CSU-General über Ex-Sprecher

Nach Rücktritt: Dobrindt lobt Strepp

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CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (links) mit dem zurückgetretenen Parteisprecher Hans Michael Strepp.

Mainz - CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt nimmt den Abgang des Parteisprechers Hans Michael Strepp nach eigenen Worten „mit großem Bedauern zur Kenntnis“.

Strepp habe „die notwendigen Konsequenzen daraus gezogen, dass es nicht möglich war, mit dem ZDF zu einer übereinstimmenden Beurteilung des Telefonats vom vergangenen Sonntag zu kommen“, sagte Dobrindt am Donnerstag in München. „Unter diesen Umständen ist es nicht möglich, eine Tätigkeit als Pressesprecher weiter auszuüben.“

Dobrindt dankte Strepp „für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren in der Funktion des Pressesprechers“.

Strepp war am Donnerstag zurückgetreten. Laut ZDF wollte er die Berichterstattung des Senders über den SPD-Landesparteitag am Sonntag in Nürnberg beeinflussen.

Strepp schrieb mehrere SMS ans ZDF

Strepp hat nach Angaben des ZDF auch über mehrere SMS versucht, dessen Berichterstattung zu beeinflussen.

Strepp habe am Sonntag SMS sowohl an den Leiter des ZDF-Landesstudios München als auch an den Leiter der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles geschickt, in denen er sich nach der geplanten Berichterstattung über den Landesparteitag der bayerischen SPD erkundigt habe, teilte der Sender am Donnerstag in Mainz mit.

CSU-Parteitag: Hier spricht der Chef

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ZDF-Chefredakteur Peter Frey sagte: „Der CSU-Pressesprecher hat am Sonntag auf verschiedenen Wegen versucht, die Berichterstattung des ZDF über eine andere Partei zu beeinflussen.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut äußerte sich über den Anruf Strepps in der „heute“-Redaktion: „Die Intention des Anrufes war eindeutig.“

dapd

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