Götze, Schmelzer und Piszczek

Wie das letzte Meister-Trio dem BVB helfen kann

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Mario Götze (von links nach rechts), Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer sind die einzigen aktuellen BVB-Spieler, die schon eine Meisterschaft mit Borussia Dortmund gefeiert haben. [Archivbilder]

Borussia Dortmund kann Meister werden. Das Gefühl kennen beim BVB nur noch Mario Götze, Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek. So können sie dem Verein helfen.

Dortmund – Trainer Lucien Favre kann nicht so motivieren wie Jürgen Klopp, bellen die Kritiker. "Kloppo" kann dieses oder jenes besser, heißt es. Aber darauf kommt es vielleicht gar nicht an. Denn Borussia Dortmund hat in Mario Götze, Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek bereits drei Deutsche Meister im Kader.

Der Tag, an dem in Dortmund ein BVB-Trainer nicht mehr mit Jürgen Klopp verglichen wird, er wird ein guter sein für jeden Menschen, durch dessen Adern schwarzgelbes Blut fließt. Der Tag, an dem das geschieht, würde eine Meisterfeier auslösen. Sieben Jahre ist es her, dass zuletzt die Schale am Borsigplatz ihre Runden drehte. Damals dabei und heute noch im Kader: 250-Spiele-Mann Marcel Schmelzer, Vizekapitän Lukasz Piszczek und Mario Götze. Wie können die drei ihrer Mannschaft mental und sportlich helfen, dass ein Klopp-Vergleich ab Samstag obsolet ist?

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Mario Götze ist unverzichtbar für den BVB

Götze blüht unter Favre auf – immer mehr. Zu Beginn der Saison noch der große Verlierer, machte er sich unverzichtbar. Sieben Tore erzielte der variable Zehner schon, bereitete in der laufenden Spielzeit acht Tore vor. Im Schnitt läuft er fast 13 Kilometer pro Spiel und reibt sich für seine Mannschaft auf. Seine mentale Stärke begründet sich auch in seiner Vergangenheit. Als Siegtorschütze der Weltmeisterschaft 2014 lastete früh Erfolgsdruck auf dem heute 26-Jährigen. Diese Erfahrungen kann er an junge Spieler weitergeben. Ein intelligenter Spielertyp, der den Unterschied machen kann.

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Lukasz Piszczek hat die nötige Autorität auf dem Platz

Vizekapitän Piszczek ist lange genug im Geschäft und weiß, worauf es ankommt. Der Pole ist hinten eine Bank, hat mit 63 Prozent eine der besten Zweikampfquoten des BVB und überzeugt trotz seines fortgeschrittenen Alters (33 Jahre) mit starken Offensivimpulsen. Als Mitglied des Mannschaftsrates, dem auch Marco Reus, Schmelzer sowie Julian Weigl und Thomas Delaney angehören, hat er genug Autorität, um seine Mitspieler mitzureißen. Zuletzt war er lange verletzt, meldete sich aber pünktlich zurück.

Marcel Schmelzer stellt sich ganz in den Dienst von Borussia Dortmund

Der dritte im Bunde, Marcel Schmelzer, kann sportlich nicht annähernd so bestehen wie seine beiden Kollegen. Er aber zeigt immer wieder, was einen Muster-Profi ausmacht. Der 31-Jährige hält die Füße still, stellt sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Wobei das mit dem Stillhalten bei ihm eben doch nicht so stimmt. Der Reservist springt in nahezu jeder Partie am Spielfeldrand hin und her. Korrigiert hier, korrigiert dort. Beim Zittersieg gegen Fortuna Düsseldorf etwa koordinierte er – als Einwechselspieler hinter dem eigenen Tor stehend – die Raumdeckung bei einem Eckball. Er nimmt junge Spieler zur Seite, pusht gestenreich sein Team – und kann so einen Impuls geben, der entscheidend sein könnte.

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Der BVB kann die neunte Meisterschaft festmachen

Es geht um nicht weniger als die neunte Deutsche Meisterschaft für den BVB. Ein Endspiel und Fernduell mit dem FC Bayern München. Dortmund muss die Nerven bewahren und in Gladbach siegen, gleichzeitig auf eine Niederlage des FCB gegen Eintracht Frankfurt hoffen. „Wir haben keinen Druck mehr. Den haben nur die Bayern. Wir können nichts verlieren, nur gewinnen“, meinte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Ein Manöver, um den tatsächlichen Druck von seiner doch eher unerfahrenen Mannschaft zu nehmen, was Meisterschaften angeht.

Marco Reus: Der gierige Unbefleckte

Genau das könnte den Unterschied ausmachen. „Wir sind hungrig“, betonte unlängst Youngster Jacob Bruun Larsen noch. Allen voran: Kapitän Marco Reus. Der holte noch nie den Titel in der Liga mit Borussia Dortmund. Mischt man dieser gierigen Unbeflecktheit Götze, Piszczek und Schmelzer hinzu, ergibt sich ein explosives Gemisch.

Borussia Dortmund ist auf Hilfe angewiesen

Das Problem: Aus eigener Kraft kann der BVB die Grundfeste des FC Bayern nicht erschüttern. Wollen die Dortmunder den Liga-Primus stürzen, kommt es auf die Hilfe der Frankfurter an, die damit eine Deutsche Meisterschaft des Rekordmeisters im eigenen Stadion – seit 19 Jahren mal wieder – verhindern könnten. Allein das letzte verbliebene Meister-Trio des BVB und dessen Ratschläge an die Mitspieler nützen ohne Eintracht-Hilfe wenig.

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Quelle: wa.de

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