Achtelfinal-Hinspiel

Dürftiger Auftritt: BVB droht das Aus in der Europa League

+
Andre Schürrle (r.) erzielte bei der 1:2-Niederlage des BVB gegen den FC Salzburg den Dortmunder Treffer.

Borussia Dortmund droht nach einem dürftigen Auftritt im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Salzburg das Aus. Trainer Peter Stöger hat keine Erklärung.  

Dortmund - Nach dem Abpfiff tobte die Südtribüne. Die leidenschaftlichen Anhänger des Bundesligisten Borussia Dortmund feierten aber nicht ihre Mannschaft, sondern pfiffen sie mit wutentbrannten Gesichtern aus. Kein Wunder, denn der BVB bot bei der 1:2 (0:0)-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Salzburg eine desolate Leistung.

Erschreckend ideen- und leidenschaftslos agierten die Schwarz-Gelben gegen starke Österreicher. „Wir haben verdient verloren. Das war einfach nicht in Ordnung. Es hat einiges gefehlt, vor allem in der ersten Halbzeit. Dann wurde der Gegner mutiger, weil wir das auch zugelassen haben. Dass wir das zu Hause zulassen, ist ein No-Go“, echauffierte sich Dortmunds Kapitän Marcel Schmelzer. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Sein Trainer Peter Stöger tat sich nach der Partie sichtlich schwer, Erklärungen zu finden: „Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass wir einigermaßen in Ordnung im Spiel sind. Dann ist es weniger geworden, wir haben das Tempo nicht hochgehalten. Salzburg hat sich mehr drauf eingestellt. In der Endphase hat man das Gefühl gehabt, dass wir in Sachen Ergebnis etwas verändern wollen. Dazwischen war viel Leerlauf, damit bin ich nicht zufrieden.“

Abhaken will Stöger die Europa League aber nicht: „Wir sind noch nicht ausgeschieden.“

Gut begonnen, stark nachgelassen

Dabei war die Aufstellung ein klares Zeichen für den seriösen Umgang des Favoriten mit dem Underdog. So hatte Stöger seine Startelf im Vergleich zum Gastspiel bei RB Leipzig (1:1) lediglich auf zwei Positionen geändert: Für den international nicht spielberechtigten Manuel Akanji rückte Sokratis ins Team, der verletzte Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek wurde durch Gonzalo Castro ersetzt.

Berisha schockt den BVB: Bilder der Niederlage gegen Salzburg

In den ersten Minuten vor 53 700 Zuschauern, die vor dem Anpfiff den im Winter zum spanischen Erstligisten Betis Sevilla gewechselten Marc Bartra verabschiedeten, dominierte die Borussia das Geschehen und knüpfte an die gute Leistung des Gastspiels in Leipzig an. Die erste Chance vergab André Schürrle (6.).

Doch nach der guten Anfangsphase ließen die Gastgeber nach und verfielen in altbekannte Muster: Behäbig und ungenau agierten die Dortmunder. Kurz vor der Halbzeit drehten die Gäste auf und hätten um ein Haar durch einen Kopfball von Munas Dabbur (40.) die Führung erzielt, doch Marcel Schmelzer kratze den Ball von der Linie.

Ömer Toprak sorgte dafür, dass der Schuss von Hee-Chan Hwang in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an den Pfosten klatschte. Mit einem gellenden Pfeifkonzert ging es nach enttäuschenden 45 Minuten in die Kabinen.

Toprak verursacht Elfer

Es ging nicht besser für die Stöger-Elf weiter, im Gegenteil. Nach Topraks Textilprobe gegen Hwan gab es völlig zu Recht einen Strafstoß für die Österreicher, den Valon Berisha (49.) im rechten Eck versenkte. Wenig später wurde Marcel Schmelzer von Stefan Lainer gelegt. 

Anschließend zog es der Kapitän vor, sich beim vierten Offiziellen zu beschweren statt seiner Mannschaft zu helfen. Mit Folgen, denn nach einem blitzsauberen Angriff traf erneut Berisha (56.).

Bezahlt machte sich für die Dortmunder die Einwechslung von Christian Pulisic. Mit einer Flanke setzte der US-Boy Schürrle (62.) in Szene, der zusammen mit dem Ball ins Tor stolperte. Schürrle (75.) hätte beinahe sogar noch den Ausgleich erzielt, setzte die Kugel aber am rechten Winkel vorbei.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.