Borussia Dortmund

System-Opfer Götze? Darum wäre er für Frankfurt eine gute Option

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Mario Götze wartet bei Borussia Dortmund in der aktuellen Saison weiterhin auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz.

In den ersten beiden Liga-Spielen saß Mario Götze bei Borussia Dortmund nur auf der Bank. Gegen Frankfurt droht ihm ein ähnliches Schicksal - obwohl es eigentlich ein passendes Spiel für ihn wäre.

Dortmund - Über die fußballerischen Fähigkeiten von Mario Götze sind sich alle einig. „Mario ist ein großartiger Fußballer“, sagte Ex-Coach Peter Stöger, der den Mittelfeldspieler bis zum Sommer einige Monate bei Borussia Dortmund betreut hatte, der „Fußball Bild“. Und auch Reinhard Rauball, der Präsident des BVB, erklärte zuletzt: „Wenn Mario seine Qualität wieder auf den Platz bringt, wird er der Mannschaft mit seinen Fähigkeiten auch wieder helfen.“

Doch genau da liegt aktuell das Problem: Der 26-Jährige kam in dieser Bundesliga-Saison noch nicht eine Minute lang zum Einsatz, musste sich bislang mit einer Reservisten-Rolle begnügen. Weil im System des Perfektionisten Lucien Favre kein Platz für Götze ist? „Wir müssen die Wahrheit sagen“, sagt der Chefcoach, den die ständigen Fragen zu Götze sichtlich nerven: „Mario kann zentral spielen, auch im 4-3-3. Aber es ist manchmal sehr, sehr athletisch.“

Klingt nicht so, als dürfe sich der Nationalspieler berechtigte Hoffnung auf Einsatzzeiten machen. Favre erklärt: „Gegen Hannover haben wir beispielsweise mit drei wahren Mittelfeldspielern gespielt. Mario kann das System zwar, aber gerade im Mittelfeld haben wir mit acht, neun Spielern sehr viele Kandidaten.“

Unter Klopp ging es auch

Eine Erläuterung, die über weite Strecken zutrifft. Bekommt es der BVB mit pressingstarken Gegnern wie Leipzig zu tun, ist mehr Robustheit, die etwa Axel Witsel und Thomas Delaney mitbringen, sicherlich nicht unwichtig. Aber: Mahmoud Dahoud, der zuletzt anstelle von Götze den Vorzug erhalten hatte, hat in puncto Physis wirklich größere Vorteile. „Es geht ja auch um das defensive Stellungsspiel, nicht nur um Robustheit. Wichtig ist, die richtigen Zweikämpfe zu bestreiten“, meint Taktik-Experte Constantin Eckner vom Portal spielverlagerung.de.

„Delaney“, führt er weiter aus, „ist zwar wichtig für Zweikämpfe, aber wenn es darum geht, das Spiel zu gestalten, ist er schon etwas limitiert im Vergleich zu anderen. Wenn er unter Druck gesetzt wird, hat er meist keine Lösung parat.“ Zumal Eckner darauf hinweist, dass der BVB auch unter Jürgen Klopp körperbetont aufgetreten sei – mit Götze als Stammkraft.

Dass er auf der Doppel-Acht auch unter Favre funktionieren kann, stellte er in der Vorbereitung einige Male unter Beweis – auch an der Seite von Dahoud. Mit dem Duo hätte der BVB mehr Ballsicherheit. Und vor allem der über weite Strecken uninspirierte Offensiv-Auftritt in Hannover hat gezeigt: Die Borussia braucht Spielmacher.

"Mit Götze hast du gute Chancen"

So einen wie Götze? Das Heimspiel heute gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) käme wie gerufen für ihn, meint Eckner.

Von den Hessen sei nicht so ein enormes Pensum in Sachen Pressing zu erwarten wie gegen Leipzig und Hannover. Und vor allem mit Blick auf die Frankfurter Doppel-Sechs mit Lucas Torró und Gelson Fernandes, die sich bislang anfällig präsentierte. „Die Maschinerie läuft noch nicht“, sagt der Taktik-Experte: „Mit ballsicheren und quirligen Spielmacher-Typen wie Dahoud, der sich als Mittelfeld-Hybrid auch mal zurückfallen lassen kann, und Götze hast du gute Chancen, diese Säule auszumanövrieren.“

Um dann schnell in die Eins-gegen-Eins-Duelle mit den Frankfurter Abwehrspielern zu kommen. Eine Stärke des BVB mit Flügelflitzern wie Marco Reus. Über dessen Fähigkeiten sich alle genauso einig sind wie bei Götze.

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Quelle: wa.de

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