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BVB: 81.000 Fans durften Stadion nicht verlassen - verdächtiges Auto auf Parkplatz

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Von: Sven Schneider

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Wegen eines verdächtigen Autos auf dem Parkplatz durften nach dem BVB-Spiel mehr als 81.000 Fans den Signal-Iduna-Park nicht verlassen. Dann gab die Polizei Entwarnung.

Dortmund - Die Durchsagen im Dortmunder Signal-Iduna-Park liefen beinahe im Minutentakt. Beim Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen wurden die Fans dazu aufgerufen, das Stadion auch nach dem Abpfiff nicht zu verlassen. Nicht nur auf den Rängen, auch vor dem heimischen TV-Gerät überkam viele Zuschauer ein Ungutes Gefühl. Der Grund: Vor dem Stadion lief ein Polizeieinsatz.

BVB: Fans sollen Stadion nicht verlassen - Polizei durchsucht Fahrzeug

Offiziell waren 81.365 Fußballfans am Samstagabend im Stadion. Sie alle verharrten auch noch lange nach dem Abpfiff auf den Rängen. Der Grund: Vor dem Signal-Iduna-Park war ein Polizeieinsatz in vollem Gange. Wie die Polizei Dortmund mitteilte, wurde ein verdächtiges Fahrzeug auf dem Parkplatz E3 entdeckt, dessen Motor noch lief.

„Da nicht auszuschließen ist, dass von diesem Fahrzeug eine Gefahr ausgehen könnte, werden alle Stadionbesucher gebeten, das Stadion nach Spielschluss nicht zu verlassen. Bitte bleiben Sie auf Ihren Plätzen und verhalten Sie sich ruhig“, rief die Polizei auf Twitter die Fans dazu auf, Ruhe zu bewahren.

„Wir treffen gerade unsere ersten Maßnahmen, um die Gefahrensituation zu beseitigen. Damit die polizeilichen Maßnahmen ungestört durchgeführt werden, bitten wir alle Personen das Umfeld des Stadions zu meiden“, schrieb die Polizei weiter. Über weitere Informationen würden die Fans rechtzeitig informiert, hieß es.

Polizei-Einsatz auf BVB-Parkplatz
Polizei-Einsatz nach dem BVB-Spiel wegen eines verdächtigen Autos. Die Fans mussten im Stadion bleiben. © Markus Wüllner/news4 Video-Line

Gegen kurz vor 21 Uhr dann die Entwarnung: Die Fußballfans durften das Stadion verlassen, das verdächtige Fahrzeug wurde sichergestellt.

Man habe eine Person ermitteln können, die dem verdächtigen Fahrzeug auf dem Parkplatz E3 zuzuordnen war, hieß es in einer Mitteilung der Polizei vom späten Abend. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand ging zu keinem Zeitpunkt weder von dem Fahrzeug noch dem Halter eine Gefahr aus“, hieß es von der Polizei. Die Person wurde im Stadion von der Polizei auf der Tribüne gefunden und befragt. Im Auto hatten die Polizisten zwei leere Holster für Schusswaffen befunden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Halter des Fahrzeugs im Besitz eines kleinen Waffenscheins ist.

Dortmund: Polizeieinsatz am Stadion - verdächtiges Fahrzeug entdeckt

Langsam und mehr als eine halbe Stunde nach dem Abpfiff leerten sich allmählich die Tribünen nach einem Bundesligaspiel, in dem sich der BVB-Kader rund um Torschütze Marco Reus für den großen Aufwand belohnte. Borussia Dortmunds Kapitän hatte seine Mannschaft nach nur elf Minuten in Führung gebracht. „Wir waren gut drin, aber haben nicht spielerisch überzeugt. Leverkusen hat uns letztes Jahr an die Wand gespielt, das hatten wir heute gut im Griff. Das erste Spiel ist immer schwierig, besonders gegen so einen Gegner“, so Marco Reus nach dem Spiel bei Sky.

Einziger Wehmutstropfen des BVB am Samstagabend: Karim Adeyemi musste verletzungsbedingt runter. Laut Sky soll eine Kapselverletzung beim Stürmer vorliegen.

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