Zu viele Reservisten beim BVB

Dortmund größer als Bayern - zum Leidwesen von Favre

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Für Trainer Lucien Favre ist der aktuelle Kader des BVB zu groß.

Weniger ist für Lucien Favre mehr. Doch Borussia Dortmund bleibt auf seinen Reservisten sitzen - zum Leidwesen des BVB-Trainers.

Dortmund/South Bend - Lucien Favre hat gern die Wahl. Der pedantische Trainer von Borussia Dortmund mag vielseitige Spieler und zieht am liebsten für jeden Gegner und jede Spielsituation den passenden Joker. Aber 34 Profis im Kader des Vizemeisters, das ist dem Schweizer dann doch zu viel. Nicht nur das: "Das ist unmöglich", erklärte Favre auf der US-Tour der Schwarz-Gelben.

Der Kader ist rund zwei Wochen vor dem Supercup am 3. August gegen Doublegewinner FC Bayern München - der seinerseits zwar händeringend Spieler sucht, aber sich kaum beim Rivalen bedienen wird - die große Baustelle.

Vor dem ersten Härtetest der Vorbereitung gegen Champions-League-Sieger FC Liverpool mit dem früheren BVB-Meistertrainer Jürgen Klopp in der Nacht zu Samstag (2 Uhr/hier im Live-Ticker) hat Favre im Grunde drei komplette Formationen bei Laune zu halten.

Favres Wunsch

"22, 23 Feldspieler maximal. Dazu die drei Torhüter, und noch ein paar junge Spieler", das wünscht sich der 61-jährige Schweizer und kündigte an: "Es wird noch Abgänge geben. Aber man darf nicht vergessen, dass wir ab September sehr viele Spiele haben."

Dabei hat sich schon einiges getan: Am Dienstag wurde Abdou Diallo für mehr als 30 Millionen Euro an Paris St. Germain verkauft, auch die Dauerreservisten Alexander Isak (Real Sociedad), Jeremy Toljan (US Sassuolo) und Felix Passlack (Fortuna Sittard) sind schon weg.

Keinerlei Verwendung gibt es mehr für Rio-Weltmeister Andre Schürrle, der sich derzeit individuell fit hält. Auch der Japaner Shinji Kagawa, in den Meisterjahren unter Klopp (2011 und 2012) ein Spieler von Weltklasseniveau, hat große Schwierigkeiten, einen neuen Klub zu finden und damit den Personaletat zu entlasten.

Reichlich Qualität hinzugewonnen

In Maximilian Philipp steht ein weiterer Offensivspieler beim VfL Wolfsburg hoch im Kurs, allerdings hängt auch diese Personalie in der Schwebe. Gleiches gilt für den portugiesischen Europameister Raphael Guerreiro und Julian Weigl, die ebenfalls in Paris auf dem Zettel stehen. Sebastian Rode war schon in der abgelaufenen Rückrunde an Eintracht Frankfurt ausgeliehen, mit ihm plant Favre nicht mehr.

Qualität hat Dortmund auf dem Papier reichlich hinzugewonnen. Rückkehrer Routinier Mats Hummels (30) etwa, von Klopp am Donnerstag als "bester deutscher Innenverteidiger" geadelt, soll eine große Problemzone der Vorsaison bekämpfen.

"Offensiv waren wir immer da", erläuterte Favre in den USA: "Aber wir müssen die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive finden." Besonders in der Rückrunde kassierte sein Team zu viele leichte Gegentore, was Favre auch auf den niedrigen Altersschnitt zurückführte.

Auch der BVB will noch aktiv werden

Auf den ersten Blick bizarr: Der BVB wird womöglich selbst noch einmal aktiv auf dem Transfermarkt, weil für das Sturmzentrum derzeit kein großgewachsener Spieler im Kader steht. Paco Alcacer misst nur 1,75 Meter, Neuzugang Thorgan Hazard einen Zentimeter weniger, Mario Götze einen mehr.

Sommer-Fahrplan 2019 des BVB: Testspiele, Trainingslager und mehr

Im Gespräch ist der Tscheche Patrik Schick (1,87 m) von der AS Rom als Leihgabe, auch der Name des italienischen Jung-Nationalspielers Moise Kean (1,82 m) kursiert. Nicht, dass Favre während der Saison sogar aus 35 Spielern auswählen muss.

sid

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Quelle: wa.de

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