Siegtreffer gegen Gladbach

Trotz Grippe: Reus ist wieder der BVB-Held

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BVB-Kapitän Marco Reus erzielte bereits seinen neunten Treffer gegen Ex-Klub Gladbach.

Der BVB hat die Ergebniskrise nach drei Remis in Folge beendet und sich mit einem hart erkämpften Sieg gegen Mönchengladbach im Titelrennen zurückgemeldet. Vor allem dank Marco Reus.

Dortmund – Marco Reus ballte die rechte Faust, schüttelte sich ausgiebig und suchte schnell den Kontakt zu seinen Teamkollegen. Eindeutige Gesten, die nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Überraschungs-Tabellenführer Mönchengladbach das Gefühlsleben des Dortmunder Kapitäns offenbarten.

Reus gab sich so gelöst, als wären nicht kleine Steine, sondern zentnerschwere Felsplatten von ihm gefallen. „Wir wussten, dass wir in den nächsten drei Wochen ein unfassbar straffes Programm vor uns haben mit sehr guten Gegnern. Da wird sich dann entscheiden, in welche Richtung es für uns geht“, gestand der Nationalspieler ein. „Deshalb war es wichtig, dass wir den ersten Schritt in diese Richtung gemacht haben, in die wir hinwollen.“

Reus war aus Dortmunder Sicht nach einer kleinen Formschwäche in den vergangenen Wochen der Mann des Spiels. Mit sehr guten, aber auch für ihn unglücklichen Szenen. Die westfälische Borussia gewann in der Bundesliga zum neunten Male in Folge gegen den Namensvetter vom Niederrhein. Das entscheidende 1:0 in der 58. Minute war bereits der neunte Treffer, den er gegen seinen Ex-Klub erzielte.

Reus stand zweimal im Abseits

Dass zwei weitere Tore des BVB durch Thorgan Hazard und Julian Brandt von Schiedsrichter Sascha Stegemann nicht anerkannt wurden, weil Reus dabei jeweils im Abseits stand, traf die Gastgeber deshalb nicht besonders hart.

Beim Hazard-Tor erkannte der Videoschiedsrichter ein „Millimeter-Vergehen“, das für heftige Diskussionen sorgte. Reus hatte es aber bereits geahnt.

Beim Versuch von Brandt lief er Mönchengladbachs Torhüter Yann Sommer in das Blickfeld.

„Man kann Marco da aber keinen Vorwurf machen, denn irgendwohin muss er ja laufen. Ich glaube, wenn du am Ende trotzdem 1:0 gewinnst, ist es nur halb so bitter“, sagte Brandt.

Aufwärtstrend bei Brandt

Immerhin ließ der Ex-Leverkusener vorn im Angriff als zweite Spitze neben Reus deutlichen Aufwärtstrend erkennen. „Wir verstehen uns sehr gut, haben in dieser Konstellation aber noch nicht allzu oft gespielt. Deswegen hat noch nicht alles perfekt gepasst“, sagte Brandt.

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Brandt kam vermutlich nur zum Zuge, weil Mario Götze, der eigentlich als Vertreter des verletzten Torjägers Paco Alcacer im Sturmzentrum vorgesehen war, wegen eines grippalen Infekts passen musste. Reus hatte es ebenfalls erwischt, lag am Abend vor dem Spiel noch wegen einer starken Erkältung flach. „Er wollte aber unbedingt spielen, hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und eine starke Leistung gezeigt“, lobte Michael Zorc den Kapitän.

Zu früh für neue Euphorie beim BVB

Der Dortmunder Sportdirektor kam eine Stunde nach dem Schlusspfiff locker und gelöst wie schon lange nicht mehr aus der Kabine. „Für Siege gibt es keinen Ersatz. Wir haben sehr darunter gelitten, dass wir die letzten Spiele nicht gewonnen haben“, gestand Zorc ein. „Das hat man heute auch noch gemerkt. Absolute Souveränität war da nicht immer in allen Aktionen da. Trotzdem haben wir dem Druck standgehalten und verdient gewonnen. Wir mussten schließlich drei Tore schießen, damit eins zählt.“

Doch neue Euphorie wollte er angesichts der Tatsache, dass der BVB in der Tabelle wieder gleichauf mit den Münchner Bayern und in Schlagdistanz zum Tabellenführer liegt, nicht aufkommen lassen. „Es kann nur ein Anfang gewesen sein für die nächsten Wochen mit den Spielen in Mailand und auf Schalke. Es geht jetzt richtig rund.“

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Quelle: wa.de

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