Leihspieler in Dresden

BVB-Leihspieler Dzenis Burnic bei U21-EM-Quali ausgepfiffen – wegen seiner Herkunft

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Im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft musste Dzenis Burnic Pfiffe einstecken.

Dzenis Burnic ist im Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der EM-Qualifikation in Bosnien-Herzegowina ausgepfiffen worden. Er reagierte sofort.

Update vom 16. Oktober, 13.57 Uhr: Die deutschen U21-Junioren und BVB-Leihspieler Dzenis Burnic haben auch das zweite Spiel der EM-Qualifikation in Bosnien-Herzegowina gewonnen und nehmen damit als aktueller Tabellenführer Kurs auf die Titelkämpfe, die 2021 in Slowenien und Ungarn stattfinden.

Auch der aus Hamm stammende Fußball-Profi Dzenis Burnic, der im zweiten Jahr von Borussia Dortmund an den Zweitligisten Dynamo Dresden ausgeliehen wurde, kam in seiner Heimat zum Einsatz. Für Burnic, der in Hamm geboren wurde und in Heessen aufwuchs, war es eine ganz besondere Partie mit großen Emotionen, weil seine Eltern aus Bosnien-Herzegowina stammen und er deshalb auch neben dem deutschen einen bosnischen Pass besitzt.

Dzenis Burnic erntet Pfiffe beim U21-EM-Qualifikation

Der 21-jährige BVB-Profi in den Diensten von Dynamo Dresden wurde in Zenica nach 66 Minuten eingewechselt, musste sich dabei allerdings Pfiffe von einem Teil der nur 900 Zuschauer gefallen lassen. Burnic hatte sich schon früh als Schüler dazu entschlossen, das DFB-Trikot zu tragen. Auf die Pfiffe reagierte Burnic daher auch sofort im Anschluss der Partie.

Burnic ausgepfiffen: BVB-Profi reagiert gelassen

„Mit den Pfiffen habe ich gerechnet. Ich habe hier aber trotzdem auch genug Support von Freunden und meinen Familienmitgliedern erhalten. Für mich war es wichtig, überhaupt dabei zu sein. Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass ich hier heute die Minuten bekommen habe“, erklärte Burnic vor laufenden Kameras von ProSieben Maxx. Der Privatsender hatte die Partie live übertragen.

Noch in der Nacht reiste der DFB-Tross von Sarajevo zurück nach Köln. Burnic tritt bereits am Freitag (18.30 Uhr) mit Dynamo Dresden bei der SpVg Greuther Fürth an. Der Hammer ist Stammspieler im defensiven Mittelfeld der Dresdener und wurde bisher in allen neun Saison-Begegnungen von Coach Christian Fiel eingesetzt. 

Stammkraft wäre wohl auch gerne Julian Brandt bei Borussia Dortmund. Anders als bei Burnic setzt dessen Trainer aber eher auf andere Akteure im offensiven Mittelfeld. Unterdessen hat der Fußball nicht nur Pfiffen von Fans zu kämpfen – wegen eines umstrittenen Militärgrußes der türkischen Nationalmannschaft, beschäftigen sich auch heimische Vereine mit der Diskussion. 

Burnic' Zukunft vorerst geklärt: So geht es mit dem BVB-Profi weiter

Erstmeldung: Hamm/Dortmund – Der Hammer Fußball-Profi Dzenis Burnic von Borussia Dortmund wird auch in der kommenden Saison das Trikot des Zweitligisten Dynamo Dresden tragen. Das bestätigte am Montag Almin Burnic, Vater des 21-Jährigen, der seit einigen Wochen auch als Berater des Talents tätig ist, im Gespräch mit dieser Redaktion.

„Wir haben den Vertrag mit Borussia Dortmund um zwölf Monate bis zum Juni 2021 verlängert. Dzenis wird ein weiteres Jahr vom BVB an Dynamo ausgeliehen“, erklärte Almin Burnic die Details des Handels.

Burnic verlängert beim BVB: Gespräche auch mit anderen Vereinen

Wie der Vater bestätigte, hatte es in den vergangenen Wochen auch Gespräche mit anderen Vereinen, darunter sogar Bundesligisten, gegeben. Doch die konnten sich, was die Ablösesumme angeht, nicht mit den Dortmundern auf einen Transfer einigen. Der Marktwert des Mittelfeldspielers wird aktuell auf eine Million Euro geschätzt.

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Burnic verlängert beim BVB: Erleichterung über Leihgeschäft mit Dresden

Dzenis Burnic, der bereits mit sieben Jahren vom SV 26 Heessen zu Borussia Dortmund wechselte und bei den Schwarz-Gelben seit vier Jahren einen Profivertrag besitzt, ist froh, dass der Verhandlungsmarathon endlich vorbei und seine Zukunft zumindest für ein weiteres Jahr geklärt ist. Am Montag wurde das erneute Leihgeschäft auch vom achtmaligen DDR-Meister publiziert, Burnic, der seit Montagabend wieder in Dresden weilt, praktisch erneut als Neuzugang präsentiert. Der Heessener hatte sich vor einigen Wochen zum Abschluss der Saison auf eigenen Wunsch nicht offiziell verabschieden lassen und auch sein Appartement in der sächsischen Metropole nicht gekündigt. „Ich wollte keinen Abschied, weil ich nicht weiß, wie es weiter geht“, hatte er damals geäußert und ein weiteres Jahr beim Traditionsverein grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

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BVB-Spieler Burnic bleibt in Dresden: Leihe um ein Jahr verlängert

„Ich fühle mich wohl in Dresden. Es ist eine sehr schöne Stadt“, sagte der Hammer, der sich an die neue Umgebung schnell gewöhnte. Erst in der Winterpause der Saison 2018/19 war er vom BVB zu Dynamo gewechselt, schaffte dort auf Anhieb den Sprung in die Mannschaft und erkämpfte sich auf der zentralen Position im defensiven Mittelfeld einen Stammplatz. „Mit Trainer Cristian Fiel verstehe ich mich sehr gut“, erklärte der Jung-Profi, der in zwölf Ligaspielen für die Dresdener ein Tor erzielte und am Ende mit den Sachsen souverän den Klassenerhalt schaffte. Auch die Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion vermittelte Burnic‘ eine Art heimisches Gefühl. „Da gibt es auch eine Gelbe Wand, die zwar nicht so groß wie in Dortmund, dafür aber auch sehr laut ist.“

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Burnic' Weg führte von Hamm über Dortmund nach Dresden

Beim Bundesligisten BVB, bei dem er sein erstes Bundesliga- und auch sein erstes Champions-League-Spiel bestritt, hätte der Heessener angesichts des ohnehin großen Kaders und des Überangebots an Mittelfeldspielern vermutlich keine Perspektive gehabt. Deswegen war eine Rückkehr zur Borussia eigentlich ausgeschlossen. Wie Vater Almin Burnic betonte, hätten zuletzt auch Bundesligisten Interesse gezeigt, doch Dzenis sei es in erster Linie darum gegangen, auch zu spielen. „In Dresden hatte er diese Möglichkeit“, betonte der Vater, der darauf hofft, dass Dynamo-Trainer Fiel weiter großes Vertrauen in seinen Zögling setzt.

Burnic-Leihe bei Dynamo Dresden verlängert: Vorbereitung läuft bereits

Die Dresdener haben bereits am 17. Juni mit der Vorbereitung begonnen. Burnic hat sich in den vergangenen Wochen bei seinen Eltern in Heessen aufgehalten und sich privat fit gehalten. Dennoch wird er in den nächsten Tagen bei den Dynamos einiges aufholen müssen. Angesichts seiner Einstellung zum Beruf des Profi-Fußballers dürfte das für ihn kein Problem sein. Die Saison beginnt für Dynamo am Sonntag, 28. Juli, mit einem Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg. Bereits am Donnerstag wird Burnic mit dem Klub ins Trainingslager ins österreichische Längenfeld (Öztal) reisen, das bis zum 12. Juli andauern wird.

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Für ein weiteres BVB-Talent lief es hingegen weniger gut. Dario Scuderi musste nach einer Horroverletzung nun seine Karriere vorzeitig beenden.

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Quelle: wa.de

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