3. Bundesliga Spieltag

So werden Fans in Zukunft den BVB spielen sehen

+
BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji (links), hier im Luftkampf mit Frankfurts Sébastien Haller, ist zufrieden mit der Spielweise von Borussia Dortmund.

Nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt ist vor allem eines klar: Spektakulären Offensivfußball wird es bei Borussia Dortmund in nächster Zeit nicht geben.

Dortmund - Borussia Dortmund hat am Freitag im Heimspiel die Eintracht aus Frankfurt mit 3:1 (1:0) besiegt (bei uns im Ticker zum Nachlesen). Dabei erzielten die Borussen zwar drei Tore – dem Zuschauer offenbarte sich aber eigentlich eines: Spektakulärer Offensivfußball war das über weite Strecken nicht, was die Schwarzgelben da präsentiert hatten. Unter Lucien Favre liegt das Auge auf der Defensive.

"Ich weiß nicht, was für ein Spiel Sie gesehen haben", fragte Manuel Akanji in der Medienrunde nach dem Spiel einen Journalisten. Dortmund hatte im Spiel gegen Frankfurt Probleme in der Offensive –  das hinterfragte der besagte Journalist. Akanji wehrte sich aber gegen diesen Vorwurf. "Meiner Meinung nach war die erste Halbzeit sehr gut von uns, wir haben nur zunächst kein Tor geschossen", so der 23-jährige Innenverteidiger.

Die Entspannung brachte  Innenverteidiger-Kollege Abdou Diallo. Nach einer Ecke setzte er in der 37. Minute den Führungstreffer. Ein Standard-Tor. Spielerisch konnte der BVB die Gäste bis dato nicht knacken. "Vielleicht hat oft der letzte Pass gefehlt", sagte Akanji. Ja, der fehlte. Aber ist es nicht gerade das, was Borussia in den vergangenen Jahren ausmachte? Schnelle Sprints, hoher Druck und finale Pässe, die den Gegner in die Verzweiflung trieben? Vielleicht ist es an der Zeit, den Wandel zu akzeptieren, ihn zu unterstützen.

Sportdirektor ist zufrieden

Michael Zorc, Sportdirektor des BVB, jedenfalls gefällt die neue Spielweise. "Ich finde es gut, wenn wir defensiv gut stehen und kontrolliert spielen", sagte er. Dinge, die Favre bereits bei seinem Amtsantritt forderte – und die die Mannschaft nun immer mehr und besser umsetzt.

Auch Akanji scheint diese Spielweise zu liegen. Der Innenverteidiger strahlt eine souveräne Ruhe aus. Auf und neben dem Platz. Er ist keiner, der den Ball unter Druck auf die Ränge bolzt. "Ich versuche so gut zu helfen, wie es geht. Aber ich kann nicht vorne und hinten spielen", sagte er. Und: "Die Defensive ist immer sehr wichtig. Wir werden die Balance finden. Der Trainer hat ein Auge darauf und macht das sehr gut."

Wandel braucht Zeit

In Zukunft wird es also doch noch etwas mehr Offensivfußball geben in Dortmund. Zorc ist aber auch ein weiterer Aspekt wichtig. "Wir sind nach dem Unentschieden noch mal gekommen. Das gefällt mir gut. Das ist ein Zeichen von Mentalität, dass man unbedingt gewinnen will", sagte er. 

Alcacer ballert sich in die Herzen der BVB-Fans: Die Bilder zum Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt

Und für die Zuschauer, die mit einem defensiv ausgerichteten Spiel überhaupt nichts anfangen können, gibt es immer noch Hoffnung. Jadon Sancho. Zorc: "Jadon war direkt effektiv." Der Youngster wirbelte nach seiner Einwechslung (58.) über das Spielfeld und war an den Treffern zum 2:1 durch Marius Wolf (72.) und zum 3:1-Endstand durch Neuzugang Paco Alcacer (87.) beteiligt.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare