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Putin lehnt Friedensgespräche weiter ab – Russland bietet ukrainischer Bevölkerung Geld an

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Von: Marvin Ziegele

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Teile der zerstörten Stadt Mariupol. Angeblich sollen ukrainische Bürger ihr eigenes Land der Zerstörung beschuldigen, um Geld von Russland zu bekommen.
Teile der zerstörten Stadt Mariupol. Angeblich sollen ukrainische Bürger ihr eigenes Land der Zerstörung beschuldigen, um Geld von Russland zu bekommen. © Imago Images

Wladimir Putin ist nicht bereit, Frieden zu schließen. Derweil versucht Russland, die Zerstörung Mariupols der Ukraine zuzuschieben. 

Moskau – Inmitten des Ukraine-Konflikts lehnt Russlands Präsident Wladimir Putin Verhandlungen mit der Ukraine ab. In Gesprächen mit führenden Politikern der Welt teilte er mit, dass die Zeit für Gespräche über das Ende des Krieges noch nicht gekommen sei. Dies erklärte Ihor Zhovkva, stellvertretender Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, in der gemeinsamen Nachrichtensendung Uarazom. Das berichtet die Zeitung Ukrainska Pravda.

„Wir wissen, dass mehrere führende Politiker und Staaten an Präsident Putin appelliert haben, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Aber leider ist er immer noch nicht dazu bereit, außerdem sagt er einigen Staats- und Regierungschefs, dass die Zeit noch nicht gekommen ist“, so Zhovkva. Russland hoffe ihm zufolge noch auf einige Siege an der Front in der Ukraine, um die Verhandlungsposition zu stärken. Gleichzeitig versicherte er den Ukrainern, dass Russland nicht in der Lage sein würden, dies zu erreichen.

Ukraine-Krieg: Russland bietet Geld für falsche Beschuldigungen an

Derweil scheint Russland nichts unversucht zu lassen, um den Ruf der Ukraine zu schädigen oder eine Form des Sieges mit allen Mitteln erreichen zu können. Informationen des US-Nachrichtenportals Newsweek zufolge bietet Russland den Einwohnern der belagerten Stadt Mariupol Geld an, falls sie das Militär der Ukraine für die Zerstörung von Häusern oder den Tod von Familienangehörigen verantwortlich machen.

Ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Petro Andrjuschtschenko, sandte eine Telegram-Nachricht als „Warnung“ an die Einwohner der Stadt. Um Entschädigungen für die Zerstörungen zu beantragen, müssten sie eine schriftliche Erklärung vorlegen, in der sie die Ukraine für die Zerstörung verantwortlich machen. Bewohner der Stadt, die diese Erklärungen nicht abgeben oder sich weigern, diese beizufügen, werden keine Entschädigung erhalten, sagte er.

Ukraine: Einwohner von Mariupol sollen falsches Zeugnis ablegen

Russland biete den Bewohnern mit zerstörten Häusern umgerechnet etwa 6000 US-Dollar und etwa 33.000 US-Dollar Entschädigung für ein verstorbenes Familienmitglied, sagte Andrjuschtschenko. Er fügte hinzu, dass Russland „Zehntausende von handgeschriebenen schriftlichen ‚Zeugnissen‘ über die ‚Gräueltaten der ukrainischen Armee‘“ erhalte. (marv)  

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