Borussia Dortmund hat mit dem Training begonnen

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Der Coach mit drei seiner vier Neuzugänge: Trainer Jürgen Klopp (2. von links) präsentierte gestern im Rahmen des Trainingsauftaktes Torwart Mitchell Langerak (links), Lukasz Piszczek (2. von rechts) und Robert Lewandowski (rechts). ▪

DORTMUND ▪ 13 000 Fans waren Sonntag in den Signal Iduna Park zum Trainingsauftakt der Borussen gekommen – und sahen eine Mannschaft, die schon voll auf die nächste Spielzeit fixiert ist. Eine Saison, die es in sich haben wird. Von Frank Heidenreich

Nicht nur, weil die Dortmunder mit der Dreifach-Belastung aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Europa League zurecht kommen müssen. Sondern auch, weil über allem das von Trainer Jürgen Klopp ausgegebene Ziel der „extremen Weiterentwicklung“ der außergewöhnlich jungen, im Gros zusammengebliebenen Mannschaft steht, die gestern drei 20-minütige Testspiele gegen den Hörder SC (4:0), SF Nette (6:0) und den FC Nordkirchen (1:0) absolvierte.

Das Durchschnittsalter ist noch einmal gesenkt worden. Weil die aus dem eigenen Nachwuchs rekrutierten Mario Götze, Lasse Sobiech, Marco Stiepermann, Johannes Focher, Daniel Ginczek und Marc Hornschuh nun fest zum erweiterten Kader gehören. Aber auch, weil die Neuzugänge Mitch Langerak, von Melbourne Victory verpflichteter Torwart, Robert Lewandowski, nach langer Hängepartie für 4,5 Millionen Euro transferierter und gegen Hörde dreimal erfolgreicher polnischer Nationalspieler von Lech Posen, und Shinji Kagawa, gestern noch fehlender Neuzugang von Cerezo Osaka, gerade einmal 21 Jahre jung sind. Dagegen nimmt sich Lukasz Piszczek (25), der von Hertha BSC Berlin kam, fast schon wie ein „Oldie“ aus. „Eine Mischung aus sofortiger Verstärkung und Perspektive“ nannte Klopp die Gruppe der Neuzugänge, für die Sportdirektor Michael Zorc Zeit zur Akklimatisierung einforderte. Zugleich sollen sie aber schon helfen, das vordringliche BVB-Ziel „mit aller Macht“ (Watzke) zu erreichen: die Gruppenphase in der Europa League. Während die Schwarz-Gelben für die Meisterschaft keine Vorgabe machen – auch, weil sie den massiven Angriff der in der vergangenen Saison distanzierten, finanziell zum Teil deutlich potenteren Teams wie Wolfsburg, Hoffenheim, Stuttgart und Hamburg erwarten –, soll der internationale Weg über die Qualifikation hinausführen.

Nicht zuletzt deshalb hatte Klopp seine Schützlinge, von denen Tamas Hajnal und Kevin Großkreutz ihre Operationen gut überstanden haben, in der Sommerpause mit individuell zugeschnittenen Trainingsplänen beglückt. Diese galten allerdings nicht für die WM-Fahrer Nelson Valdez, für den dem BVB noch immer kein Angebot vorliegt, und Lucas Barrios. Beide werden am 25. Juli wieder in Dortmund erwartet, Serbiens Nationalspieler Neven Subotic elf Tage früher. Mohamed Zidan absolviert nach seinem Kreuzbandriss seine Reha weiterhin in Ägypten  – gezwungenermaßen. Ausreisen darf er nämlich derzeit nicht. Denn theoretisch könnte er in seinem Heimatland bis zu seinem 30. Lebensjahr zum Militärdienst eingezogen werden. Und da derzeit noch nicht alle Formalitäten zur Befreiung von dieser Pflicht geklärt sind, wird Zidan erst Mitte August in Dortmund zurückerwartet. „Ich gehe davon aus, dass bis dahin entschieden ist, dass die ägyptische Armee ohne ihn auskommen kann“, meinte Klopp.

Wenigstens fällt sein Fehlen angesichts seiner Verletzung noch nicht allzu schwer ins Gewicht. Und es ändert auch nichts an Klopps Ziel: eine Mannschaft „zu formen, die mit ganz viel Lust bei der Sache ist“.

Quelle: wa.de

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