Ausfällen zum Trotz

Darum hat der BVB kein Defensivproblem (mehr)

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Dan-Axel Zagadou ist wieder fit.

Borussia Dortmund spielt als nächstes gegen Eintracht Frankfurt. Dabei zeichnet sich wieder eine Entspannung in der BVB-Abwehr ab – nur Lukasz Piszczek ist zumindest fraglich.

Dortmund – Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou, Ömer Toprak, auch Abdou Diallo: Jeder Innenverteidiger hatte oder hat schon Ausfallzeiten zu beklagen bei Borussia Dortmund. Julian Weigl wurde kurzerhand umgeschult, ist definitiv eine weitere Option. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) kann BVB-Coach Lucien Favre wieder ein paar Verteidiger mehr auswählen.

So hat Dan-Axel Zagadou wieder mit dem Team trainiert, wirkte recht rund in seinen Bewegungen. Auch Ömer Toprak ist wieder topfit, saß zuletzt gegen Hannover auch schon mit auf der Bank. Favre bestätigte: "Zagadou hat langsam angefangen, mit der Mannschaft zu trainieren. Bisher hat Julian (Weigl, Anm.d.Red.) es sehr gut gemacht, und auch Toprak ist wieder da."

Zagaodu und Toprak als Türsteher

Gegen Frankfurt wäre Weigl, der als eher schmächtig gilt, aber wohl nicht die richtige Wahl. "Die haben eine gewisse Robustheit in ihrem Spiel. Aber unser Trainer wird versuchen, die richtigen Antworten zu finden", sagte Sportidirektor Michael Zorc.

Toprak wäre so eine Antwort. Der 29-Jährige hat in der Vergangenheit nicht mit den besten Leistungen geglänzt, sich zuletzt aber gefangen. In der Spieleröffnung zwar etwas schlechter als Weigl, kann er dafür auch mal härter in einen Zweikampf gehen. Ähnlich verhält es sich mit Dan-Axel Zagadou, der alleine schon aufgrund seiner Größe (1,96 Meter) ein probates Gegenmittel für lange Bälle der Frankfurter ist.

Einsatz von Piszczek fraglich

Eine Frage bleibt da nach der rechten Abwehrseite. Im Spiel gegen Hannover hatte sich Lukasz Piszczek nämlich verletzt. "Er ist nach einen Sprung nicht richtig aufgekommen und hat Schmerzen unter dem Fuß", so Zorc. Zwar konnte der Pole trainieren, absolvierte später aber nur eine individuelle Laufeinheit. "Ich weiß heute nicht, ob er spielen kann. Das entscheiden wir morgen", sagte Favre am Donnerstag.

So könnte der BVB bei der Eintracht Frankfurt starten

Sein Einsatz wäre nicht schlecht, um die Frankfurter Offensive zu stoppen. Piszczek verfügt über eine gewisse Souveränität, stellt Wege klug zu. Denn die Eintracht wird vorne zünden wollen. Für 31 der 39 Treffer ist allein das Trio Haller-Jovic-Rebic verantwortlich.

"Die Torgefahr, die die drei ausstrahlen ist schon besonders, es geht aber auch um die Zulieferdienste", so Zorc. Will heißen: Dortmund kann bereits viel im Spielaufbau der Eintracht kaputt machen. Axel Witsel und Thomas Delaney als Doppelsechs kommen da der BVB-Defensive zur Hilfe.

Gegenpressing erforderlich

Die Gefahr liegt nämlich auch im flotten und harschen Antritt des Eintracht-Trios. Sind sie einmal in Fahrt, brechen sie auch oft durch die gegnerischen Abwehrreihen. Frühzeitiges Verteidigen sollte die Devise lauten, die offensiven Vorstöße dürfe nicht gestattet werden.

Delaney und Witsel müssen früh in das Gegenpressing gehen, um für Entlastung zu sorgen. Dass sie das können, haben sie schon oft genug unter Beweis gestellt. Die Entspannung auf den Verteidiger-Positionen sorgt da für weitere Beruhigung der schwarzgelben Gemüter.

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Favre kann sich auf die Automatismen seiner Hintermannschaft verlassen. Er warnt aber auch: "Frankfurt ist in seinem System brandgefährlich. Es ist eine gute, eine sehr gute Mannschaft", sagte er.

Die Hessen schielen in dieser Saison auf die internationalen Plätze, sind auf einem guten Weg dorthin. Nach 19 Spieltagen stehen sie auf dem fünften Platz. Das Spiel am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) verspricht viel Freude. Und Favre kann endlich wieder entscheiden, wen er in der Defensive aufstellt.

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Quelle: wa.de

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