell am Mittwoch bei PSG das zweite Geisterspiel binnen weniger Tage.

Update vom 10. März,  11.40 Uhr: Die Stadt Dortmund will ab 12 Uhr in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand zum Coronavirus in der Stadt informieren. Dazu wird es Informationen dazu gehen, wie die Stadt mit Veranstaltungen umgehen werde - unter anderem auch mit dem Revierderby am Samstag.

Update vom 10. März, 11.37 Uhr: Nachdem bereits das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln ohne Zuschauer stattfinden wird, wird wohl auch das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke am Samstag zum sogenannten Geisterspiel. Das berichtet zumindest n-tv. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.

Coronavirus in Dortmund: Revierderby als Geisterspiel? BVB rechnet mit Millionen-Verlusten

Update vom 10. März, 10.12 Uhr: Dem BVB "droht" ein Revierderby gegen Schalke 04 ohne Zuschauer - was auch wirtschaftliche Folgen mit sich bringen würde.

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA teilte zwar mit, "derzeit keine wesentlichen, nachhaltigen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens" aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation zu erwarten, räumte aber auch ein, dass Geisterspiele durchaus "negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern" in einer Größenordnung zwischen 2,5 und 3,0 Millionen Euro pro betroffenen Spieltag entstehen würden.

Weiter heißt es jedoch: "Der Gesundheit der Bevölkerung und damit auch aller Fußball-Fans gilt oberste Priorität. Dabei muss es jedoch das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht."

Coronavirus in Dortmund: Revierderby als Geisterspiel? Entscheidung steht bevor

Update vom 10. März, 9.16 Uhr: Findet das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke am kommenden Samstag mit oder ohne Zuschauer statt? Für den Dienstag wurden diesbezüglich Entscheidungen angekündigt.

Bislang taten sich der deutsche Fußball und die Behörden schwer, eine einheitliche Linie im Umgang mit der Ausbreitung des Coronavirus zu finden. Dabei ist die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern offensiver abzusagen, eigentlich klar. Zuständig in NRW sind jedoch die Gesundheitsämter.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "ermuntert" erneut zu Spie-Absagen. Auch das Revierderby BVB - Schalke wäre betroffen.

Update vom 9. März, 14.34 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den deutschen Sport und damit auch den Fußball im Lichte der Ausbreitung des Coronavirus erneut zur Absage von Großveranstaltungen aufgefordert. "Ich ermuntere die Verantwortlichen ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen", wiederholte Spahn am Montag in Berlin seine Empfehlung vom Vortag.

Er ergänzte: "Es ist sicher leichter, auf ein Konzert, einen Klub-Besuch, ein Fußballspiel zu verzichten als auf den täglichen Weg zur Arbeit. Das meine ich sehr ernst: Auf diese Abstufung kommt es die nächsten Wochen und Monate an. Jeder muss das für sich abwägen."

Coronavirus in NRW: Revierderby BVB - Schalke als Geisterspiel? DFL-Boss Seifert mit klarer Aussage

Update vom 9. März, 14.11 Uhr: Es droht tatsächlich ein Revierderby ohne Zuschauer. Denn DFL-Geschäftsführer Christian Seifert rechnet aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit Geisterspielen am kommenden Bundesliga-Spieltag.

"Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Montag bei "Bild Live". Eine komplette Absage des Spieltags am kommenden Wochenende schloss Seifert hingegen aus. "Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet, rein sportlich. Mit wie vielen Zuschauern und ob ohne, das ist eine Entscheidung, die die Behörden treffen müssen", erklärte der 50-Jährige.

Update vom 9. März, 12.43 Uhr: Findet das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wegen des Coronavirus am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt? "Wir rechnen spätestens am morgigen Dienstag mit einer verbindlichen Entscheidung der zuständigen Behörden", teilte der BVB am Montag mit.

Update vom 9. März, 11.57 Uhr: Das Coronavirus hat in dieser Woche bereits die erste Konsequenz für den BVB. Denn das Achtelfinal-Rückspiel von Borussia Dortmund in der Champions League bei Paris Saint-Germain findet am Mittwoch ohne Zuschauer statt. Diese Entscheidung gab die Polizei-Präfektur bekannt.

Coronavirus in Dortmund: Horror-Nachricht für Fans vor Derby BVB - Schalke 

Dortmund - Der Bundesliga drohen Geisterspiele. Das könnte auch das anstehende Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am Samstagnachmittag haben.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Sonntag an, die Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu befolgen. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, Großveranstaltungen vorerst auszusetzen.

"Großveranstaltungen haben natürlich die Neigung, dass da viel übertragen wird", sagte Laschet am Abend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Deshalb werden wir diesen Rat jetzt auch (...) bei uns in Nordrhein-Westfalen umsetzen."

Coronavirus in NRW: Rat von Bundesgesundheitsminister Spahn

In letzter Instanz entscheiden die Gesundheitsämter in den jeweiligen Städten. Wie diese auf eine Empfehlung der Landesregierung reagieren, blieb zunächst offen. Zuvor hatte Spahn die Behörden "ermuntert", "Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres" abzusagen.

Zuletzt nutzten einige Zuschauer das Angebot von Borussia Mönchengladbach und hatten Karten für das Topspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund zurückgegeben. 550 Leute aus dem am meisten vom Virus betroffenen Kreis Heinsberg hätten davon Gebrauch gemacht. Im Land Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiterhin stark an.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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