Festplatte wurde nicht gelöscht

Zeitung: Bundeswehr verkauft Laptops mit vertraulichen Daten - Förster knackt Passwort

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Die Bundeswehr soll nach einem Medienbericht einen gebrauchten Laptop verkauft haben, auf dem noch vertrauliche Informationen waren. Unter anderem eine Bedienungsanleitung für einen Raketenwerfer.

Berlin - Dabei handele es sich um die als „Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch“ eingestufte Bedienungsanleitung für den Raketenwerfer „Mars“, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag). Anscheinend sei die Festplatte vor dem Verkauf nicht gelöscht worden. Das Verteidigungsministerium teilte der Zeitung mit, aus der Beschreibung des Raketenwerfers könnten „keine kritischen Erkenntnisse abgeleitet werden“.

Förster ersteht alte Bundeswehr-Laptops und knackt das Passwort

Dem Bericht zufolge hatte der Käufer, ein oberbayerischer Förster, auf dem Online-Marktplatz Ebay 2018 von der Verwertungsgesellschaft des Bundes (Vebeg) vier gebrauchte Laptops ersteigert. Auf einem davon war demnach noch das Betriebssystem installiert, und durch Eintippen des letzten Benutzernamens als Passwort ließ es sich entsperren. Im März meldete er seinen Fund dem Ministerium.

Dieses erklärte der „Süddeutschen“, man habe die Verwertung von IT-Geräten nach der Beschwerde des Försters einer „genauen Prüfung unterzogen“ und festgestellt, dass 2016 ein weiterer Rechner mit ungelöschter Festplatte über die Verwertungsgesellschaft verkauft worden sei. Ob darauf ebenfalls vertrauliche Daten gewesen seien, lasse sich nicht mehr feststellen. Der Zeitung zufolge leitete das Ministerium einen Rückkauf der Geräte über die Vebeg ein. Der Förster hat demnach eines zurückgegeben, aber drei noch im Besitz.

dpa

Ein Mann in Niedersachsen hat einen scheinbar verlassenen Raketenwerfer am Straßenrand entdeckt - doch er ahnt nicht, dass er die ganze Zeit beobachtet wird.

Die Bundeswehr sucht nach neuen Handwerkern - „Gas, Wasser, Schießen“ steht auf ihrem Plakat. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks empfindet die Kampagne als „niveaulos“.

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