SPD kritisiert Seehofers "totale Beliebigkeit"

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Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann.

Berlin - Die SPD wirft dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer Beliebigkeit in der Wehrpflichtdebatte vor.

“Letzte Woche war die Wehrpflicht noch CSU-Markenkern, heute fordert Seehofer die reine Berufsarmee“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, am Sonntag in Berlin. Seehofers “totale Beliebigkeit“ zeige, dass wertefundierter Konservatismus in Deutschland heimatlos geworden sei. “Vorwärts, rückwärts, seitwärts - wie Horst Seehofer gerade manövriert, bestimmen ausschließlich die taktischen Erfordernisse im CSU-internen Machtkampf mit Verteidigungsminister zu Guttenberg“, monierte Oppermann weiter. Mit einer reinen Berufsarmee schieße der CSU-Chef über das Ziel hinaus. Die SPD wolle die Kombination von Berufssoldaten und Freiwilligen.

Seehofer war zuvor überraschend auf die Linie von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eingeschwenkt, der die Wehrpflicht aussetzen will. Seehofer sprach sogar von einer faktischen “Abschaffung“. Auch er will die Wehrpflicht aber im Grundgesetz belassen.

dapd

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