Bundesliga am Sonntag

Dortmund hält Bayern auf Abstand – auch ohne Reus

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Dortmund kann jubeln. Auch ohne BVB-Kapitän Marco Reus.

Nach fünf sieglosen Pflichtspielen feierte Borussia Dortmund auch ohne Marco Reus mit dem hart erkämpften 3:2 gegen Bayer Leverkusen wieder ein Erfolgserlebnis – das ist wichtig.

Dortmund - Michael Zorc war die Erleichterung deutlich anzusehen. Fünf Pflichtspiele hatte der BV Borussia Dortmund ohne den verletzten Kapitän Marco Reus (Muskelfaserriss) nicht mehr gewonnen, der Vorsprung in der Fußball-Bundesliga auf die Münchner Bayern war in den vergangenen Wochen auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Mit dem 3:2 (2:1) vor 81.029 Zuschauern gegen Bayer Leverkusen kehrten die Schwarz-Gelben am Sonntagabend in die Erfolgsspur zurück. 

„Es war sehr wichtig für die Mannschaft, dass sie das Gefühl bekommt, auch ohne Reus Spiele gewinnen zu können“, erklärte der Sportdirektor nach dem Schlusspfiff. „Für uns hat heute nur das Ergebnis gezählt. Und nach hinten heraus haben wir es diesmal auch besser verteidigt.“

Dortmund musste zittern

Auch bei Zorc waren während der Partie die Gedanken an das vergangene Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim aufgekommen, in dem die Dortmunder eine 3:0-Führung am Ende noch verspielten und sich mit einem 3:3 begnügen mussten. Gegen Bayer lag der BVB nach dem Treffer von Dan-Axel Zagadou (30.), dem folgenden Ausgleich durch Kevin Volland (37.) und den weiteren Toren von Jadon Sancho (38.) sowie Mario Götze (60.) mit 3:1 vorn und musste nach dem Anschluss durch den Flugkopfball von Jonathan Tah (75.) erneut bis zum Ende um die Punkte zittern.

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Gegen einen Gegner, der zu Beginn der Partie so dominant wie noch keine andere Mannschaft im Signal Iduna Park aufgetreten war. Der ehemalige BVB-Trainer Peter Bosz hatte Leverkusen taktisch glänzend eingestellt. Die Werkself kam nach 20 eindrucksvollen Minuten auf eine Ballbesitzquote von 80:20. Dortmunds Defensivhaltung war, wie Coach Lucien Favre nach der Partie versicherte, keine Vorgabe des Fußball-Lehrers. „Bayer hat das sehr gut gemacht, war besser als wir. Wir wollten eigentlich viel höher verteidigen, konnten den Ball aber nicht erobern“, erklärte der Trainer, der bei seiner Elf dennoch positive Ansätze gegenüber den vergangenen Wochen erkannte. „Immerhin haben wir diesmal die Ruhe bewahrt“, meinte Favre.

Extra-Lob für Sancho

Ein Extra-Lob gab es vom Schweizer erneut für den 18-jährigen Jadon Sancho, der mit einem Traumtor per Direktabnahme nach einer Linksflanke von Abdou Diallo das 2:1 erzielte – nicht einmal 60 Sekunden nach dem Leverkusener Ausgleich. „Ein super Tor von Jadon. Das war sehr, sehr wichtig für unsere Mannschaft. Das hat uns Moral gegeben“, erklärte der Dortmunder Trainer. Für Sancho war es bereits der siebte Treffer in der laufenden Saison. Dagegen wartet Paco Alcácer nun bereits seit über 300 Spielminuten auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt traf der Spanier am 18. Dezember beim 1:2 in Düsseldorf.

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Zumindest vom Ergebnis her verlief die Rückkehr von Peter Bosz nach Dortmund enttäuschend. „Es hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen“, betonte der Niederländer. „Wir waren da, haben Druck gemacht, aber leider trotz der Überlegenheit zunächst kein Tor erzielt“, ärgerte sich der Bayer-Coach. „Entscheidend war die Effizienz, die der BVB im Abschluss hatte. Das macht eine Spitzenmannschaft aus“, erklärte Leverkusens Mittelfeldspieler Julian Brandt.

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Quelle: wa.de

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