Borussia Dortmund

Edin Terzic und ein möglicher Wechsel: Warum ein Verbleib beim BVB nicht sicher ist

Nach seinem Job als Interimstrainer beim BVB soll Edin Terzic hinter Marco Rose wieder in die zweite Reihe rücken. Doch es deutet immer mehr auf einen Wechsel hin.

Hamm - Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Das ist im Fußball keine Seltenheit bei Spielern. Nun trifft das Ganze aber auch zunehmend auf Trainer zu. Das Karussell in der Bundesliga dreht sich dahingehend aktuell gewaltig. Daran hat auch Borussia Dortmund seinen Anteil.

NameEdin Terzic
Geboren30. Oktober 1982, Menden (Sauerland)
Größe1,84 Meter
EhefrauKora Wölm (verh. 2013)

Edin Terzic und ein möglicher Wechsel: Warum ein Verbleib beim BVB nicht sicher ist

Denn der BVB hat den Stein mit der Verpflichtung von Marco Rose von Borussia Mönchengladbach mehr oder minder ins Rollen gebracht. Es folgten Adi Hütter, Hansi Flick, Julian Nagelsmann und womöglich noch Oliver Glasner. Fortsetzung folgt. Ein weiterer Name, der auf dieser Trainer-Transfer-Liste noch auftauchen könnte: Edin Terzic.

Bislang ist die Abmachung, dass der Interimstrainer in Dortmund wieder ins zweite Glied rücken und - wie schon unter Lucien Favre - auch unter dem künftigen Chefcoach Marco Rose als Co-Trainer arbeiten soll. Ob dies aber tatsächlich so weit kommt, ist wohl fraglicher denn je.

Unabhängig von der Tatsache, dass Marco Rose zwei Assistenten aus Gladbach mitbringen und für Edin Terzic unter Umständen „nur“ noch der dritte Co-Trainer-Posten übrig bleibt, feiert der gebürtige Mendener durch den jüngsten Aufwärtstrend aktuell Erfolge mit dem BVB, die ihn interessant für andere Klubs machen könnten.

Edin Terzic (BVB) weckt Begehrlichkeiten: Wolfsburg und Leverkusen angeblich interessiert

Da wäre als jüngster Erfolg der Einzug des BVB ins Finale des DFB-Pokals, auch wenn der Sieg im Halbfinale gegen Holstein Kiel von der Horror-Verletzung von Mateu Morey überschattet worden ist. In der Champions League war im Viertelfinale zwar gegen Manchester City Schluss, doch verkaufte sich der BVB gegen den Premier-League-Spitzenreiter, den viele derzeit als beste Mannschaft in Europa sehen, sehr gut. Und auch in der Bundesliga darf Borussia Dortmund doch noch auf die direkte Qualifikation für die Königsklasse hoffen.

Auch wenn unter Edin Terzic vor allem in der Bundesliga längst nicht alles rund lief, hat es der Trainer geschafft, den BVB-Kader weitgehend zu stabilisieren. Durchaus denkbar, dass der 38-Jährige auf den Geschmack gekommen ist, weiterhin in der ersten Reihe arbeiten zu wollen.

Trainer Edin Terzic steht mit dem BVB im Finale des DFB-Pokals.

Durch das angesprochene Trainer-Karussell in der Bundesliga gäbe es durchaus attraktive Adressen in der Bundesliga. Erst jüngst wurde Edin Terzic mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht, sollte Oliver Glasner dort tatsächlich vorzeitig aufhören. Doch auch in Zusammenhang mit dem Trainer-Posten bei Bayer Leverkusen ist der Name Edin Terzic gefallen. Sollte Werder Bremen sich im Sommer von Florian Kohfeldt trennen, könnte der BVB-Coach auch an der Weser ein Thema werden.

Sebastian Kehl spricht über die Zukunft von Edin Terzic beim BVB

Er selbst wollte sich an den Gerüchten um einen möglichen Wechsel nicht beteiligen. Der Trainer sagte vor dem Pokal-Halbfinale, dieses „Spiel nicht mitspielen“ zu wollen: „.Wir haben uns klar geäußert, wie meine Zukunft aussehen wird.“

Ähnliches ist von den Dortmunder Verantwortlichen zu hören. Auch wenn sie die Tür für Edin Terzic einen Spalt offen halten. Angesprochen auf die Spekulationen sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB, jüngst im Doppelpass auf Sport1: „Im Moment gehen wir sehr gelassen damit um. Wir haben ein sehr großes Vertrauensverhältnis. Edin ist sehr lange in diesem Verein, er gibt alles.“

Doch das „Aber“ folgte umgehend: Wenn Edin Terzic irgendwann mal auf die BVB-Bosse zukäme, um mit ihnen über einen möglichen Wechsel zu sprechen, „würden wir uns dem nicht verwehren“, sagte Sebastian Kehl. Doch „im Moment ist es ganz klar so, dass er sich auf seine aktuelle Rolle fokussiert“. Dazu habe er betont, „dass er sich das im Team mit Marco Rose sehr, sehr gut vorstellen kann.“

Andere rechnen derweil mit einem anderen Szenario. So etwa Ex-Kommentator und Sport1-Experte Marcel Reif: „Er wird sich niemals wieder irgendwo als dritter Mann hinsetzen.“ Der Sommer wird es zeigen.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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