Der Japaner wird bis Saisonende verliehen

Istanbul statt Hannover: Shinjis Odyssee endet am Bosporus

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Mit den Bällen jongliert er wie mit den Vereinen: Shinji Kagawa hat eine Odyssee auf sich genommen bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

[Update] Shinji Kagawa hat seine Pflicht erfüllt beim BVB, sucht neue Herausforderungen. Jetzt steht fest, für welchen Verein der Japaner künftig kickt. Zuvor hatte er von Dortmund aus  eine Transfer-Odyssee gestartet.

Dortmund – Shinji Kagawa ist 29 Jahre alt. Bestes Fußballer-Alter, will man meinen. Ja, ist es auch. Der quirlige Japaner kann eine Verstärkung für viele Mannschaften – auch auf Top-Niveau – sein. Nur bei Borussia Dortmund reichte es eben nicht mehr für ihn. Also machte er sich auf der Suche nach einem neuen Verein in diesem Winter. Und das dauerte.

Sein Wechselwunsch zeichnete sich früh ab. Ohne Groll nach außen. Der verdiente Spieler (unter anderem zwei Deutsche Meisterschaften und DFB-Pokalsiege) des BVB bekam auch die Freigabe zu wechseln. "Wir haben ihn freigestellt, um abschließende Gespräche zu führen", so Sportdirektor Michael Zorc. Zu Groß der Andrang im Mittelfeld und gerade auf der Position des Zehners. Kagawa suchte also, viele Vereine bekundeten ihr Interesse – nur irgendwie passte es nie so richtig.

Erster Anlauf: Monaco

Am vorletzten Tag der Wintertransferperiode der Saison 2018/19 kam dann Schwung in die Sache. Der Japaner sollte sich der AS Monaco anschließen. Hafenstadt, passt zur Odyssee. Doch es passte irgendwie dann auch nicht zu Kagawa. Am Abend das Dementi, kein Monaco. Weiter suchen.

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Der Zehner packte seine Tasche, Bilder tauchten im Internet auf. Kagawa wurde in einem Flugzeug gesichtet – Ziel: Istanbul. Die türkische Metropole am Bosporus sollte es also sein. Der Japaner wollte in den Hafen einlaufen, einen Kontrakt mit Besiktas eingehen. Doch da war die Geschichte noch nicht zu Ende.

Nicht bezirzen lassen

Die Odyssee, sie setzte sich fort. Im Stil der Kirke ertönte ein Ruf aus Niedersachsen. Hannovers Manager Horst Heldt wollte Kagawa locken. "Wir haben Einigkeit erzielt mit dem BVB bezüglich Shinji Kagawa. Er hat aber auch die Möglichkeit, zu Besiktas zu gehen. Jetzt liegt es am Spieler", erklärte 96-Manager Horst Heldt.

Ein Versuch war es wert, doch Kagawa widerstand. Er gab Hannover 96 einen Korb, setzte seine Route in Richtung Istanbul fort und landete am Nachmittag in der Türkei. Am Donnerstagend bestätigte der BVB dann den Wechsel an den Bosporus. Der Japaner wird auf eigenen Wunsch bis zum Saisonende an Besiktas ausgeliehen.

"Shinji ist nicht nur ein herausragender Fußballspieler, sondern auch ein großer Freund unseres Vereins. Wir wollten ihm diese Bitte nicht verwehren", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Kagawas Odyssee endet also. Nach einer frustrierenden Hinrunde hat er nun die Möglichkeit, kann er wieder das tun, was ihm liegt: Fußball spielen.

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Quelle: wa.de

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