Nach der Rückkehr aus Bad Ragaz

Das sind die Gewinner und Verlierer des BVB-Trainingslagers

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Schweden-Talent Alexander Isak (rechts) kämpft beim BVB um den Durchbruch.

Dortmund - Vor dem Supercup gegen den FC Bayern entscheiden sich beim BVB langsam die ersten Duelle um die Stammplätze. Im Trainingslager haben einige Akteure Eigenwerbung betrieben, andere eher nicht. Die Gewinner und Verlierer.

Sieben trainingsintensive Tage von Borussia Dortmund im Trainingslager in Bad Ragaz sind vorbei. Wenig positiv verliefen die Testspiele, zumindest mit Blick auf das Ergebnis. Sowohl gegen Espayol Barcelona wie auch gegen Atalanto Bergamo setzte es eine 0:1-Niederlage. In beiden Partien begannen die Borussen dynamisch, ließen jedoch im zweiten Durchgang – auch angesichts des kraftraubenden Trainings – deutlich nach.

BVB-Trainer Peter Bosz bot jeweils eine nahezu komplett geänderte Startelf auf. Mahmoud Dahoud, Maximilian Philipp und Jan-Niklas Beste gaben ihre Debüts bei den Dortmunder Profis. Wer seine Chance genutzt und wer vor dem Saisonbeginn schlechte Karten hat, erfahren Sie in unserer Übersicht der Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

Die Gewinner

Mario Götze: Ein Gewinner ist ohne Zweifel Mario Götze. Langsam aber sicher kommt der Nationalspieler wieder in die Form, mit der er dem BVB helfen kann. Der 25-Jährige war neben Roman Bürki und Mahmoud Dahoud auch der einzige Spieler, der in beiden Testspielen zum Einsatz kam. Gegen Bergamo trug er gar die Binde der Schwarz-Gelben. Dabei überzeugte er durch Einsatz, ließ seine feine Technik aufblitzen und war ein belebendes Element der Mannschaft. An Götze in dieser Form dürfte Bosz kaum vorbeikommen.

Neven Subotic: Ebenfalls mit einem positiven Gefühl wird Neven Subotic die Heimreise Richtung Dortmund angetreten haben. Der serbische Innenverteidiger holte sich von Bosz ein Extra-Lob für seinen Trainingsfleiß ab und war gegen Bergamo im Vergleich mit Defensivkollege Ömer Toprak der stabilere Part. Dennoch ist es fraglich, ob Subotic als nomineller Innenverteidiger Nummer vier weiter in Schwarz-Gelb auflaufen wird.

Die Blickrichtung ist klar: Für Neven Subotic geht es wieder voran.

Jan-Niklas Beste: Für Beste ging mit dem Profidebüt ein „Kindheitstraum in Erfüllung“, wie er im WA-Gespräch verriet. Doch für den 18-jährigen Linksverteidiger gilt nicht (nur) das Motto „Dabei sein ist alles“, sondern Beste machte beim Test-Kick gegen Bergamo eine richtig gute Partie. Defensiv sicher, in der Offensive mit viel Zug zum Tor. Kann gerade in den kommenden Wochen auf einen Einsatz hoffen, da mit Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro zwei gelernte Linksverteidiger verletzt ausfallen. Ein echter Senkrechtstartet und somit ein Gewinner. "Jan-Niklas Beste hat mich positiv überrascht. Ich kannte ihn vorher nicht", verteilte Trainer Peter Bosz auf der Pressekonferenz vor dem Supercup ein Sonderlob an den amtierenden deutschen U19-Meister.

Strahlte nach seinem Debüt für den BVB: Der gebürtige Hammer Jan-Niklas Beste

Die Verlierer

Emre Mor: In Asien hatte Emre Mor noch mit seinen starken Auftritten Werbung in eigener Sache betrieben, davon konnte in Bad Ragaz keine Rede sein. Der Grund: Ein leichter Muskelfaserriss setzte den 18-Jährigen außer Gefecht. Somit dürfte die Konkurrenz um Ousmane Dembélé, André Schürrle, Christian Pulisic und Maximilian Philipp bessere Karten im Rennen um die begehrten Einsatzzeiten haben. Ganz klar: Mor ist ein Verlierer des sieben Tage in Bad Ragaz.

Emre Mor (links) musste nach einer Muskelverletzung pausieren.

Alexander Isak: Als neuer Ibrahimovic gehandelt, waren die bisherigen Leistungen des Schweden äußerst dürftig. Gegen Bergamo nutze der Angreifer seine Chance nicht. Mangelnde Übersicht für besser postierte Kollegen, eine Ballbehandlung die zu wünschen übrig lässt und fehlender Killerinstinkt vor dem Tor – da geht noch deutlich mehr. Doch es sei Isak verziehen, denn der Winterzugang vom AIK Solna (Schweden) ist erst 17 Jahre alt und dürfte deshalb weitere Chancen bekommen. Dennoch ist er ein Verlierer des Trainingslagers. Immerhin scheint er mittlerweile angekommen zu sein beim BVB.

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Quelle: wa.de

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