Champions League

Zorc über Tottenham: "Topmannschaft, mit der wir uns da messen!"

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Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc - hier beim Abschlusstraining in Wembley mit Trainer Lucien Favre - weiß um die Schwere der Aufgabe des BVB bei Tottenham Hotspur.

Borussia Dortmund steht vor einer weiteren Prüfung in der Champions League. Im Achtelfinal-Hinspiel gegen Tottenham Hotspur muss der BVB aber auf wichtige Spieler verzichten.

London – Der BVB hat zuletzt in der Liga wichtige Punkte liegen gelassen, ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Jetzt wartet Tottenham Hotspur im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf Borussia Dortmund (Mittwoch, 21 Uhr/bei uns im Live-Ticker). Michael Zorc weiß aber: „Das ist ein vollkommen anderer Wettbewerb.“ Doch muss Schwarz-Gelb dabei auf wichtige Spieler wie Marco Reus und Paco Alcácer verzichten.

„Es ist schwierig, aufgrund des personelle Aderlasses, dort ein Topspiel abzuliefern“, so der Sportdirektor. Denn zu den Ausfällen in der Offensive gesellen sich noch Julian Weigl und Lukasz Piszczek. Rückkehrer Manuel Akanji ist ebenfalls noch nicht mit nach England gereist. Die Last der Verantwortung wird in der Offensive auf dem 18-jährigen Jadon Sancho liegen, BVB-Sechser Thomas Delaney wird unter anderem die Defensive unterstützen – mehr noch als sonst.

Live-Ticker: Tottenham Hotspur - Borussia Dortmund in der Champions League

Doch die Westfalen sind nicht alleine mit ihren Personalsorgen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sieht bei den Gegnern ein ähnliches Problem. Dort fallen Dele Alli und Stürmer Harry Kane aus. „In der personellen Situation hat Tottenham auch die Probleme. Wir fahren als Tabellenführer der Bundesliga dahin und haben überhaupt keine Angst davor“, sagt er.

BVB und Spurs vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League

Zeitgleich warnt Zorc: „Das ist eine absolute Topmannschaft, mit der wir uns da messen. Die Spurs haben in der Premier League nur fünf Punkte Rückstand auf den ersten Platz, stehen auch für einen offensiven Fußball. „Beide Mannschaften spielen gerne Fußball, kloppen nicht die Bälle nach vorne. Das wird sicherlich ein interessantes Spiel“, meint Watzke. Um dagegenzuhalten fordert Zorc daher, „wieder eine Balance zwischen Spektakel und robustem Spiel zu finden“.

Delaney soll für Robustheit sorgen

Spektakel konnte man dem BVB in der vergangenen Zeit nicht absprechen, fehlende Robustheit ein wenig. Ein Mann dafür ist Thomas Delaney. Der Sechser ist ein Abräumer und stört oft gegnerische Angriffe im Ansatz. Gegen Tottenham ist er gefordert. „Es ist nicht viel anders, als normal. Wir haben viel Respekt, wir kennen die Stärken des Gegners“, sagt er auf Nachfrage unserer Redaktion. 

Sein Spiel selbst müsse er nicht anpassen. „Sie sind ein Team wie wir und möchten gerne vorne spielen“, sagt er. Beide Teams seien zudem personell auf einem ähnlichen Niveau. „Sie haben ein paar Verletzte, wir auch“, so Delaney, der sogleich aber auch einen Unterschied festmacht: „Tottenham ist vielleicht etwas weiter in der Entwicklung als wir – sie spielen schon länger als Team zusammen.“

Ein großes Problem sollte aber auch dieser Umstand nicht sein. Lucien Favre hat seinen neuen Kader schon früh in der Saison zu einer funktionierenden Einheit geformt. BVB-Boss Watzke weiß das, hat zudem den Gegner beobachtet. „Ich habe ein paar Spiele von Tottenham gesehen. Das war ergebnistechnisch ganz gut, aber auch nicht so, dass du denkst: Oh Gott, das wird ganz bitter“, meint er.

"Die Entscheidung fällt eh im Rückspiel"

Eine machbare Aufgabe also für Dortmund trotz des Ausfalls mehrerer Leistungsträger. Eine Niederlage in Wembley am Mittwoch wäre zudem ebenfalls kein Beinbruch. „Die Entscheidung fällt eh im Rückspiel“, sagt Watzke. Ein großes „aber“ setzt er jedoch sofort nach: „Wir sollten idealerweise gewinnen, zumindest nicht verlieren“.

Dabei helfen könnte nicht nur die körperliche Robustheit eines Thomas Delaneys, sondern auch Offensivjuwel Jadon Sancho. Er tritt in seiner Heimatstadt an, um ihm herum entsteht dieser Tage ein Hype. „Er ist ein Rohdiamant. Ich fühle mich schon in der Verantwortung, ihn am Boden zu halten“, erklärt Delaney. „Jadon hat ein richtig, richtig großes Talent und das bietet ihm viele Möglichkeiten“, setzt er nach. 

Eine dieser Möglichkeiten: In Wembley dem BVB den Sieg gegen Tottenham bringen – falls er sein Talent nutzt. Und falls Delaney genug die Defensive unterstützt, um Gegentore zu verhindern.

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Quelle: wa.de

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