Zeichen der Solidarität

Coronavirus-Krise: BVB, Bayer, Leipzig und Leverkusen mit Solidaritätsaktion

Borussia Dortmund und die drei weiteren deutschen Champions-League-Teilnehmer zeigen sich in Zeiten der Corona-Krise solidarisch und stellen Geld zur Verfügung.

  • In Zeiten der Coronavirus-Krise bietet der BVB auf unterschiedlichste Weise seine Hilfe an.
  • Mit der Aktion "digitaler Spieltag" hilft die Borussia den Dortmunder Gastronomen.
  • Zusätzlich stellen vier Bundesligisten Geld zur Verfügung.

Update vom 3. April, 10.57 Uhr: Der vom BVB ins Leben gerufene 'digitale Spieltag' geht am Samstag in die nächste Runde. Die Teilnehmer können nicht nur für ihre bedrohten Lokalitäten spenden. Sie erwartet gar ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Fußball, Marco Reus und Co.

Update vom 26. März, 13.05 Uhr: Borussia Dortmund sowie die drei weiteren deutschen Champions-League-Teilnehmer FC Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen zeigen sich in Zeiten der Coronavirus-Krise solidarisch. Im Rahmen einer Solidaritätsaktion stellen die Klubs anderen Vereinen 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Ziel sei es, in von der Corona-Krise ausgelösten Härtefällen Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung der DFL.

"Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können", wird BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zitiert: "Der BVB wirkt aktuell durch vielfältige Aktionen tief in die Gesellschaft hinein. Und natürlich sind wir auch bereit, im Profi-Fußball zu helfen, wenn es am Ende darum geht, wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie ein Stück weit aufzufangen." 

Die Dortmunder erklären in ihrer Mitteilung, dass die vier Klubs zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison verzichten worden. "Dieser Betrag, der bei Anwendung des derzeitigen Verteiler-Schlüssels rund 12,5 Millionen Euro ausmachen würde, wird seitens des Quartetts noch einmal um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt", heißt es.

Coronavirus: Profis des BVB sollen auf 20 Prozent ihres Grundgehalts verzichten

Update vom 23. März, 9.12 Uhr: Der BVB hilft den Gastronomen - und die Profis sollen Borussia Dortmund helfen. Die Klub-Führung soll den Spielern nach übereinstimmenden Medienberichten ein Modell zum Gehaltsverzicht vorgelegt haben. Demnach sollen die Profis auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre bei Geisterspielen ohne Zuschauer fällig. Eine Entscheidung darüber soll noch in dieser Woche fallen. Darüber berichtete am Montagabend zunächst die Bild.

Coronavirus: Ultras bieten Unterstützung in Gelsenkirchen und Dortmund an

Update vom 19. März, 12.08 Uhr: In den Farben getrennt, in der Sache vereint, heißt es immer wieder aus den Fanlagern von Borussia Dortmund und Schalke 04. Nachdem bereits die BVB-Ultras der Gemeinschaft Südtribüne Dortmund ihre Hilfe gegen das Coronavirus seit Mittwoch anbieten (siehe Ursprungsmeldung), zogen am Donnerstag auch die Ultras Gelsenkirchen nach. Finanziell unterstützt von Schalke 04 und der vereinseigenen Stiftung 'Schalke hilft!' wird die S04-Fanszene ab sofort hilfebedürftige Menschen in Gelsenkirchen mit der 'Kumpelkiste 2.0' beliefern.

Die darin enthaltenen Produkte sollen die Lebensmittelgrundversorgung absichern. "Der S04 nimmt ab Donnerstag täglich Bestellungen telefonisch entgegen, danach werden die Kisten ausgeliefert und zum Käufer nach Hause gebracht", heißt es in der Mitteilung.

Allerdings gilt in Zeiten der Hamsterkäufe zu beachten: Beliefert werden ausschließlich Personen aus dem Gelsenkirchener Stadtgebiet, die sich in Quarantäne befinden, zu einer Risikogruppe gehören oder im medizinischen Sektor arbeiten. Zudem erfolgt die Auslieferung unter scharfen Hygienevorschriften. Die verpackten Lebensmittel werden lediglich vor der Haustür abgestellt, bezahlt wird per Umschlag, um den persönlichen Kontakt zu vermeiden. Eine Kiste kostet 19,04 Euro.

Weitere Informationen, Telefonnummern und Bestelldetails stehen Ihnen auf der Homepage zur Verfügung.

Coronavirus: BVB-Ultras bieten in Dortmund Hilfe für Risikogruppen an

[Ursprungsmeldung] Dortmund - Außergewöhnliche Situationen fordern außergewöhnliche Maßnahmen. Denn obwohl der Ball in der Fußball-Bundesliga und auch auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund ruht, werden die BVB-Ultras nicht tatenlos zuschauen und darauf warten, bis der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird.

Das Coronavirus kursiert weiterhin in Dortmund und ganz Deutschland. Grund genug für die meisten Arbeitnehmer, das Home-Office in Anspruch zu nehmen und nur dann das eigene Heim zu verlassen, wenn sich der eigene Kühlschrank leert. Keine Selbstverständlichkeit für die besagten Risikogruppen, die sich mit einem Gang in den Supermarkt buchstäblich in Gefahr bringen.

Coronavirus: BVB-Ultras bieten in Dortmund Hilfe für Risikogruppen an

Wie die Südtribüne Dortmund am Dienstag auf ihrer Homepage bekannt gab, bietet die Vereinigung aus 'THE UNITY', 'Desperados' und 'Jubos' ab Mittwoch tatkräftige Hilfe an. "Jeder weiß über die aktuelle Situation rund um den Coronavirus Bescheid, weswegen wir dazu keine weiteren Worte verlieren brauchen", heißt es in der offiziellen Mitteilung.

"Viel mehr geht es jetzt darum, sich solidarisch zu zeigen und gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet konkret, dass wir den Menschen unter die Arme greifen wollen, welche aktuell zu den besagten Risikogruppen gehören", ließ die Südtribüne Dortmund weiter verlauten.

Coronavirus: BVB-Ultras greift ab Mittwoch Hilfebedürftigen unter die Arme

Bedeutet: Ab Mittwoch bietet die Südtribüne Dortmund im gesamten Stadtgebiet ihre Hilfe bei Einkäufen und Botengängen von 11 bis 17 Uhr an. Allerdings betonte die Gruppe, dass nur Personen von dem Angebot Gebrauch machen sollen, die sich derzeit in Quarantäne befinden oder zu entsprechenden Risikogruppen gehören.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Seite der Südtribüne Dortmund. Dort erfahren Sie alles über mögliche Ansprechpartner, Telefonnummern und Termine.

Coronavirus: Derzeit 37 Infizierte in Dortmund

Derzeit haben sich 37 Personen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert (Stand 17. März, 13.04 Uhr). Die Hamsterkäufe nehmen ebenso zu wie die Angst vor der Ansteckung. Die Dortmunder Gesundheitsbehörde kann die zahlreichen Anfragen kaum noch beantworten.

Erst am Dienstagmorgen hat das Möbelgeschäft Ikea beschlossen, bis auf weiteres die Ladentüren zu schließen. Und auch der BVB hat die Spieler bis kommenden Montag nach Hause geschickt. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erntete für seine Äußerungen am Wochenende heftige Kritik aus der Bundesliga.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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