Borussia Dortmund gewinnt

Brandt bringt die Wende – Favre coacht BVB mit taktischem Kniff zum Sieg gegen Köln

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Lucien Favre hat bei seinen Einwechslungen den richtigen Riecher bewiesen.

Julian Brandt ist ein Spieler, der den Unterschied macht. Das hat er beim BVB-Sieg gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Köln/Dortmund – Borussia Dortmund hat mächtig investiert im Sommer. Bestes Beispiel Julian Brandt – der Neuzugang saß trotz enormer Qualität zunächst auf der Bank beim BVB-Auswärtsspiel 1. FC Köln – Borussia Dortmund. Theoretisch ist es der wohl stärkste BVB-Kader seit Jahren. Auch dank solcher Spielertypen wie Brandt.

Ein solcher Kader verfügt eben über so individuell herausragende Fußballer, um eine desaströse Leistung im ersten Durchgang (bei uns im Ticker zum Nachlesen) mit wenigen guten Aktionen doch in einen dreifachen Punktgewinn umwandeln zu können. Der frühere Leverkusener Brandt war der entscheidende Faktor für die Dortmunder Aufholjagd. Brandt veränderte das Spiel des BVB, bewegte sich perfekt im Halbraum, spielte kluge Pässe und stellte die Kölner so vor letztlich nicht mehr lösbare Aufgaben.

Einwechslung von Brandt war Initialzündung – BVB-Auftritt in Köln hinterlässt aber auch Fragezeichen

Dennoch hinterlässt die Leistung am Freitagabend einige Fragezeichen. Denn die erste Halbzeit war ein Spiegelbild der so kläglich hergeschenkten Partien in Hannover, Augsburg und Düsseldorf in der vergangenen Spielzeit. Genau diese eigentlich als sicher eingeplanten Punkte waren letztlich ausschlaggebend dafür, dass die Meisterschale keine Runden um den Borsigplatz drehte, sondern wieder einmal auf dem Balkon am Marienplatz präsentiert wurde. 

BVB zu langsam, Favre gesteht Schwächen ein gegen Köln – und lobt Julian Brandt

Dortmunds Trainer Lucien Favre muss schleunigst Lösungen finden gegen Mannschaften, die sein Team mit extremen Pressing bearbeiten und mit höchster Intensität vorgehen – und das nicht erst in der zweiten Halbzeit. Denn nicht immer wird ein über weite Phasen so uninspirierter Auftritt wie in Köln doch noch mit einem Sieg enden. "Im ersten Durchgang haben wir zu langsam gespielt. Das war ein schweres Spiel – das haben wir erwartet. Brandt und Hakimi haben unserem Spiel etwas gebracht", sagte BVB-Coach Favre nach dem Sieg gegen Köln.

Brandt als bringt dem BVB mehr Leben als dynamischer Achter

Diese vermeintlichen Pflichterfolge braucht der BVB aber, will er tatsächlich die Bayern herausfordern. Der Lösungsansatz gegen diese Art von Gegner könnte die in der letzten halben Stunde gewählte Taktik sein. Dortmunds Spiel ist mit einem dynamischen Achter wie Brandt deutlich lebendiger. 

Eine Passmaschine wie Julian Weigl tut dem Dortmunder Kader gut - am Freitagabend aber war Tempo gefragt. Das kam mit Brandt ins Spiel, er machte auch die Akteure um sich herum besser. Und dürfte schon am kommenden Samstag, wenn die Borussia mit Union Berlin ein womöglich ähnlich agierender Kontrahent wie die Kölner erwartet, gesetzt sein.

Für ein Kuriosem sorgte übrigens Lukasz Piszczek, der eine ziemlich ärgerliche Gelbe Karte sah. Für einen Schockmoment – genau genommen sogar zwei – sorgte hingegen Torwart Roman Bürki. bop

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BVB gewinnt durch späte Tore in Köln – die besten Bilder

Quelle: wa.de

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